Benns Tagebuch

Mittwoch 26. März 2014
par  J. Nordmann-Gidoin

La remise du prix de " Bennos Tagebuch"aura lieu le 19 septembre 2012 à la CSi à 12 heures en présence de Mme Tison, Mme Barnel ( IPR d’allemand), M.Cornelissen de la CSI de Lyon qui présente les Pasch-Schulen en France et des professeurs d’allemands de la CSI . M. Corneliessen va apporter les prix et les certificats pour les élèves.

Cordialement, pour la section allemande du collège.

Juliane Nordmann-Gidoin

Les textes- die Gewinnertexte:

3. Platz, Niveau B, Teambeitrag Alex Markowicz, Maxime Bugnet Benno war verunsichert, er hatte Angst vor den blauen Flecken. Er nahm aber trotzdem sein Tagebuch und einen Stift und fing an zu schreiben. Sein Herz schlug schneller. „Donnerstag, der 2. Februar. Heute, habe ich ...“ Plötzlich war ihm schwindelig und er landete hart auf dem Boden. Er lag auf einer Erdstraße. Die Straße war sehr finster und um ihn herum standen Steinhäuser. Er stand verunsichert auf und fragte sich wo er war. Der Schatten sah gruselig aus. Ein Ort, der fast zu einer Geisterbahn passte. Ein kleiner Junge kam angerannt: „Komm schnell, sonst findet er uns! Wir müssen uns verstecken!“ „Wer bist du? Wo bin ich? Und vor wem müssen wir uns verstecken?“, fragte Benno. „Nicht hier!“, rief der andere ihm zu. Benno folgte dem kleinen Jungen. Sie rannten in ein Haus und machten schnell die Tür hinter sich zu. „Uff! Ich erkläre dir, was du machen musst: Du musst einen Stift holen, der in einem Berg aufbewahrt ist. Aber es ist kein normaler Stift sondern ein magischer Stift“, erklärte der Junge. „Warum soll ich ihn holen? “, fragte Benno. „Um diese Welt zu retten. Der Zauberer, der auf dieser Welt lebt, ist sehr böse. Alle Kinder, die in diesem Dorf lebten, sind gestorben und die Erwachsenen sind alle Frösche geworden. Du bist unsere letzte Chance. Morgen werde ich dich zum Berg führen. Übrigens, ich heiße Paul.“ „Ich heiße Benno.“ Benno wachte früh auf. Er merkte, dass Paul schon draußen mit zwei Pferden auf ihn wartete. „Hier ist ein Pferd für uns beide. Ich glaube, dass du schon reiten kannst,“ sagte Paul. Es war einfacher als Benno es gedacht hatte. Sie ritten zum Berg. Plötzlich sprang Paul von seinem Pferd : 40 „Folge mir schnell“, flüsterte er, „ich sehe Soldaten.“ Benno sah ein komisches Licht. Er schlich hinter Paul her und beide versteckten sich in einem Busch. Das weiße Licht kam immer näher. Benno erkannte die Formen von Rüstungen. Wieso leuchteten diese Leute so hell? Sie waren nur noch zehn Meter entfernt, als Benno bemerkte, dass sie keinen Kopf hatten. Sie waren nur aus Knochen. Man hätte denken können, dass sie Geister sind. Die Soldaten gingen an ihnen vorbei, ohne sie zu sehen. Als sie in sicherer Entfernung waren, schlich sich Paul aus seinem Versteck. „Was waren das denn für Leute?“, fragte ihn Benno. „Sie sind die Beamten des Zauberers“, antwortete Paul, „die hat der Zauberer aus der Welt der Toten zurückgeholt. Sie sind unsterblich. Wir müssen uns beeilen, bevor die zweite Patrouille kommt.“ Viel später sahen sie einen riesengroßen Berg. Seine Spitze war so hoch, dass sie über die Wolken ragte. Er war vielleicht größer als der Mont Blanc, aber er war aus Kristall. „Ab jetzt musst du ganz allein zurecht kommen. Du musst deine Hand hier auf den Felsen drücken, und in den Berg gehen“, sagte Paul. „Ich soll ganz allein in den Berg gehen?“, wunderte sich Benno. „Gehe einfach geradeaus, und habe keine Angst.“ Benno legte also seine Hand auf den Stein, und sofort öffnete sich der Berg. Vor ihm lag ein Tunnel in Form eines Halbkreises, der so finster war, dass man nicht mehr als fünf Meter sehen konnte. „Du bist unsere letzte Chance, vergiss es nie“, sagte Paul. Der Tunnel ging hinter Benno zu. Die Kristalle brachten ihm Licht. Er lief so lange und so weit, dass er nicht mehr wusste, wie viele Stunden er schon gelaufen war, als er eine merkwürdige Kreatur traf. Die sah wie eine Schlange aus, die Beine und Arme hatte. Ihre Haut war grün und sie hatte rote Augen. Ihr Anzug sah wie ein Cape aus. Benno erschrak, als sie sprach. „Erste Frage: Was willst du?“, wetterte die Kreatur. Benno erklärte bibbernd, was er machen muss. „Du willst also den Stift holen, aber du weißt, dass wir dir weitere Fragen stellen. Das ist die nächste Frage: Wenn ich dir zwei sage, ist die Antwort vier, wenn ich dir neun sage, ist die Antwort vier. Wenn ich dir elf sage, was ist die Antwort?“ Benno überlegte. Wenn er es nicht schaffte, dann würden die Leute immer Frösche bleiben. Er überlegte noch schneller. Dann hatte er die Lösung gefunden. „Die Antwort ist drei. Zwei hat vier Buchstaben, neun hat auch vier Buchstaben. Also ist die Antwort drei,“ sagte Benno . Diese Sekunde dauerte so lang, das sie für Benno wie eine Minute war. „Du hast es geschafft“, sagte die Kreatur. “Wenn du ’Derolakite’ sagst, dann kannst du durch die Wand gehen. Alles, was du mit dem Stift schreibst, wird in Wirklichkeit passieren.“ „Aber wenn ich den Zauberer nicht wegjage, was wird dann geschehen? “, fragte Benno. „Die blauen Flecken werden langsam zum Ende des Buches kommen, und dann kann man nichts mehr machen“, antwortete die Kreatur. „Und jetzt zaubere ich dich vor das Schloss von dem Zauberer.“ Plötzlich wurde es Benno schwindelig und er stand im gleichen Moment vor einem riesigen Schloss. Er sagte den Zauberspruch, und ein Loch öffnete sich in der Mauer. Benno ging hinein. Der Saal, in dem er stand, war mächtig groß. In der Mitte von dem Raum stand eine finstere Gestalt: der Zauberer. „Ich hatte gedacht, dass ich einen Helden töten soll, nicht so einen kleinen Zwerg wie dich“, sagte der Zauberer mit seiner bösen Stimme. Benno nahm seinen Stift heraus und fing an zu schreiben. „Wieso schreibst du denn? “, fragte der Zauberer. „Nein, das ist doch nicht der Stift .... Nein, schreibe nicht weiter ...“ Es war aber zu spät für den Zauberer. Er wurde zuerst blass, dann durchsichtig, und war auf einmal nicht mehr da. Da drang lauter Jubel von draußen ins Schloss herein: Die Leute tanzten, sangen, lachten, denn sie waren tatsächlich wieder Menschen geworden. „Wie hast du das gemacht? “, fragten sie Benno. „Ich habe geschrieben, dass der Zauberer sich an seine Kindheit erinnern soll. Er hat sich so geschämt, dass er ein anderer Mensch geworden ist.“ „Und wo ist er jetzt?“, wollte jemand wissen. „Er lebt in meiner Welt und hilft allen Menschen, die seine Hilfe brauchen!“ Paul strahlte, wie wenn er eine Medaille gewonnen hätte. Er erzählte überall herum, dass es sein Freund war, der sie alle gerettet hatte. „Danke Benno! Wenn du nicht gekommen wärst, wären wir noch Frösche.“ „Ich muss wieder nach Hause gehen.“ „Musst du jetzt schon weg?“, erkundigte sich Paul. „Ja “, antwortete Benno, „aber ich komme auf jeden Fall zurück. Ich brauche nur mit dem Stift zu schreiben.“ „Versprochen, Benno?“ „Versprochen, Paul!“ Wie das erste Mal landete Benno unsanft auf dem Boden. Er war wieder in seinem Zimmer. „Tante Polly,“ rief er, „das ist das beste Tagebuch, den es gibt!“ Alex Markowicz, Maxime Bugnet sind beide 11 Jahre alt und besuchen die Cité Scolaire Internationale Europole in Frankreich.

