Erfahrungsberichte zu den 3 Wochenaustauschen Schuljahr 2014

Mittwoch 23. April 2014
par  J. Nordmann-Gidoin

Mein Austausch in Lohmar(Siegburg, Deutschland) vom 08. März 2014 bis zum 29. März 2014

Ankunft Ich bin am Samstag dem 08. März 2014 mit meinen Eltern nach Lohmar zu meiner Brieffreundin gefahren. Als wir dort angekommen sind, haben wir erst mal eine Teezeit gemacht und dann meine Tasche hochgebracht. Meine Eltern sind dann weiter gefahren und ich habe mich in dem neuen Gästezimmer installiert. Später habe ich einen Spaziergang mit Elise in den nahe gelegenen Wald gemacht. Danach haben wir Abendbrot gegessen und sind schlafen gegangen. Am nächsten Tag (Sonntag)haben ich und Elises Familie, ihr kleiner Bruder, ihre Eltern und sie(Ihre große Schwester war im Austausch), uns einen ruhigen Tag gemacht. Am Montag bin ich dann zum ersten Mal in die Schule gegangen. Morgens mussten wir um 6:20 aufstehen um den Bus rechtzeitig zu kriegen, mit dem wir dann 20 Minuten zur Schule fahren mussten. Schulzeiten Montags/Mittwochs/Donnerstags: 8-15/16 Uhr; Dienstags: 8-15 Uhr (inklusive AG); Freitags: 8-13Uhr Die Mittagspause Montags morgen fängt Elise mit 2 Stunden Religion an, danach gab es eine 20 Minuten Pause und dann hatten wir bis mittags. Montags mittags hatten wir Mittagspausenunterricht d.h. die ganze Klasse hat an einem Tisch zusammen mit der Klassenlehrer/in Mittag gegessen. Dienstags und Freitags ist „Kurztag“, das heißt das wir nur bis 12 oder 13 Uhr Unterricht haben, und wir normalerweise kein Mittagessen in der Schule bekommen. Aber Dienstags haben Elise und ich trotzdem in der Mensa gegessen, denn Elise hatte danach Zeitungs- AG. Wie der Name schon sagt, hat man in der Zeitungs- AG eine Zeitung geschrieben. Ungefähr 10 Schüler haben sich getroffen, um eine Schülerzeitung herauszugeben. Leider kommt diese Zeitung nicht regelmäßig raus, ist dafür aber etwas umfangreicher. Elise hatte auch jeden zweiten Donnerstag Koch-AG. Zu acht haben wir ein Gericht selber zubereitet, zum Beispiel „Wraps“ und dann selber gegessen. Ich finde die AGs (Töpfern, Garten , Zeitung, Englisch, Kochen) gut, denn man kann sich mit Leuten mit gleichem Interesse in der Schule treffen und etwas zusammen machen. Ich fände eine solche AG Vielfalt auch bei uns gut. Dadurch dass die Schule so früh zu Ende ist, hat man viel mehr Zeit Das Essen in der Schule An den anderen Tagen hatten wir ganz normales Mittagessen und konnten uns, so wie am Montag ein Gericht aus drei eine Woche vorher aussuchen. Es gab immer Nudeln mit Soße. Das Mittagessen war viel leckerer als an unserer Schule in Grenoble, dafür gab es nur manchmal einen Nachtisch und/oder Vorspeise. Wenn man kein Essen bestellt hatte, konnte man sich in einer Cafeteria etwas zum Essen kaufen (Brötchen, Muffins etc.) oder man durfte im Mensaraum auch sein eigenes Pausenbrot essen. Meine Schulklasse Ich hatte viel Glück, denn ich war in einer kleinen Klasse mit nur 19 Schülern (20 mit mir). Ich hatte nicht viele Hausaufgaben. Leider gab es in der Klasse mehrere Gruppen, die sich viel mehr voreinander abgegrenzt haben als das bei uns der Fall ist. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Klasse schon zwei Jahre fast genau die gleiche ist. Der Unterricht Im Englischen sind sie uns voraus. Und sie lernen englisch auf eine ganz andere Art. Es wird viel mehr englisch gesprochen und der Lehrer will, dass die Schüler nur auf englisch antworten. Der Kunstunterricht ist in Deutschland mehr auf Fachwörter ausgerichtet, das heißt, dass erst ein Fachwort erklärt wird und dann probiert man das aus (Beispiel: Spaltschnitt). Über den Deutschunterricht war ich sehr erstaunt, weil sie ungefähr so weit waren wie wir. Dadurch konnte ich dem Unterricht gut folgen. Den Französischunterricht kann ich schlecht vergleichen. Denn die lernen Französisch als Fremdsprache so, wie wir in Grenoble deutsch lernen. Wenn ich es aber mit dem Deutschunterricht am CSI vergleiche, sind die im Französischunterricht hinter uns. In dieser Klasse gibt nur vier Schüler, die mindestens ein französisches Elternteil haben (Elise, meine Austauschschülerin, ist eine von den vier Schülern). In Mathe haben wir am CSI einen leichten Vorsprung, doch es war für mich trotzdem sehr schwer, denn ich kannte die deutschen Fachwörter nicht. Elise hat Erdkunde und Geschichte getrennt. Dadurch waren sie in Geschichte weiter als wir. Im französischen Erdkundeunterricht waren sie nicht sehr viel weiter als wir, denn die Lehrerin nahm den Lehrstoff einmal auf deutsch durch und dann genau das Gleiche noch einmal auf französisch. Sie hatten nur Chemie (Physik gab es nicht). Sie wussten in Chemie mehr als ich, weil ich noch keinen Chemieunterricht hatte. Freizeit Dadurch, dass die Schule so früh zu Ende ist, hat man viel mehr Zeit etwas zu Hause zu machen. Nachmittags waren wir zu Hause und haben meistens im Garten gespielt. Am Wochenende haben wir etwas unternommen. Wir sind zum Beispiel mit Freunden von Elise ins Schwimmbad gegangen, haben am Stadtputztag teilgenommen (wir haben ein Gelände vom Müll befreit) und wir waren im Schokoladenmuseum in Köln.

