Erfahrungsberichte

mercredi 26 mars 2014
par  **

Wie jedes Jahr, sind auch dieses Jahr wieder viele Schüler der CSi – Europole « collège »zu einem Auslandaustausch nach Deutschland unterwges gewesen.

Hier einige Eindrücke von ihren Erfahrungen in den deutschen Familien und an den deutschen Schulen !

Vielleicht bekommt ihr dann ja auch Lust zu fahren...

Infos zu den Austauschprogrammen bei J. Nordmann-Gidoin( professeur d ’allemand - CSi-Europole)

Von Raphaela : Mein Erster Schultag in der Dr. Johanna Decker Schule war aufregend. Ich kam ganz nervös in die Klasse. Und was ich sofort komisch fand war, dass die Schüler sich im Klassenzimmer trafen und nicht wie wir im Pausenhof. Und so stand ich vor 24 Mädchen. Sie waren alle sehr neugierig, doch keine wagte es, mir Fragen zu stellen, wahrscheinlich weil sie zu schüchtern waren. Auf jeden Fall wurde das Geheimnis in der Ersten Stunde gelüftet. Herr Zirzler, mein Englischlehrer, stellte sofort tausend Fragen. Aber mein Englisch ist nicht so besonders gut. Aus diesem Grunde antwortete ich entweder mit yes oder mit no. Die Klasse war eigentlich ganz gelassen. Es war eine kleine Klasse nur mit Mädchen, extrem ruhig. Daran war ich überhaupt nicht gewöhnt. Und so verlief überhaupt mein erster Tag. Alle Lehrer freuten sich und stellten ganz viele Fragen. Man sagt ja oft, dass die Schüler in Deutschland nur bis 1 oder 2 Unterricht haben, aber meine Klasse hatte Montags und Dienstags ganztags Schule. Also holten wir uns in der Mittagspause beim Schaller etwas zum Essen. Es gab keine

Kantine und der Pausenhof wurde nicht benutzt und deshalb aßen wir in der Klasse. Da habe ich die Mädchen ein bisschen näher kennen gelernt. Sie waren natürlich alle begeistert eine Französin zu sehen. Das sehen sie in ihrer Schule nicht jeden Tag wie wir in der internationalen Schule. Das erste Thema war natürlich das Essen. Ja es gibt in Frankreich keine Brezen und Ja es gibt keinen Leberkäs. Auf jeden Fall habe ich viele Dinge bemerkt ; die anders sind wie bei uns. Da gibt es zum Beispiel keine Schließfächer sondern die Schüler haben ein Fach unter ihren Tisch in ihrer Klasse. Jede Klasse hat ihren eigenen Raum wo die Schüler essen und sich in der Früh treffen. Es sind auch mehr die Lehrer die hin und her pendeln. Das war mein erster Schultag, stressig.

Von Katharina : Vom 1. Juni bis zum 23. Juni bin ich drei Wochen in Baden-Baden zur Schule gegangen. In Baden-Baden bin ich auf das Gymnasium Hohenbaden gegangen. In dieser Schule sind die Klassenräume gröβer als in der CSI, und es sind weniger Schüler in einer Klasse. Das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler ist auch sehr gut. Dadurch dass die Schüler und Schülerinnen nur vormittags Schule haben, finde ich das Verhältnis auch zwischen den Schülern sehr gut, denn sie haben den ganzen Nachmittag frei um sich zu treffen und Hausaufgaben zu machen. Wir waren zum Beispiel mehrmals nachmittags mit Freunden im Schwimmbad oder in der Stadt. An einem Tag sind wir im Deutschunterricht zu einer Lesung von einem Autor namens Tobias Elsässer gegangen. Ich fand die Lesung sehr interessant, denn er hat nicht nur aus einem seiner Bücher vorgelesen sondern auch aus seinem Leben erzählt, zum Beispiel dass er früher in einer Boygroup war und deshalb auch sein erstes Buch „Die Boygroup“ nannte. Von Freitag, dem 14. Juni bis Sonntag, den 16.Juni hatten wir an einer 72-Stunden-Aktion teilgenommen, um einen Kindergarten und einen Spielplatz zu renovieren ; also 10 Tonnen Sand aus dem Sandkasten raus und neuenSand wieder rein, Wände anstreichen, Mülltonnenverkleidung erneuern und so weiter... Solche 72-Stunden-Aktionen fanden in ganz Deutschland statt und wir kamen sogar ins Fernsehen und mehrmals in die Zeitung. Ich fand diese 3 Wochen Austausch sehr gut weil ich sehr viel erlebt habe, viele neue Freunde gefunden habe.