3. Platz, Niveau C, Einzelbeitrag Martin Ladwig Die Erscheinung Als er anfing auf den blauen Flecken zu schreiben, kam ein seltsames Licht aus dem Tagebuch heraus. Aber das Licht verschwand, als die Doppelseite vollgeschrieben war. Seltsam war das schon, da das Licht normalerweise aus den Büchern nicht herausfließt, doch da schließlich nichts mehr geschah, wusste er nicht, ob er geträumt hatte oder nicht. Er wollte seine Tante rufen, doch kein Ton kam aus seinem Mund. Ein Mensch erschien vor ihm. Er war groß, hatte blonde Haare, doch er konnte sein Alter nicht einschätzen. Es sah so aus, als ob er seit der Erschaffung der Welt da sei. Als man ihn in die Augen sah, sah er uralt aus, doch er sah auch sehr jung aus. „Hallo, Benno“, sagte er zu ihm. „Ich bin Meister Abnar, ein Unsterblicher. Ich werde dich heute in meine Welt mitnehmen, damit sich die Prophezeiung verwirklicht. Du musst nur in den Energietunnel gehen. Du hast das Schicksal der Welt in deinen Händen, Benno. Bald sehen wir uns wieder.“ Und er verschwand plötzlich. Hinter ihm blieb nur der Energietunnel übrig. Benno sammelte all seinen Mut und trat hinein. Eine andere Welt In dem Tunnel wurde ihm schlecht. Zum Glück dauerte es nur ein paar Sekunden. Benno erschien in einem Schloss, wo hunderte von Menschen mit Bogen und Schwert trainierten. Ein Mann, der groß und breit aussah, kam auf ihn zu und sagte freundlich zu ihm: „Guten Tag, Benno! Wir haben schon sehr lange auf dich gewartet. Komme mit mir mit, ich werde dich zu unserem Chef Wellan führen.“ Er ließ einen ähnlichen Energietunnel erscheinen, wie Meister Abnar, und sie kamen in einer Bibliothek an. Dort fanden sie einen großen Mann, der ein riesengroßes Buch las. Der Mann, der Benno hierher gebracht hatte, verschwand. Als der Chef die Augen auf ihn richtete, sah er Strenge, Intelligenz und Strategie. Einen langen Augenblick guckte Benno in seine grauen Augen, bis er zu ihm sagte: „Bist du Benno?“ In diesen Wörtern konnte er spüren, welche Macht er über seine Männer hatte. „Ja“, antwortete er. „Und ich möchte wissen, warum ich mich hier befinde?“ Wütend antwortete er Benno: „Das wirst du schnell genug erfahren.“ Doch in diesem Moment erschien ein kleiner Junge aus Licht, der zu Wellan sagte: „Vater, du solltest ihm das lieber sagen, damit er weiß, was vor sich geht“. „Meinst du, Dylan?“, flüsterte der Chef. Niemand antwortete ihm, denn der Junge verschwand schon. „Also“, fing er an zu erzählen. „Du bist hier, um uns von der Macht, von Amecareth, zu befreien. Als damals dein Opa zu uns kam warnte er uns, doch wir hörten nicht auf ihn. Nur du hast die Macht, ihn für immer und ewig zu zerstören. Wirst du uns helfen?“„Ich will euch gerne helfen, doch ich glaube nicht, dass ich für euch irgendeine Hilfe sein kann. Ich kann nicht Bogen schießen, kann kein Schwert tragen und ich kann nicht von einer Stelle verschwinden und an einer anderen wieder auftauchen. Wie kann ich euch denn sonst helfen?“, fragte er. „Und was, wenn du bei den Göttern lernst?“, fragte ihn Wellan, der schon wusste, dass Benno akzeptieren würde. Leben bei den Göttern „Bei den Göttern?“, stotterte Benno. „Ja, bei den Göttern“, antwortete Wellan. „Du wirst der erste Mensch sein, der Parandras sehen wird, der Gott der Götter. Bist du einverstanden?“ „Ja, nur ich habe noch eine Frage. Wie lange dauert dieses Lernen?“, fragte Benno. Wellan wurde plötzlich ganz blass: „Ungefähr 20 Jahre“, brummelte er. „Aber keine Angst, die Götter werden die Zeit für dich verkürzen. Bist du bereit?“ Benno nickte. Wellan sagte dann etwas in einer unbekannten Sprache, während sein Körper Stück für Stück verschwand. Er fiel in Ohnmacht. Doch als Benno wieder erwachte, stand eine riesige Gestalt vor ihm. Bevor er was fragen konnte, schwebten Feuerbuchstaben vor seiner Nase. „Theandras“, flüsterte er. „Komm mit mir mit, Benno. Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagte sie zu ihm. Sie gab ihm ihre Hand, und plötzlich waren sie in einem ganz weißen Raum. Sie machten etwas an seinen Augen und Benno sah etwas ganz Ungewöhnliches: Er konnte jetzt sehen, dass jeder Gegenstand aus einer bestimmten Energie zusammengesetzt war. Theandras sagte zu Benno: „Versuch dir eine dieser Energien zu greifen. Nimm jetzt nur die Grünen, denn die anderen sind jetzt noch zu schwer für dich und viel zu gefährlich.“ Er nahm die Energie in beide Hände und Theandras sagte zu Benno: „Jetzt versuch die Energie auf mich zu werfen“, befahl sie ihm. Das tat Benno, doch er fragte sich, welche Konsequenzen das haben würde. Theandras hob im letzten Moment ihre Hand, und der gefährliche Strahl prahlte gegen sie. „Es ist sehr gut, was du machst“, flüsterte sie bewundernd zu ihm. „Doch versuch jetzt eine der schwarzen Energien hochzuheben.“ Im Moment, in dem Benno die schwarze Energie anfasste, wurde er ans andere Ende des Saales geschleudert. Immer wieder versuchte er es und immer wieder wurde er weggeschleudert. „Keine Angst, du wirst es schon schaffen“, sagte die Göttin zu ihm. „Doch jetzt machen wir eine andere Übung und ich denke nicht, dass du es so leicht schaffen wirst.“ Sie gab ihm wieder ihre Hand, und sie kamen in einen ganz anderen Saal an. Überall schwebte Feuer und Theandras sagte zu ihm: „Weißt du übrigens welche Göttin ich bin?“, fragte sie Benno. „Hm... Nein.“ „Ich bin die Göttin des Feuers. Ich zeige dir jetzt wie du aus der Energie, die du gerade gesehen hast, Feuer machen kannst.“ Mit einer Bewegung des Armes wurde das ganze Feuer aus Materie verwechselt und Benno konnte sehen, wie zum Beispiel ein Schreibtisch zu Feuer verwandelt wurde. Danach machte die Göttin wieder eine Bewegung mit dem Arm und das ganze Feuer flog auf Benno zu. Vor Angst konnte er sich gar nicht mehr bewegen. Doch im letzten Moment hob Benno den Arm, und das Feuer geht aus. „Ich wusste, dass du mächtig bist, doch so mächtig habe ich mir dich nicht vorgestellt. Du bist noch stärker als dein Opa!“,sagte Theandras. „Das war nur ein Test. Ich habe nicht alle meine Kraft genutzt.. Versuch jetzt das hier zu stoppen!!!!“ Sie warf das Feuer und er versuchte es anzuhalten, doch er schaffte nur, sich den ganzen Arm zu verbrennen. „Jetzt musst du sehen, wie man sich mit dem Feuer schützen kann. Du musst eine Feuermauer erscheinen lassen, die alle magische Angriffe abhält.“ So lernte Benno eine Ewigkeit, doch er schaffte es nicht. Eine andere Ewigkeit übte Benno und endlich baute sich eine zitternde Feuermauer auf. Er machte die Übung immer wieder, bis die Feuermauer alle Angriffe von Theandras anhielt. „Ich bin sehr stolz auf dich, Benno. Du hast großen Mut und du darfst sie auf keinen Fall verlieren, denn du bist der Träger des Lichtes.