Insgesamt fand ich den Austausch sehr gut. Ich war noch nie in Deutschland in der Schule und Fachwörter in Mathe wären mir sonst zum Beispiel nie aufgefallen. Was ich sehr markant und schade fand, ist die Gruppenbildung in der Klasse. Aber das die Klasse klein war und man sehr viel mehr Freizeit hat, finde ich gut. Die Beziehung zu den Lehrern ist eine ganz andere in Deutschland als bei uns in Frankreich. Die Beziehung ist freundschaftlicher. Ich habe die Schule entspannter gefunden, und nicht so streng wie in Frankreich. Ich empfehle jedem, der Lust hat, was Neues zu entdecken, so einen Austausch, um mal zu sehen, wie der Tagesablauf von Schülern in anderen Ländern ist.

C.

Erlebnisbericht

Ich fuhr die zweite Woche von den Februarferien zu meinen Großeltern. Am

Ende dieser Woche fuhr ich nach Jockgrim, wo mein Austauschschüler wohnt.

Als ich mit meiner Familie dort ankam, haben wir uns begrüßt und direkt an den Tisch gesetzt. Dann wollte meine Gastfamilie einen kleinen Rundgang in

Jockgrim machen, um meiner Familie und mir den Ort Jockgrim zeigen. Es war sehr schön. Dann habe ich mich mit meiner Familie verabschiedet und sie sind dann wieder nach Frankreich gefahren. Mein Austauschschüler hat mir alles gezeigt : Garten, Zimmer, Küche, usw. Die drei ersten Tage wo normalerweise Schule war waren frei wegen Abitur und sind in dieser Zeit ins Europabad mit der Bahn gefahren. Die ersten Tage in der Schule waren sehr komisch für mich da ich nur in der Grundschule mal einen Austausch gemacht hatte. Die Schüler in meiner Klasse haben mich alle begrüßt, waren sehr nett mit mir und die Lehrer ebenfalls. Jeden Tag um 13 Uhr Schluss zu haben war einfach nur genial doch jeden Donnerstag war der Schulschluss erst um 15 Uhr. Alle Kinder nahmen ein Pausenbrot mit oder kauften sich was in einer kleinen Bude, die in der Schule war. Am zweiten Wochenende haben wir eine kleine Wanderung gemacht und dabei 4 Burgen besichtigt und es war sehr interessant. In der Schule gab es ein Fach, dass es nicht in Frankreich gibt, außer in Privatschulen : Das Fach Religion. In vielen Fächern waren sie weiter als in Frankreich deswegen habe ich nicht sehr viel vom Unterricht verstanden doch ich habe mich daran interessiert um neue Sachen zu lernen. Dann war es soweit : meine Deutschklasse aus Frankreich kam am Donnerstag und ich war sehr froh meine Freunde wieder zu sehen. Am Tag danach hatten wir ein Frühstück in der Schule und ein kleines Rallye durch die Schule. Um 10 Uhr war für jeden ein ganz normaler Schultag in verteilten Klassen. In Jockgrim gibt es ein Baggersee wo wir mit paar französische Freunde und ihren Austauschschülern waren und es war sehr lustig. Am Montag waren wir in Heidelberg und hatten eine getrennte Stadtbesichtigung. Nach der Stadtbesichtigung hatten wir 1 ½ Stunden Freizeit, um in Heidelberg shoppen zu gehen. Dann haben wir ein Schloss wo sich ein riesiges Fass befindet besichtigt und wir waren auf dem Fass drauf. Am Dienstag war es abgemacht in Karlsruhe ein Schloss besichtigen doch es gab dort einen Rohrbruch. Stattdessen sind wir in das Naturkunde Museum in Karlsruhe gegangen wo wir ein Rallye gemacht haben. Im Naturkunde Museum war es sehr interessant da es dort viele Themen gab. Nach der Besichtigung im Naturkunde Museum hatte wir etwas Freizeit um einzukaufen. Am Mittwoch waren wir im ZKM und es gab getrennte Führungen und wir hatten danach 1 Stunde Zeit, die Ausstellung "auszuprobieren"t. Ich habe mir alle Hologramme angeschaut da ich sehr schön fand. Als wir zur Schule zurückfuhren haben wir alle zusammen eine Abschiedsfeier gemacht wo jeder gemacht hat, was ihm gefallen hat : manche haben gelesen,andere Fußball gespielt und andere geredet. Am nächsten Tag sind wir wieder nach Frankreich mit dem Zug gefahren.

Mir hat dieser Aufenthalt sehr gut gefallen.