Erlebnisbericht von Jasmin 2012 Echange Brigitte Sauzay

Mittwoch 26. März 2014
par  J. Nordmann-Gidoin

Ich habe einen Brigitte-Sauzay Austausch gemacht. Ich bin zwei Monate in einer deutschen Familie geblieben und meine Austauschpartnerin Julia war vor einigen Monaten zwei Monate lang in meiner Familie hier in Frankreich gewesen. Ich wollte diesen Austausch machen um besser in Deutsch zu werden, um Deutschland zu besichtigen und um die deutschen Gewohnheiten kennen zu lernen. Am Anfang musste ich eine Austauschpartnerin finden, also habe ich eine Anzeige auf die Internetseite von “l’Ofaj/DFJW” gesetzt. Sobald ich eine Austauschschülerin gefunden hatte “Julia”, fingen wir an uns per Mail zu schreiben. Unsere Familien haben nach Abstimmung viele Papiere ausgefüllt ,damit unser Austauschprojekt einen Anfang finden konnte. Das war sehr stressig und nicht gerade einfach, weil die Daten zwei Mal geändert werden mussten und weil immer etwas an Papieren fehlte. Sobald alles geregelt war auf meiner Seite wie auch auf ihrer, konnte unser Projekt endlich starten. Julia kam also vom 4. Oktober 2011 bis zum 4. Dezember 2011 nach Grenoble in meine Familie. Das große Problem, dass ich mit ihr hatte, war, dass sie erst seit 2 Jahren angefangen hatte Französich zu lernen und deswegen nicht all zu viel Vokabular hatte. Es war anfangs sehr kompliziert mit ihr zu kommunizieren. Zum Glück gibt es in meiner Schule Französichuntericht für Ausländer, “FLE ( francais langue étrangere)”, das hat uns viel geholfen. Allerdings verstanden Julia und ich uns nicht immer gut, da wir ganz und gar nicht den gleichen Karakter haben. Ich plaudere viel, gehe gerne raus, sie allerdings war am Anfang sehr schüchtern mir und meiner Familie gegenüber. Es ist auch nicht gerade einfach die Verantwortung von jemanden andereren zu haben. Mir tat es gut, dass jeder sein eigenes Zimmer hatte, weil es für mich allerdings nicht gerade einfach war den ganzen Tag hin und her zu stressen und dazu keinen eigenen Moment für mich alleine zu haben. Ich flog danach vom 7/01/2012 bis zum 10/03/2012 nach Deutschland nach Siegen zu Julia. Auf dem Hinflug, flog ich mit meinen Eltern dort hin, und sie verbrachten eine Nacht mit mir, das fand ich toll, weil so ganz alleine in einer Stadt zu sein , die man nicht kennt, das macht Angst.

Die Familie von Julia hat mich sehr gut aufgenommen. Sie lebt in einem groBen Haus mit ihrer Familie. Sie hat einen Bruder, der ist 15 und eine Schwester, die 3 ist. Ihre Eltern sind geschieden, deswegen blieb ich bei ihrer Mutter. Ihre Großeltern und ihre Uroma leben auch in diesem Haus. Die Uroma lebt im Erdgeschoss, die GroBerltern auf der ersten Etage und wir wohnten im 2. Stock. Die ganze Familie lebt im gleichen Haus, aber ihre Ur- und GroBeltern sahen wir fast nie. Julia lebt in einer Wohnsiedlung in der Nähe von Siegen. Das Problem war, dass es nur ein Mal pro Stunde einen Bus gab, und der auch noch 45 Minuten brauchte um endlich in der Stadt zu sein. Also war das manchmal langweillig. Am Anfang war es schwierig weil die Deutschen nicht die gleichen Angewohnheiten haben, z.B. sie essen nicht um die gleichen Uhrzeiten. Und die Deutschen essen nicht wie die Franzosen z.B. sie essen mehr Schinken, Wurst, Fleisch, viel Schwein. Jeden Sonntag gingen wir mit Julia und ihrer Schwester ihren Vater besuchen, manchmal aber auch ihre Tante . Mit der Zeit verstand ich endlich warum Julia so schüchtern war bei mir zu Hause war, weil es für mich auch nicht gerade einfach war, ohne meine Familie und meine Freunde in einer fremden Umgebung zu sein. Ich war in der Realschule von Hausling, das ist in Deutschland nach der Grundschule. Die besten Schüler gehen ins Gymnasium, die normalen Schüler in die Realschule und die ganz schlechten in die Hauptschule. In Julias Schule es gibt keine Abzeunung und keine Aufseher und wenn ein Lehrer nicht da ist, vertritt ihn ein anderer. Die Unterrichtsanfang ist um 7:45 Uhr und endet um 13:10 . Der Unterricht dauert dort 45Minuten, in Frankreich aber wir 55Minuten, dort hatten wir keinen Unterricht nachmittags. Julia macht keine Aktivitäten nach der Schule also sind wir nachmittags zu Hause geblieben. Der Bus fährt bis an den Bahnhof und dann mussten wir noch 20 Minuten laufen und einen Hügel hochklettern. Am Anfang war es sehr schwierig für mich, mich zu integrieren und den Unterrichtsstoff zu verstehen. Aber mit der Zeit ging es besser. Eine Freundin hat mir den französichen Unterricht per E-Mail geschickt ,aber das war sehr schwierig weil ich so viel zu tun hatte um danach in meiner Schule nicht so viel aufholen zu müssen.

Es war sehr interressant so einen Austausch zu machen, jedoch finde ich, dass 2 Monate eine lange Zeit sind, für so junge Menschen wie uns. Mir hat es auf jeden Fall gut gefallen, auch wenn es nicht gerade einfach war, wie auch für Julia, von einem auf den anderen Tag in einer fremden Familie zu sein, in einer fremden Umgebung, in einem Land wo die Kultur nicht die Gleiche ist. Jedoch kann ich nur jedem dazu raten so eine Lebenserfahrung zu machen da man viel davon lernen kann. Mir hat es auf jeden Fall geholfen nicht nur mich im Deutschen zu verbessern, aber gleichzeitig auch die Kulktur und bestimmte Eigenschaften der Deutschen besser zu verstehen. Jedes Land hat seine Sitten.