“ „Ja, dazu habe ich aber noch eine Frage?“, fragte Benno. „Warum können Sie denn nicht den Zauberer Amecareth töten?“ „Weil mein Bruder Parandras den Göttern verboten hat, sich von seiner Insel zu ernähren. Und um sicher zu sein, dass jeder gehorcht, hat er einen magischen Schutz um die Insel gelegt. So, jetzt bringe ich dir bei, wie du dich von einer Stelle bis zur anderen materialisieren kannst. Du musst dir in deinem Kopf genau die Stelle vorstellen, wo du hin willst. Versuch es. „So übte der Junge eine Zeit lang, bis Benno er es endlich schaffte. Danach brachte ihm Theandras bei, wie er mit Schwert, Bogen und anderen Kampfarten, die Benno gar nicht kannte, kämpfen konnte. Als er alles beherrschte, sagte Theandras zu ihm: „Wie lange glaubst du, dass du hier bist?“„Eine Woche?“, fragte Benno. „Du wirst staunen, wenn ich dir die Wahrheit sage: Du bist seit 50 Jahren hier.“ „Was? Seit 50 Jahren? Das kann doch gar nicht wahr sein!“ „Doch und wir werden uns jetzt verabschieden. Du warst ein wunderbarer Schüler. Doch bloß keine Angst, in deinen Träumen werden wir uns wiedersehen und wenn ich dir helfen kann, wird ich es mir Freude machen. Bis bald, Benno.“ Benno fiel wieder in Ohnmacht und als er wieder erwachte war er wieder im Schloss. Benno ging in den Flur und dort sah er, dass das ganze Schloss sich für den Kampf vorbereitete. Er sah Wellan, der seine Kämpfer in verschiedenen Gruppen verteilte. Als er Benno sah sagte er zu ihm: „Benno, wir werden versuchen, den Feind außerhalb des Schlosses zu bringen. Du wirst den magischen Täter finden und nur gegen ihn kämpfen. Wir werden dich schützen. Doch wenn wir es nicht schaffen, sollst du dich so weit wie möglich materialisieren. Du bist unsere einzige Chance. Du wirst es schaffen. Mach’s gut!“ Danach ging er wieder zu seinen Männern. Wir sahen alle eine gigantische Armee, die auf uns zulief. Sie waren Tausende, doch Wellan’s Armee bestand nur aus 200 Personen. Hatten wir irgendeine Chance gegen den Feind? „Ja“, sagte jemand an Benno’s Seite. Meister Abnar stand neben Benno, und sah sich die gegnerische Armee an. „Und weißt du warum? Weil wir eine gut eingespielte Armee sind.“ Plötzlich schrie Wellan: „Los geht’s!!“ Alle Ritter gingen los, doch Benno blieb mit Meister Abnar im Rückhalt. „Wir werden zusammen gegen den Magier kämpfen.“ Doch in dem Moment, wo wir uns auf den Magier zuliefen, kamen aus dem Boden tausende von Insekten. „Nur der Magier“, erinnerte Abnar. „Er ist noch gefährlicher als seine ganze Armee“. „Super“, meinte Benno. Und sie liefen auf ihn zu. Aber als er uns sah, hob er seine Hände, und eine Energiemauer baute sich um sie auf .Benno guckte hinter uns. Er sah einen Mann, der ein Schwert ins Herz bekam, eine Frau verlor einen Arm. Plötzlich hob er die Hände, und ein Streifen Feuer kam raus. Er ging auf den Magier zu und fing an seine Energiemauer abzuknabbern. Als er seine Aufgabe fertig hatte, löste sich das Feuer in Luft auf. Dann warf Meister Abnar kleine Kugeln, die wahrscheinlich dem Feind weh taten, denn er schrie. Ganz plötzlich kamen Schwerter aus der Luft, und wenn Benno nicht schnell eine Feuermauer aufgebaut hätte, wäre wahrscheinlich Meister Abnar nicht mehr bei ihm. Er ist doch unsterblich, erinnerte sich plötzlich Benno. Dann kam eine Feuerkugel aus der Luft und ging auf den Magier zu. „Er ist gestorben“, sagte Abnar nur. Und er verschwand. Benno wollte den Rittern helfen. Er zauberte sich einen Bogen und fing an, die Insekten abzuschießen. Doch als er genauer auf den Kampf sah, konnte er erkennen, dass die Ritter irgendwie auch noch magische Kräfte hatten. Und seit vorhin hörte er Stimmen in seinem Kopf, wie zum Beispiel „Helft mir“ oder noch „Ja, ich habe den gekriegt“. Plötzlich verstand Benno: Telepathie! Doch das war nicht alles: Als ein Ritter verletzt war, konnten die anderen Ritter ein bisschen von ihrer Energie abgeben, damit er wieder gesund wurde. Er zielte mit seinem Bogen, doch niemals traf irgendein Pfeil ein Insekt. „Theandras“, bat Benno. Eine Stimme klang in seinem Kopf: „Du sollst ein bisschen Feuer ans Ende deiner Pfeile tun, sonst wirst du nie einen so töten können. Viel Glück!“ Doch als Benno wieder die Augen hoch hob, liefen alle Insekten weg, denn sie wussten, dass sie überhaupt keine Chance mehr hatten. Wellan kam humpelnd zu ihm. Er war am Bein schwer verletzt und sagte nur: „Danke, Benno“, und fiel in Ohnmacht. „Hilfe“! , rief Benno so laut wie möglich. Sofort kamen mehrere Ritter zu ihm und sagten: „Es ist nicht schlimm, das können wir schnell heilen“. Und Wellan kam wieder zu sich. „Benno, du sollst jetzt schnell wieder nach Hause! Doch damit du uns noch besuchen kannst, werde ich dir das geben.“ Er nahm einen kleinen Blitz aus seiner Tasche, und sagte etwas in einer unbekannten Sprache. Der Blitz blitzte, und kam in Bennos Hand rein. „Du brauchst dir nur das Schloss vorzustellen und schon bist du hier. Doch versuch es nicht jedem zu zeigen, denn ich denke mir, dass es in deiner Welt nicht gewöhnlich ist, einen Blitz in der Hand zu haben. Du hast uns gerettet, Benno. Ich bin dir dafür immer dankbar.“ Und er verschwand. Benno verschwand gleich danach auch. Wieder zu Hause Benno stand auf und war wieder in seinem Zimmer. Er ging nach unten und sah Tante Polly in Tränen aufgelöst. „Warum weinst du, Tante Polly?“, fragte er. „Wer sind Sie denn?“, fragte sie mich. „Benno, warum?“, erwiderte er. „Erkennst du mich denn nicht!?“„Sie sind bestimmt nicht mein kleiner Benno, er war 12 Jahre alt, und Sie sind mindestens 30 Jahre alt! Und wie sind Sie denn in mein Haus reingekommen? RAUS HIER!!!!“ Und plötzlich verstand er! Theandras hatte die Zeit für ihn gestoppt, doch er war älter geworden, nur die Zeit ist nicht vergangen. Und da er Tante Polly nicht alles erzählen konnte, entschied er etwas ganz anderes. Was sein Leben für immer verändern würde. Er ging wieder in die andere Welt zurück. Für immer. Ein ganz anderes Leben Sofort, als er wieder zurückkam, sah er die Ritter, die mit ihren Händen die Körper verbrannten. Er sah Wellan und kam ihm entgegen. Bevor er irgendwas sagen konnte, sagte er zu ihm: „Na, schon wieder hierher gekommen?“„Ja. Ich werde jetzt in eurer Welt leben. Ich habe nämlich Probleme in meiner.“ Und so verbrachte Benno sein ganzes Leben in dieser anderen Welt vor... 30 Jahren noch unbekannt!!!! Martin Ladwig ist 12 Jahre alt und besucht die Cité Scolaire Internationale Europole in Frankreich.

