2014 Brigitte- Sauzayaufenthalt von zwei Schülerinnen aus Deutschland an der CSI Europole

Mittwoch 25. Juni 2014
par  J. Nordmann-Gidoin

Erlebnisbericht - Deutsch-französisch Austausch von Sarah

Bevor ich nach Frankreich kam, war meine Austauschpartnerin Célestine bereits bei mir. Deshalb war es für mich einfacher zu kommen als für sie.

Am 15. März kam ich in Grenoble an und lernte meine Gastfamilie kennen. Ich war sehr aufgeregt und neugierig auf das Leben in Grenoble, das Leben meiner Austauschpartnerin. Mein erster Schultag in der neuen Schule war eine, meiner Schwierigsten, da ich noch niemanden kannte und mein Französisch noch nicht so gut war. Meine Klassenkameraden waren aber alle sehr nett und ich gewöhnte mich über die Wochen an die Klasse, unter denen viele meine Freunde wurden. Ich hatte viel, an das ich mich gewöhnen musste. Dazu gehört, dass ich -mit Ausnahme von Mittwoch- immer bis um Fünf Uhr Schule hatte und ich nicht ständige Ausgangserlaubnis hatte. Wobei in den meisten Fächern Französisch gesprochen wurde. Das Schulsystem in Frankreich unterscheidet sich sehr stark von dem Deutschen, wobei ich nicht beurteilen kann, welches besser ist. In Frankreich war alles länger, die Gewohnheiten waren sehr unterschiedlich und die Fächer auch. Insbesondere da ich in ‚Europole’ war, eine internationale Schule, die die Schüler/Kinder in Frankreich integriert aber diese trotzdem ihre eigene Sprache beibehalten und lernen können. An den Wochenenden schauten wir Freitags- und Samstagabends Filme. Tagsüber spielten wir Spiel oder an der Wii neben unseren schulischen Pflichten. Am Osterwochenende wollten wir eigentlich ans Mittelmeer fahren, aber da das Wetter zu schlecht war blieben wir Zuhause. Am Samstag fuhren wir nach Annecy und besichtigten die Stadt. Es war ein schöner Tag, die Sonne schien ein wenig und es regnete nicht ein einziges Mal. Den Rest des Wochenendes entspannte ich und machte viel mit der Familie gemeinsam. Eine Woche später hatte ich Osterferien, auf die ich mich sehr freute, da wir zu Célestines Großeltern gingen. Wir, Célestines Eltern, sie selbst und ich, gingen sogar für vier Tage nach Paris. Die Zeit in Paris war wunderschön. Wir besichtigten viele Sehenswürdigkeiten und genossen die Tage in vollen Zügen. Wir hatten meistens auch ganz gutes Wetter, außer einmal am Dienstag, da nieselte es ein wenig und am Donnerstag, den 1. Mai, regnete es während wir den Père-Lachaise besichtigten. And den anderen Tagen in den Osterferien besuchten wir den Europa-Park in Deutschland und Strasbourg, wo wir die köstlichen Flammkuchen aßen. Die letzten zwei Wochen in Frankreich gingen vorbei wie im Flug. Eine weitere Deutsche war gekommen und ich gewöhnte mich zunehmend an den Gedanken, dass ich kurz darauf gehen würde. Der Abschied war sehr traurig aber es war erträglich, da ich wusste, dass ich wiederkommen würde um sie alle zu besuchen und man heutzutage durch das Internet viele Möglichkeiten besitzt einander zu kontaktieren. Am 24. Mai verabschiedete ich mich dann schlussendlich von meiner Gastfamilie mit dem Versprechen, dass ich wiederkommen werde. Während der Zeit in Frankreich lernte ich viele neue Leute kennen, die auch zu meinen Freunden wurden, ich hatte eine zweite Familie, eine vertraute Umgebung, gewann viele neue Erfahrungen und verbesserte meine Sprachkenntnisse. Würde ich noch einmal wählen können, einen weiteren Austausch machen zu können, würde ich nicht nein sagen. Dieses Erlebnis hat mich weitergeführt und ich habe fest vor, mit meiner Austauschfamilie und Freuden in Grenoble in Kontakt zu bleiben.