3. Platz, Niveau C, Teambeitrag Johann Bonneau und Ferdinand Ludwig Als Benno abends zu den blauen Flecken kam, wurde ihm schwindelig. Er wurde immer schwächer und schwächer. Er biss sich in die Finger, um nicht einzuschlafen. Nach einer Weile fiel er um und wurde ohnmächtig. Als er aufwachte befand er sich nicht mehr in seinem Zimmer. Er dachte, dass er träumen würde und er biss sich wieder in die Finger, aber es war kein Traum. Da wusste er, dass er in einer anderen Welt war. In dieser Welt war es überall blau. Die Bäume, die Häuser und der Himmel waren ebenfalls blau. „Ist da Jemand?“, fragte Benno verzweifelt. Nach einer Weile rannten blaue Menschen weg. Nur ein ganz kleiner Junge blieb stehen. Er war sehr ängstlich und er traute sich nicht zu Benno zu gehen. Benno fragte: „ Wo bin ich hier?“ „D-d-du b-b-bist i-i-im b-b- Blau- land“, stotterte der Junge. „Wieso stotterst du?“, fragte Benno. Der Junge antwortete nicht und rannte zu den anderen. Nach einer Weile kam ein alter Mann zu Benno. Er fragte: „Wo kommst du her?“ Benno wartete und antwortete: „Ich komme aus der Menschenwelt. Aber wie komme ich hierher?“ „Es ist vor langer Zeit schon einmal passiert; ein alter Mensch war auch schon in dieser Welt. Er wurde leider todkrank und ging zurück in eure Welt.“ Benno dachte sehr lange nach, aber da unterbrach ihn der alte Mann. „Komm mit, wir gehen essen“ sagte der Alte lächelnd. Zum Essen gab es blaue Pommes, blaue Schnecken und blauer Ketchup; zu Trinken gab es Blaubeersaft. Während sie aßen, erzählte einer von einem alten Krieg gegen einen schwarzen Mann. Benno fragte: „Wer war dieser schwarze Mann?“ „Wir reden nicht darüber, das waren schlechte Zeiten. Gehen wir lieber angeln“, sagte ein Mann. „Gern!“, antwortete Benno erfreut. Aber Benno wollte die ganze Geschichte hören. Am Abend ging er in ein Haus um zu schlafen. Benno ging ins Bett und da hörte er den alten Mann reden. Er flüsterte: „Ich befürchte, dass der schwarze Mann heute Nacht ...“ „AAAAAlllaaaaarrrrmmmm , aaaallllaaaarrrrmmmmm , die Prinzessin wurde vom schwarzen Mann entführt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“ Benno sprang aus dem Bett und er rannte nach unten. „Ich will sofort in meine Welt zurück“, forderte Benno. „Du kannst nur in deine Welt zurück gehen, wenn du das Blut vom schwarzen Mann getrunken hast!“, sagte einer. „Aber wieso willst du denn zurück?“, fragte ein anderer Mann. „Ich habe Angst!“, schrie Benno. „Dann töte den schwarzen Mann und trinke sein Blut!“, schrie der alte Mann. „Aber ich bin kein Krimineller, ich töte keine Leute“, antwortete Benno. „Dann musst du einer werden. Und jetzt gehen wir kämpfen. AAAAAAnnnnnggggrrrriiiifffff!!!!!!!!!!!!!“ , schrie der alte Mann. Sie ritten los und sie ritten sehr lange. Die Kämpfer, die schon vorgeritten waren kamen zurück und sagten: „Wir sind ihm gefolgt und er ist in eine gewaltige Höhle gegangen. Um in diese Höhle zu gelangen muss man ein Rätsel lösen. Ich habe es mir aufgeschrieben: Es sind Zwillinge, sie sind zerbrechlich und können die Welt verschwinden lassen. Wir haben nur 20 Sekunden um das Rätsel zu lösen.“ „Gut gemacht“ ,antwortete der alte Mann. „Wie heißt der andere Mann, der auch in diese Welt gekommen ist?“, fragte Benno. „Er heißt Azerty“, antworteten alle im Chor!!!!!! „ Er wurde schwer krank und wir gaben ihm Blut vom schwarzen Mann und er ging in eure Welt zurück. „Morgen früh gehen wir kämpfen um die Prinzessin zu befreien“ Die ganze Nacht versuchten alle Einwohner das Rätsel zu lösen. Benno ging ins Bett , machte die Augen zu und ... Da sprang er aus dem Bett und ging zu den anderen. „ Wie kommst du auf Augenlieder???“ , fragten alle. „ Die Augenlieder sind Zwillinge, sie sind auch zerbrechlich und wenn man sie zumacht verschwindet die Welt!!!“, erklärte Benno. „ Ich glaube der Junge hat recht. Morgen früh locken wir die Kämpfer weit weg von der Höhle und du Benno, du schleichst dich in die Höhle und sagst laut „Augenlieder“ vor der Tür? Dann gehst du rein und befreist meine Tochter und du musst den schwarzen Mann umbringen. Nimm danach sein Blut und geh zurück in deine Welt!!!“ ,,Ich habe es euch schon gesagt : ICH BIN KEIN MÖRDER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“, schrie Benno so laut er konnte. ,,DANN MUSS DU EINER WERDEN!!!!!!!!!“schrie der alte Mann noch lauter. Benno ging wütend ins Bett. Die ganze Nacht dachte er nach, ob er seine Mutter wiedersehen würde. Früh am Morgen ging Benno ein Schwert holen und ging zu den anderen . ,,Ich bin bereit den schwarzen Mann zu töten“, sagte Benno. Die Truppen gingen zur Höhle rüber und warteten. Nach zehn Minuten kamen 100 Kämpfer aus der Höhle raus. Benno ging in die Höhle. Vor ihm stand eine eiserne Tür. Eine Stimme sprach zu ihm: „Es sind Zwillinge, sie sind zerbrechlich und können die Welt verschwinden lassen. Sie haben 20 Sekunden um die Verse zu lösen.“ Benno sagte laut: „Augenlieder.“ Die unbekannte Stimme antwortete: „Das ist die richtige Antwort!“ Benno ging leise in die Höhle . Er hörte Hilferufe, er ging weiter und da sah er zwei Wachen. Er hob sein Schwert und tötet die Wachen. Er sah die Prinzessin, aber hinter Gittern. Er holte die Schlüssel, die in der Tasche der Wachen waren. Er war gerade dabei das Schloss aufzumachen, als Benno den schwarzen Mann bemerkte . Der Mann sagte: „Auf frischer Tat ertappt. Danke für den Hinweis Qwerty. „ Qwerty war der kleine Junge, der stotterte. Er ist nicht der Einzige, der dich verraten hat: alle blaue Menschen waren von Anfang an auf unserer Seite“, sagte der schwarze Mann. „Und die Prinzessin?“ , fragte Benno. „Sie ist aus eurer Welt“, antwortete Qwerty. „Und warum ist sie blau ?“ , fragte Benno wieder. „Sie ist nur blau geschminkt!“, antwortete Qwerty!!!!!!! „Ich bin es, Lisa!!!!! Ich war zu dir gekommen. Deine Mutter sagte mir, dass du in deinem Zimmer seiest und da warst du nicht. Ich sah die blauen Flecken und ich wurde ohnmächtig und ich landete im Käfig.“ „Sie haben gelogen, als sie sagten die Prinzessin sei entführt worden,“ sagte Qwerty „denn es gab keine Prinzessin.“ Benno hob sein Schwert und sagte : „Wenn man mich gefangen hat, dann wehre ich mich!!!!!“ Er ging auf den schwarzen Mann zu. Der Mann hob auch sein Schwert und wehrte sich . Benno war so wütend, dass er den Mann auf den Boden warf . „DAS IST DEIN ENDE!!!!!!!!!!!!!!!!!“, schrie Benno! Und er tötete den schwarzen Mann!!! Benno befreite Lisa und er forderte sie auf: „Trink von seinem Blut!“ Benno und Lisa tranken von seinem Blut. Endlich wieder zu Hause angekommen, ging Lisa auf Benno zu und ... (Ich will euch nicht langweilen aber ich sage es euch) und.... KÜSSTE BENNO!!!!!!! Johann Bonneau und Ferdinand Ludwig sind beide 11 Jahre alt und besuchen die Cité Scolaire Internationale Europole in Frankreich.

3. Platz, Niveau C, Teambeitrag Enzo Hehn, Clément Stamboulian, Ludwig Kraink-Saul Jetzt war es Abend. Benno wollte in das alte Tagebuch schreiben. Er merkte, dass in der Mitte sechsfleckige Seiten und siebenfleckige Seiten waren. Er fragte sich was jetzt passieren würde und fing an, auf die erste sechsfleckige Seite zu schreiben. Nichts geschah! Aber am nächsten Tag verbrachte er einen miesen Tag. Die Englischlehrerin gab ihm eine Strafarbeit, und als er zurück nach Hause kam, waren seine Eltern ganz schlecht gelaunt. Am Abend fühlte er sich sehr schlapp und wollte sich entspannen indem er in sein Tagebuch schreibt. Da bemerkte er, dass auf der folgenden siebenfleckigen Seite in einer ganz schönen alten Schrift geschrieben war, dass er zunächst die sechsfleckigen Seiten fertig schreiben muss. Und, dass er auch weitere Misttage verbringen muss. Eigentlich hatte er keine Lust auf weitere miese Tage. Trotzdem nahm er den Stift und schrieb in sein Tagebuch, und er verbrachte die miesen Tage und kriegte die sechsfleckigen Seiten fertig, und am Abend wo er die letzte Seite fertig hatte, kam der alte Mann ganz plötzlich in Gespenstform aus der Seite raus und sagte: „Du hast deine sechsfleckigen Seiten fertig geschrieben, also musst du eine Mission erfüllen. Du hast schon den ersten Teil der Mission geschafft, weil du die sechs miesen Tage verbracht hast. Aber jetzt musst du in die Vergangenheit gehen, um das Tagebuch wieder dem Besitzer zu geben. Wenn du einen blauen Fleck berührst, dann kommst du in die Vergangenheit.“ Benno wollte was sagen aber der alte Mann verschwand. Benno wusste nicht, was er machen sollte. Aber er berührte trotzdem einen der blauen Flecken und ganz plötzlich war es ihm ganz schwindelig und er wurde ohnmächtig. Als er wieder aufwachte, lag er auf einer Straße wo viele Menschen herumliefen. Es war furchtbar warm und die Sonne schien, das fand er komisch, weil es in Deutschland im Moment schneite. Er stand auf und fragte die Menschen wo er war. Aber die Menschen verstanden ihn nicht, und gaben ihm keine Antwort. Dann lief er weiter und sah eine Pyramide die gebaut wurde. Er konnte es nicht fassen, er war in Ägypten. Aber eins fragte er sich: wie war er denn hierhin gekommen? Dann erinnerte er sich an sein Tagebuch und dass er in Deutschland war bevor er ohnmächtig wurde. Ein alter Mann kam und sagte: Aber Benno verstand nichts: „Was? Ich habe nicht verstanden!“ „Du sprichst Deutsch?“, wunderte sich der alte Mann. „Ja klar, ich komme aus Deutschland.“ „Ich bin der einzige in Kairo, der Deutsch spricht, wenn du willst, kannst du heute Nacht bei mir schlafen.“ Benno konnte es nicht fassen, er war in Kairo, in der Zeit der Hieroglyphen. Der alte Mann spazierte mit ihm durch Kairo, und als es Nacht wurde, gingen sie zu dem alten Mann nach Hause. Dort sah er ganz viele Tontafeln und Papyrusblätter mit Hieroglyphen beschrieben. Voller Bewunderung fragte er den alten Mann: „Woher haben Sie diese ganzen Hieroglyphen?“ „Ich war damals Schreiber des Pharaos“, antwortete der alte Mann. „Ich hatte ein Buch, in das ich immer meine Tage aufgeschrieben habe, ich habe es Tagebuch genannt. Ich wollte es meinem Pharao zeigen, aber als er es gesehen hat, hat er alles verwischt und Flecken drauf getan. Ich war auf ihn so wütend, dass ich mehrere Götter gebeten habe, dass dieses Tagebuch viele Jahrhunderte überlebt. Dann habe ich es jemandem gegeben, und hoffentlich passt er gut drauf auf. Aber jetzt will ich wissen, wie du von Deutschland bis hier her gekommen bist!“ Und Benno erzählte seine ganze Geschichte von Anfang an. Als er fertig war, staunte der alte Mann zufrieden: „Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Tagebuch so lange hält! Und übrigens, was hast du denn in deinem Rucksack?“ „Mein Rucksack? Diesen Rucksack hatte ich gar nicht bemerkt!!!“ Sofort öffnete Benno seinen Rucksack, und was sah er? Das Tagebuch! Vorsichtig holte Benno es heraus und zeigte es dem alten Mann. Und der alte Mann konnte es nicht fassen: „Jetzt werden wir uns an dem Pharao rächen, ich habe auch schon eine Idee.“ Am nächsten Morgen, als Benno aufwachte, zog sich der alte Mann schon an. Er war ganz aufgeregt, denn endlich war der Moment gekommen, auf den er so lange gewartet hatte. Sie gingen zum großen Platz vor dem Palast des Königs, und der alte Mann stellte sich auf einen Stein und redete zu den Einwohnern: „Wir leben schon seit 50 Jahren in einer miesen Stadt, seit der Pharao hier regiert. Wir können nicht so weiter leben, wir müssen uns rächen!“ Die Menschen kamen einer nach dem anderen und interessierten sich so langsam für die Rede. Alle Einwohner waren gleicher Meinung und sie schrien alle: „Der Pharao muss für seine miesen Taten bezahlen! Wir werden uns rächen! Der Pharao muss sterben, wir werden ihn umbringen!“ Der alte Mann und die Einwohner bestimmten ein Datum für ihre Aktion: am nächsten Morgen. Der alte Mann, Benno und alle Einwohner gingen an diesem Tag früh schlafen, denn sie mussten sich auf einen harten Kampf vorbereiten. Früh am Morgen weckte der alte Mann Benno auf, und sie gingen raus, wo alle Einwohner schon versammelt waren und auf die beiden warteten. Alle rannten aufgeregt zum Palast. Die Wächter schliefen noch fest. So rannten sie durch das Tor, gelangten in den Palast und manche zerstörten sogar wertvolle Schätze im Palast. Als die Wächter aufwachten, waren überall so viele Einwohner, dass sie gar nichts machen konnten. Während dieser Zeit gingen der alte Mann und Benno zum Pharao. Der alte Mann erklärte dem Pharao was er ihm angetan hat: „Du hast mein wertvolles Tagebuch zerstört, alle Hieroglyphen sind verwischt und es sind nur noch große blaue Flecken auf den mittleren Seiten geblieben.“ Aber dem Pharao war es völlig egal. „Ein Tagebuch! Dass ich nicht lache, sei froh, dass ich dich nicht wegwische!“ Aber dann kamen die ganzen Einwohner von Kairo, sie packten ihn und brachten ihn ins Gefängnis. Jetzt mussten die Einwohner einen neuen Pharao wählen und alle hatten an den alten Mann gedacht. „Willst du unser neuer Pharao sein, ein Pharao der gerecht ist und den Menschen hilft?“ Am Abend als Benno im Bett lag, kam ganz plötzlich in Gespenstform der alte Mann, und erklärte ihm: „Du hast deine Mission erfüllt, ich kann leider nur danke sagen. Mehr kann ich für dich nicht tun. Jetzt wirst du wieder in deiner Zeit in Deutschland ankommen, sofort wenn du einschläfst“. Benno war eigentlich ganz froh wieder zu sich nach Hause kommen zu können, nach diesem spannenden Abenteuer. Am nächsten Morgen war Benno tatsächlich in seinem Bett, wie schön! 

3. Platz, Niveau C, Teambeitrag Céléstine Cherrier-Montrichard, Sarah Fiard, Manon Hennuy und Carmen Schober „Bis jetzt habe ich nur meine Gefühle aufgeschrieben“, dachte Benno, „aber heute Abend habe ich etwas anderes auf dem Herzen: Ich werde meine Gedanken aufschreiben.“ Seine Mutter kam in sein Zimmer herein: „Kommst du mit, vielleicht läuft was im Fernsehen!“, meinte sie. Benno ging mit ihr nach unten. Im Fernsehen lief ein neuer Film, Atlantis, und Benno fand den Film überwältigend. Dann wollte er in sein Tagebuch schreiben, aber ihm fiel nichts ein: „Ich möchte so gerne nach Atlantis fahren, aber es ist leider unmöglich!“, sagte Benno laut zu sich. Nach diesen Worten sah Benno plötzlich einen Fleck, der zu einem Wirbel wurde, er fühlte sich angezogen und hypnotisiert. Er wollte den Fleck anfassen und POOF!!! befand er sich in einem ganz weißen Raum. Und da erschien ein Mann und fing an zu reden: „Hallo ich bin der weiße Mann, endlich hast du die Macht der blauen Flecken entdeckt. Jetzt kann ich dir sagen, was du machen musst, um die anderen zu befreien.“ „Wer sind die anderen?“, fragte Benno ganz ängstlich. „Die Menschen, die Laïla befreien wollten!“ „Wer ist Laïla, und wo sind diese Menschen?“, wollte Benno wissen. „Die Menschen sind in deinem Tagebuch gefangen. Und Laïla musst du befreien, sonst wirst du wie die anderen zu einem blauen Fleck! Ich komme bald wieder, um dir die erste Mission zu erteilen!“ Nach diesen Worten verschwand der weiße Mann und Benno rief ihm nach: „Nein, kommen Sie zurück!“ Aber es half nichts, der weiße Mann blieb weg. Benno war verzweifelt, er wollte doch kein blauer Fleck werden ... er legte sich hin und schlief ein. Als er aufwachte, sah er eine komische Welt: jedenfalls war sie ganz anders als alles, was er bis jetzt gesehen hatte. Er stand auf und ging eine Straße entlang, da begegnete ihm eine Frau, die wie Tante Polly aussah. Er rannte zu ihr: „Tante Polly warum bin ich hier? Es ist so seltsam hier!“, sagte Benno. „Ich bin nicht Tante Polly, ich bin die Großmutter des Großvaters von Hülrich dem Zweitem, und wir sind hier in Atlantis!“ „Was für ein Zufall, da wollte ich doch hin! Aber jetzt habe ich ein anderes Problem!“, meinte Benno. „Sag schon, was für ein Problem?“ „Gestern Abend ist mir etwas Merkwürdiges passiert, ein weißer Mann hat mir eine Mission gegeben“, erklärte Benno. „Was für eine Mission?“ „Ich muss Laïla befreien, aber ich weiß ja gar nicht wer Laïla ist. Was sagen Sie dazu?“ „Ich sage dir nur, dass du deinem Herzen folgen musst, und wenn du ein Problem hast, dann kommst du zu mir nach Hause. Übrigens ich heiße Mimosa!“. Nach diesen Worten verschwand die Frau. Benno hatte die Nase voll, dass alle Menschen sich aus dem Staub machen, ohne sich richtig zu verabschieden. Aber Benno musste weiter machen, wenn er nicht zu einem Fleck werden wollte. Er war aber so müde, dass er sich hinlegte und sofort einschlief... Erste Mission: „Hallo Benno! Jetzt gebe ich dir deine erste Mission. Du musst zehn goldene Früchte holen!“, erklärte der weiße Mann. „Warum zehn goldene Früchte?“, erkundigte sich Benno. „Tja, um den bösen goldenen Hund zu füttern. Aber du brauchst dafür nur neun Früchte und eine musst du behalten“, antwortete der weiße Mann. „Er ist riesig groß, er hat den Körper eines Hundes und des Kopf einer
Fliege!“ 
„Nein, ich will nicht hingehen!!! “, schrie Benno. 