Erlebnisbericht von Annika

Als ich in Lyon am Flughafen angekommen bin, wurde ich von Katharina und ihrer Mutter abgeholt. Wir sind direkt nach Hause gefahren, wo ich von den anderen freundlich begrüßt wurde. Ich hatte noch eine Woche Ferien bevor die Schule richtig losging, so konnte ich mich richtig einleben. Wir haben jeden Tag etwas unternommen, z.B. Klettern, Shoppen und die Gegend erkunden. Mein typischer Tagesablauf sah so aus, dass ich morgens zur Schule ging, und erst abends nach Hause kam, gegebenenfalls Hausaufgaben gemacht habe, dann gab es Abendessen. Danach haben wir noch Fernsehen gesehen oder Karten gespielt. Am ersten Schultag bin ich mit Katharina zur Schule gefahren und sie hat mich einer anderen Austauschschülerin vorgestellt. Sie ging auch in die troisieme und hat mir alles in der Schule gezeigt. Sie und die anderen Schüler waren alle sehr nett zu mir und haben mir geholfen, in den Schulalltag reinzukommen, was am Anfang sehr anstrengend für mich war, da die Schule hier jeden Tag von 8-17 Uhr geht und ich das nicht gewohnt war. Die ersten Wochen gingen relativ langsam vorbei und es war für mich schwer, etwas französisch zu verstehen, da ich nicht so gut in Französisch war. Oft war ich auf die Hilfe von den anderen Deutschen angewiesen, die mir den Satz übersetzt haben. Nach einiger Zeit viel es mir aber immer leichter, den Gesprächen zu folgen und mich am Unterricht zu beteiligen. Himmelfahrt sind wir mit der ganzen Familie nach Deutschland gefahren, weil Katharinas Cousine Erstkommunion hatte. Wir sind am Freitag losgefahren und haben in Nancy übernachtet. Wir waren in einem Museum und haben uns die Stadt angeguckt. Am nächsten Tag besuchten wir noch kurz Metz und sind ein bisschen durch die Stadt gelaufen. Am Samstagnachmittag sind wir dann in Aachen angekommen. Die Familie von Katharina war sehr nett und es waren auch viele andere Kinder/Jugendliche da, mit denen ich mich gut verstanden habe. Am Sonntag haben wir dann die Kommunion gefeiert und sind gegen 15 Uhr nach Hause gefahren, da die Fahrt sehr lange dauert. Am Pfingstwochenende bekamen wir dann Besuch von einer Freundin von Katharinas Mutter. Am Sonntag waren wie wandern und ich war das erste Mal auf dem Gipfel eines Berges. Obwohl der Berg nicht sehr hoch war und wir nur eine Stunde gelaufen sind war es sehr anstrengend, hat aber trotzdem Spaß gemacht.

Insgesamt hat mir der Austausch sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viele neue Freunde gefunden und neue Erfahrungen gesammelt. Ich habe viel Französisch gelernt und ich habe jetzt nicht mehr so viele Probleme andere Leute zu verstehen, wenn sie französisch sprechen. Es war außerdem eine gute Erfahrung, in einem anderen Land mit anderen Gewohnheiten für 2 Monate zu leben und deren Tagesablauf zu erleben. Es war am Anfang nicht leicht in Frankreich alleine zu Recht zu kommen, jedoch wurde es gegen Ende des Austausches immer besser. Es war auch eine schöne Erfahrung mal ohne Eltern so lange von zuhause weg zu sein, da ich vorher nie länger als 2 Wochen ohne meine Eltern war. Ich würde den Austausch jeder Zeit wiederholen und denke, dass es sich gelohnt hat.