„Willst du Laïla befreien, oder ein Fleck werden?“
 „Laïla befreien...“, stöhnte Benno. 
„Also los! Tschüss!“, POOF!!
Benno lief auf der Straße weiter und entdeckte einen Garten mit...GOLDENEN FRÜCHTEN! „JUCHU!!“, jubelte Benno, „da sind ja die Früchte!“
Und plötzlich hörte er Stimmen: 
 „Wir sind die goldenen Früchte, du brauchst viel Kraft und Mut, um uns zu
pflücken!“
 „Das werden wir ja sehen!“, erwiderte Benno mutig.
Er rannte zu dem Baum und hüpfte und hüpfte aber es half nichts. Der Baum
begann zu reden:
„Was willst du hier?“
 „Ich brauche die goldenen Früchte um Laïla zu befreien.“
 „Okay, du hast Glück. Ich helfe dir.“
Der Baum neigte sich zu Benno. Benno nahm die Früchte und drehte sich um. Vor
ihm stand Bzua, der Fliegen-Hund.
 „Gib mir neun Früchte!“, forderte Bzua. 
 „Kein Problem! Hier, großer Bzua!“
 „Danke!!“
(mmmh glups mmh glups ....)
Benno ging erleichtert und erschöpft zu Mimosa:
 „Hallo, Mimosa! Ich habe die zehn goldenen Früchte gepflückt und neun davon dem Fliegenhund Bzua gegeben, jetzt bin ich hundemüde, darf ich bei dir übernachten?“
 „Natürlich!“, antwortete Mimosa. „Dein Bett ist hier. Gute Nacht!“ 



 Zweite Mission: „Gut, du hast diese Mission erfolgreich beendet!“, sagte der weiße Mann, aber du musst
noch zwei weitere Missionen durchführen, bis du Laïla befreien kannst.“
 „Ach, immer diese Laïla“, maulte Benno verärgert, „Laïla, die kenne ich
doch gar nicht!“ „Benno! Diese Laïla wird dir helfen nach Hause zu kommen. Du hast keine
andere Wahl, du musst die zweite Mission erledigen!!!“, ermahnte ihn der weiße
Mann und verschwand. Benno fand aber ein Stück Papier auf dem ein
komischer Satz geschrieben war: „Der Schlüssel ist in Lokinas Bauch.“
 Benno, der gar nichts verstanden hatte, ging zu Mimosa um Sie über diesen
komischen Satz zu befragen. Mimosa lud ihn ein
und gab ihm ein leckeres Stück Kuchen.
 „Du hast aber einen großen Hunger, mein Kind...“, sagte Mimosa lächelnd. „Ich werde
dir helfen: in Atlantis gibt es eine Legende, die sagt, dass unter dem
Wasser ein Drache lebt. Gib ihm die Frucht, die du in der ersten Mission
bekommen hast. Dann wird er ein Ei legen. Du musst dieses Ei nehmen, und
die Mission ist beendet.“ „Benno rannte zum See und ließ die zehnte Frucht
ins Wasser fallen, aber es passierte gar nichts. Was sollte er jetzt machen? Hatte Mimosa sich getäuscht? Benno fühlte sich hilflos und fing schließlich an zu weinen und hörte
gar nicht mehr auf, bis er ein Geräusch hörte. Ein Ei ist an die Wasseroberfläche
gestiegen. Benno nahm es schnell und lief zu Mimosa. Aber niemand war da! 
 „Mimosa? Mimosa!“, schrie Benno. Benno war also schon wieder ganz allein und verzweifelt, er nahm eine Handtasche und legte das Ei rein, auch was zu essen, was zu trinken und wartete ab. Er wusste ja, dass er noch eine weitere Mission zu erfüllen hatte. Er wollte endlich mit dieser magischen Welt fertig sein. Dritte Mission: „Ich habe deine dritte Mission in diese Flasche geschrieben, aber sie ist ganz unten drin. Du musst Wasser haben, weil mein Papier schwimmt“, erklärte der weiße Mann. „Aber wo ist das Wasser?“, wollte Benno wissen. „Das ist dein Problem.“ Benno suchte nach Wasser, aber es war keines da. Und da bekam er eine Idee. Er spuckte einfach in die Flasche. Er hatte zwar sehr Durst, aber er spuckte trotzdem weiter. „Ich habe es!“, rief Benno. „Auf dem Papier steht folgendes: Du ... Kranieren ... befreien ... Kranieren ... ist ... Tier ... sehr groß ... lebt ... bei ... Hexen ... jetzt ... du ... essen ... geben ... bei dir ... behalten.“ Benno las und las den Text, bis er ihn im Kopf hatte. Dann faltete er das Dokument und steckte es in seine Hosentasche. „Ich muss fragen, wo die Hexen leben. Aber die Menschen hier wissen es vielleicht nicht, ich frag mal besser Mimosa, sie weiß ja so viel“, dachte Benno bei sich. Benno ging also zu Mimosa zurück, aber Mimosa war immer noch nicht da. Benno fing an zu schreien: „Hilfe, wo sind diese blöden Hexen?“ Da hörte er eine Stimme, die von nirgendwo kam: „Schau den größten Baum im Park an, schau ihn sehr lange an!“ „Aber welcher Park?“, fragte Benno ängstlich. „Im Süden!“ Benno rannte und rannte und kam tatsächlich an einem Park an, da stand ein riesiger Baum. Benno schaute den Baum so lange an, bis der Baum ein Loch kriegte, er sprang rein und fiel, eine Minute, zwei Minuten, drei Minuten, fünf Minuten, zehn Minuten – Benno fragte sich ob er nun tot war – und da machte es POOF!!! War er auf dreihundert Federn gefallen? Er war glücklich, dass er so sanft gelandet war. Neben Benno befand sich eine Tür, er öffnete sie ... Hinter dieser Tür lauerten sechs Hexen und ein Tier, ein sehr großes Tier und Benno hatte Angst. „Ist das eine Kraniere, dieses Tier?“ „Ja!“, antworte eine Hexe, „aber die gehört uns, wenn du eine Kraniere willst, dann musst du die Augen von Fröschen, von Raupen und von toten Menschen essen!“ Benno ekelte sich, er fand die Idee widerlich, aber wenn er es sich genau überlegte, dann wollte er doch kein blauer Fleck werden, also stimmte er zu. Die Hexe reichte Benno die Augen. Wie sahen die eklig aus, und sie waren wirklich eklig. Benno nahm seinen ganzen Mut zusammen und aß ein Auge, er wollte schreien! Er aß ein zweites Auge, er wollte weinen! Er aß ein drittes Auge, er wollte wegrennen und er wurde ganz rot. Er aß ein viertes Auge, er wollte alles ausspeien. Er aß ein fünftes Auge, er fühlte sich nicht so gut, er wurde lila. „Hier die Kraniere!“, meinte da eine Hexe. „Danke!“, erwiderte Benno verblüfft, und er fasste das Tier an seiner Mähne und rannte mit der Kraniere schnell weg. Am nächsten Tag kam der weiße Mann zurück. „So, jetzt hast du deine Missionen erfüllt, nun kannst du Laïla befreien. Sie ist auf dem Turm, und um sie zu befreien brauchst du einen runden, zerbrechlichen Schlüssel, den du ja schon hast.“ „Ja! Mein Ei natürlich!“ Er kletterte bis zur Spitze des Turms und da wartete eine Frau auf ihn. „Hey! Du da, heißt du Laïla?“, fragte Benno. „Ja, hilf mir, bitte, hast du den Schlüssel?“ „Ja, aber wo soll ich ihn reinstecken?“ „Hier, mach schnell, ich will hier raus!“ „Gut!“ Benno steckte das Ei in eine Öffnung und die Tür ging auf. „Endlich ich bin frei, vielen, vielen Dank!“ Kaum war Laïla draußen, sah Benno einen neuen Wirbel. „Ich glaube wir müssen da rein, dieser Wirbel bringt uns wieder nach Hause!“ „Gut, ich bin bereit.“ Die beiden Kinder gingen direkt in den Wirbel. ... und befanden sich im Zimmer von Benno. Laïla war glücklich. Jetzt wollte sie bloß noch wissen wie Benno es geschafft hat, sie zu befreien. „Pff! Das war eigentlich ganz einfach“, meinte Benno schelmisch... und Benno erzählte alles. Als er mit seiner Geschichte fertig war, fragte er Laïla, warum sie gefangen wurde, und Laïla erzählte: „Meine Tante hatte mir ein Tagebuch geschenkt. Ohne Absicht habe ich einen Fleck in die Mitte des Buches gemacht. Und dann war alles ganz komisch und alles ging schnell, Räuber haben mich entführt und in den Turm gesperrt, und da war ich im Gefängnis bis du kamst.“ Sie redeten noch lange miteinander, dann musste Laila gehen. Benno räumte das Tagebuch weg, seine Mutter kam rauf und fragte: „Wer war das?“ „Ach nur eine Freundin.“ Céléstine Cherrier-Montrichard, Sarah Fiard, Manon Hennuy und Carmen Schober sind alle 11 Jahre alt und besuchen die Cité Scolaire Internationale Europole in Frankreich. 

1. Platz, Niveau C, Teambeitrag Clara Bruno und Katharina Høghøj Benno war richtig aufgeregt. Er konnte am Abendessen vor Aufregung kaum etwas essen. „Sag mal’’, fragte sein Vater, „was ist denn nur mit dir los heute Abend?’’ Benno antwortete nicht, aß seine Wurstschnitte fertig und lief schnell in sein Zimmer. Er setzte sich an seinen Schreibtisch und öffnete sein Tagebuch. Endlich würde er entdecken, welche Macht die blauen Flecken hatten. Er fing an zu schreiben. Alles was er am Tag gemacht hatte, was Tante Polly ihm erzählt hatte; alles und noch viel mehr erzählte er in seinem Tagebuch. Benno sah die blauen Flecken voller Hoffnung an, aber nichts passierte. „Vielleicht hat sich Tante Polly das Ganze einfach ausgedacht...’’, sprach der Junge zu sich selbst. Traurig und enttäuscht ging er schlafen. Um Mitternacht hörte er ein komisches Geräusch. Benno knipste das Licht an. Das Geräusch kam aus seinem Tagebuch. Er stand auf und öffnete es. Und da sah er eine weiße Schrift auf den blauen Flecken. „Dreh dich um!’’, war geschrieben. Langsam drehte er sich um und er musste fast schreien, doch er hielt sich zurück. Auf dem Boden in seinem Zimmer stand ein kleiner Zwerg. Seine Haut war bläulich grün, seine Haare waren lila, und seine Ohren waren ziemlich lang. Er war etwa so groß wie Bennos Hand und hüpfte auf seinen Schoß. ,,Hallo“, sagte der Zwerg , „ich heiße Pretwett und komme aus dem Königreich von Lulupitt!“ Benno wusste nicht was er sagen sollte. Das Ganze war so komisch. Pretwett sagte weiter: „Du musste uns vor dem bösen Zauberer retten. Du bist der Auserwählte um ihn zu töten. Du bist der Einzige, der es machen kann.“ Benno sah die kleine Gestalt an. Was sollte er bloß glauben? „Hm... also du, ein kleiner Zwerg behauptest gerade, dass ich deine kleine Welt vor einem Zauberer retten muss.“ Benno machte eine kleine Pause. „ Ach ja und wie heißt eigentlich der Zauberer?“ Pretwett antwortete: „Das wissen wir nicht. Man nennt ihn bei uns den Zauberer Ohne-Namen.“ Benno schlug sich die Hand an die Stirn. Was sollte er dazu sagen? Er sprach zu dem Zwerg: „Ich will ein bisschen nachdenken und schlafen. Lass mich bitte in Ruhe.“ Der Zwerg meinte: ,,Also bis morgen! Gute Nacht.“ Er schnippte mit dem Finger und verschwand. Benno sah auf seinen Wecker und sah, dass es schon 1 Uhr morgens war. Müde ging er wieder schlafen, denn am nächsten Morgen musste er zur Schule. Am nächsten Morgen war er sehr müde und konnte sein Frühstück fast nicht essen. Benno dachte noch einmal nach und meinte es wäre nur ein Traum gewesen und das Tante Polly diese Geschichte mit den blauen Flecken erfunden habe. Der Tag war für Benno lang und erst am Abend kam er erschöpft nach Hause. Er rannte in sein Zimmer und wollte sein Tagebuch in den Mülleimer schmeißen. „So was brauche ich doch sowieso nicht. Das ist doch nur eine blöde Geschichte von Tante Polly.“ Er wollte sein Tagebuch in den Mülleimer schmeißen, aber er öffnete es noch ein letztes Mal. Die blauen Flecken waren da und die weiße Schrift auch. Das „Dreh dich um!“ war immer noch da. Also war es doch kein Traum. Schnell setzte er sich an seinen Schreibtisch und schrieb auf die blauen Flecken: „Pretwett wo bist du?“ Es knallte in seinem Zimmer und hinter einer Wolke Rauch sah er Pretwetts kleine Gestalt. „Da bin ich. Brauchst du mich?“ Benno nahm den kleinen Zwerg auf seinen Schoß und erklärte ihm: „Ich will deinem Königreich gern helfen, aber du musst mir erklären wie man in deine kleine Welt kommt.“ Pretwett lächelte ihm zu und zeigte auf sein Tagebuch. „Das ist die Macht der blauen Flecken: sie können das Tor zwischen deiner und meiner Welt öffnen.“ Er nahm Benno an die Hand und murmelte ein paar Wörter. Plötzlich fühlte Benno wie er in die Luft geschleudert wurde. Alles wurde schwarz und als er wieder den Boden berührte war er nicht mehr in seinem Zimmer, sondern in einer merkwürdigen Stadt. Die Stadt schien aus Zucker gebaut zu sein, denn überall sah er Zuckerstangen und die Häuser waren aus Lebkuchen. Ein bisschen weiter sah er einen Bach, doch in dem Bach floss geschmolzene Schokolade anstatt Wasser. „Wow“, schrie Benno, „ das ist ja wie im Märchen von Hänsel und Gretel!“ Er drehte sich zu Pretwett um und erschrak, denn jetzt waren die beiden gleichgroß. „Wie... wie kommt es, dass ich jetzt so klein bin wie du?“ Pretwett lachte. „ Du hast dich noch nicht komplett angeschaut. Jetzt siehst du aus wie ich! Benno schaute sich an und... tatsächlich! Er hatte blaue Haut, lange, spitze Ohren und lila Haare. „Das ist ja... verrückt! Wie ist das denn passiert?“ Pretwett antwortete: „Jeder Mann von uns sieht so aus, bloß die Haare sehen manchmal anders aus. Schau mal! Dort ist einer mit grünen Haaren und dort einer mit blauen Haaren.“ Benno sah erstaunt alle Einwohner an. Die meisten sahen wie Pretwett aus, doch manche waren größer. „Sieh mal“, sagte Pretwett, „ die Großen sind die Politiker. Sie organisieren alles hier in Lulupitt! Guck mal, der dort heißt Evilin.“ Die beiden kleinen Zwerge gingen weiter, Pretwett präsentierte Benno den Einwohnern. Alle staunten, denn er war der Auserwählte um das Land zu befreien. Dann gingen sie in eine Gaststätte und aßen. Auf Bennos Teller lag ein blauer Wackelpudding mit roten Flecken drauf. Benno verzog das Gesicht. „Was ist denn das???”, fragte er entsetzt. Pretwett antwortete mit einer mysteriösen Stimme: „Probiere das einfach mal, du wirst schon sehen.“ Benno zuckte mit den Schultern, nahm seinen Löffel und aß ein wenig. Und der Pudding schmeckte einfach wunderbar. Der Geschmack war einzigartig, er war süß und säuerlich zugleich. „Das ist einfach köstlich! Wie... wie macht ihr das?“ „Geheime Rezepte!“, sagte Pretwett bloß. Benno aß seinen Pudding fertig und fing an zu gähnen. „Ich bin müde. Wo werde ich eigentlich schlafen?“, fragte er. Pretwett stand auf und sagte: „Komm mit. Du wirst schon sehen ...“ Benno folgte ihm einfach. Der kleine Zwerg führte ihn zu einem Haus außerhalb der Stadt. „Hier wohnt die Zauberin von der Stadt. Sie wird dir ein magisches Getränk geben und dann bist du, solange du in dieser Welt bist, nicht mehr müde.“ Er klopfte an die Tür und eine tiefe Stimme fragte: „Wer ist da?“ „Ich bin’s, Pretwett, und ich komme mit dem Auserwählten.“ sagte Pretwett. „Kommt rein”, sagte eine tiefe Stimme. Pretwett öffnete die Tür und ging rein. Das Haus war auch aus Zucker, sah aber viel älter aus. Eine alte Dame, die lila Haut und kleinere Ohren als die Männer hatte, saß auf einem Sessel. „Ich habe den magischen Trank.“ Sie stand auf und holte eine kleine Flasche. Darin war eine grüne Flüssigkeit. Benno meckerte: „Ihhh was ist das denn?“ Die alte Dame, die Kiarana hieß antwortete: „Meckere nicht so über mein Getränk, sondern trink es!“ Auf diese Worte hin trank er es. Plötzlich war er gar nicht mehr müde. „Dieses magische Getränke funktioniert voll gut!“, sagte Benno. Pretwett sagte: „Du wirst bei deinen Kampf nicht alleine sein. Impyu wird dich begleiten.“ Benno schaute ihn mit verwunderten Augen an. „Wer ist Impyu?“ Kiarana sagte: „Das ist meine Tochter.“ Benno verdrehte die Augen. „Mädchen können doch nicht kämpfen! Das weiß doch jeder Mensch.“ Pretwett erwiderte aber: „ So ist es bei Impyu nicht. Sie hat magische Kräfte und Fähigkeiten, die du nicht hast. Du solltest nicht immer so voreilig sein.“ Arrogant sagte Benno: „Ja und wo ist diese Impyu?“ Da kam ein junges Mädchen. Seine Haut war weiß wie Schnee und seine Haare waren blau. Sie trug ein graues Kleid mit einer roten Blume, die Benno nicht kannte. „Hier bin ich Benno”, sagte sie, „und ich werde dich begleiten.“ Benno sah sie erstaunt an und fragte: „Woher kennst du denn meinen Namen?“ Impyu schaute ihn an und antwortete: „Jeder kennt hier deinen Namen. Du bist bei uns in Lulupitt berühmt.“ Benno zögerte und fragte dann: „Was sind eigentlich deine magischen Kräfte? Daran glaube ich nämlich nicht.“ Impyu schnipste mit ihren Fingern und eine Vase neben ihr explodierte. „Und ? Bist du jetzt überzeugt?“, fragte sie hart. „Also wir müssen jetzt los. Wir haben noch einen langen Weg vor uns! Pack jetzt deine Sachen.“ Pretwett gab ihm eine Tasche, in der er alles fand, was er brauchen würde: mehrere blaue Wackelpuddinge, ein Seil, ein Schwert und eine Öllampe. „Wasser musst du selbst finden“, sagte Pretwett. Benno sah die Öllampe an und zog ein Gesicht. Er fragte: „Wie funktioniert denn dieses Ding?“ Pretwett lächelte und antwortete: „Das ist ganz leicht, Impyu wird es dir zeigen. Sie kann das sehr gut. Jetzt müsst ihr aber los, ihr habt noch ein langen Weg vor euch.“ Benno packte seine Sachen und ging mit Impyu los. Der Wald sah für Benno einfach magisch aus. Es standen anstatt großer Bäume, große Blumen in tausenden von Farben, von blau bis gelb und von grün bis rot. Die Bäume aber hatten die Größe von normalen Blumen, sie waren ganz klein und waren nicht grün sondern bläulich. Impyu schien den Wald zu kennen, denn sie lief sehr schnell. Benno wollte ein bisschen mit ihr reden und fragte sie: ,,Warst du schon öfter hier?“ Impyu seufzte. Sie schien sehr traurig zu sein. „Als ich klein war, hat mich mein Opa immer in den Wald mitgenommen“, antwortete sie. Benno wunderte sich, dass sie so traurig aussah. Seinen Opa hatte er selbst nie gekannt. Er erwiderte: „Das ist doch schön. Warum siehst du denn so traurig aus?“ „Mein Opa wurde von dem bösen Zauberer entführt. Ich will ihn wiederfinden. Deshalb begleite ich dich.“ Vier Stunden später stoppte Impyu Benno auf dem Weg. Ihr Finger zeigte auf ein altes Schloss. Sie sagte: „Wir sind angekommen. Da lebt der böse Zauberer Ohne-Name.“ Die beiden machten sich auf dem Weg zum Schloss. Benno sah einen Wassergraben in dem viele kleine und große Monster schwammen. Wie kommen wir denn darüber?“, fragte er. Impyu dachte ein wenig nach und sagte dann: „Pretwett hat dir doch einen Seil und ein Schwert mitgegeben.“ „Ja und?“, fragte Benno. Wir knoten das Seil am Schwert fest und schleudern es bis zur Zugbrücke. Dann ziehen wir beide an dem Seil und mit ein bisschen Glück öffnen wir die Zugbrücke.“ „Also gut. Los geht’s!“ Zehn Minuten später hatten Impyu und Benno es geschafft, die Zugbrücke zu öffnen. Das Schloss sah sehr gruselig aus und überall konnte man Skelette und Fledermäuse sehen. Plötzlich hörten die beiden einen Hilferuf. Er kam aus dem Keller. Impyu nahm Benno an die Hand und sagte schnell: „Folge mir!“ Benno stellte keine Fragen und folgte ihr einfach. Er wusste nicht Recht was sie wollte. Als sie im Keller ankamen schrie Impyu plötzlich: „OPA! Ich wusste, dass ich dich hier finden würde.“ Sie schnipste mit dem Fingern. Der Käfig explodierte und Impyus Opa war frei. „Ach ich wusste, dass du mich befreien würdest, meine Impyu.“ Benno sagte eilig: „Schnell weg von hier.“ Sie liefen die Treppen wieder hoch, doch da stand der böse Zauberer. Er grinste böse, kicherte und sagte dann: „Ich wusste auch, dass du mal zu Besuch kommen würdest.“ Er stürzte sich auf Benno, doch dieser hatte noch sein Schwert in der Hand. Der böse Hexer stolperte und fiel auf Bennos Schwert und wurde durchstochen. Sein Körper fiel auf den Boden und verdampfte. Ein paar Minuten blieben die Drei stehen, ohne zu reden. Der Opa jubelte: „Benno, du hast es geschafft. Ich wusste, dass es eine gute Idee war deiner Tante das Tagebuch zu geben!“ Benno rollte mit dem Augen und fragte: „Meine Tante hat mir aber erzählt, dass Sie tot wären.“ „Das denken viele Leute“, antwortete der Opa. Impyu sagte: ,,Jetzt aber ab nach Hause.“ Als sie zurückgekommen waren, feierte das ganze Königreich von Lulupitt, Bennos Sieg. Am Ende der Feier lief Benno mit Impyu zurück. Er sagte zu ihr: „Du warst mir eine sehr große Hilfe und das werde ich dir nie vergessen. Und wer weiß? Vielleicht sehen wir uns mal wieder. „Impyu sagte nichts. Benno holte sein Tagebuch raus, hielt es vor sein Gesicht und plötzlich verschwand er. Impyu war noch ganz verlegen. Benno war an seinem Schreibtisch. Er schrieb in sein Tagebuch: Liebe Impyu, Ich hoffe, dass ich Dich bald wieder sehen werde. Du hast mir viel beigebracht und das vergesse ich nicht. Ich werde Dich sehr vermissen und ich hoffe ich sehe Dich bald wieder. Dein Benno. Er stand auf und ging in das Wohnzimmer um sich zu erholen. Doch in seinem Tagebuch stand: Lieber Benno, Ich werde Dich auch vermissen, aber Du kannst jederzeit zu uns kommen, Du wirst immer willkommen sein. Du hast mir auch viel beigebracht. Ich hoffe Du kommst bald wieder. Deine Impyu.  Clara Bruno und Katharina Høghøj sind beide 11 Jahre alt und besuchen die Cité Scolaire Internationale Europole in Frankreich.


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