Von Ludwig : Ich war vom 9. Mai bis zum 3. Juni in Deutschland in einer kleinen Stadt im Hartz :Wernigerode Am Anfang war ich sehr aufgeregt meine Austauschschülerin kennen zu lernen, weil ich die ersten Tage bei meinen Kusinen geschlafen habe. Sie wohnen in einer wunderschönen Mühle in Minsleben (neben Wernigerode). Zwei Tage später bin ich dann zu meiner Austauschschülerin, Susi, gezogen. Ich habe sie dann kennen gelernt und sie ist sehr nett und freundlich und ihre Mutter auch. Wir haben in der ersten Ferienwoche, 4 Tage in Naumburg verbracht, während dieser Zeit, war ich noch ein bisschen schüchtern und sie auch ... In Naumburg, waren wir in der Stadt, haben eine sehr große Fahrradtour gemacht, und sind mit dem Kanu auf den Unstrut gefahren während 20 km und zum Glück war ich da, sonst wären wir nicht vorwärts gekommen. Nach diesem schönen kleinen Ausflug, rückte die Schulzeit immer näher ... und das hat mich nervös gemacht : eine neue Schule, andere Freunde, andere Gewohnheiten,...Und es war tatsächlich so, es war ganz anders als meine Schule in Grenoble. Meine erste Stunde war Französisch, und die Lehrerin hat sich auch gefreut, einen kleinen Franzosen in ihrer Klasse zu haben, aber ich musste mich trotzdem vorstellen, obwohl ich noch sehr schüchtern war, wie in allen anderen Fächern. Es war doch meine erste Stunde. Die Freunde von Susi waren alle sehr nett und ich habe mich sehr schnell integriert, so das ich am Ende des Tages,mit allen reden und lachen konnte. Die Tage vergingen und das Wetter wurde schlechter und schlechter. In der Schule, habe ich auch gemerkt, dass sie viel Vorsprung haben in Mathe, Englisch und Physik, aber die Lehrer haben im Kurs nur ihre Arbeit gemacht mit viel Ernst . Man hatte weniger Spaß beim Lernen und die Lehrer beim Lehren. Und eine Unterrichtsstunde hat ein und eine halbe Stunde gedauert. Das war lang. Aber wir waren jeden Tag um Eins fertig, was sehr angenehm war. Am Wochenende bin ich mit den Jungs der Klasse Fußball spielen gegangen im Regen, aber es war nicht schlimm. Ich habe mich noch während dieser Zeit mit einem Jungen befreundet. Die nächste Woche war wie die erste : Schule, früh aufstehen, Freunde treffen, ... Aber mein letztes Wochenende rückte näher und näher. Ich habe erst gemerkt, dass mein Austausch bald vorbei war, als mein Vater angekommen ist, um mich abzuholen. Ich habe mich von allen Mitschülern verabschiedet, habe Tom und Susi noch ein letztes Mal in der wunderschönen Mühle getroffen, habe allen „tschüs“ gesagt. Ich hatte mich eigentlich so gefreut, nach Hause zu fahren. Doch als wir dann im Auto saßen , wusste ich ,dass ich alles vermissen werde, weil man bestimmt nicht wieder so schnell so viele schöne Momente verbringen und so viele nette Menschen kennen lernen kann.

Von Eline : Für meinen drei Wochen Schüleraustausch in Deutschland bin ich nach München geflogen. Dort haben mich meine Tante Lisa und meine Cousinen Annika und Marie abgeholt, bei denen ich auch gewohnt habe. Zusammen mit meiner Cousine Marie habe ich ein einem Zimmer zusammen geschlafen und wir haben uns die ganze Zeit gut verstanden. Es war für mich ungewohnt, dass wir zum Abendessen fast immer Brot und Butter gegessen haben und dass auch in der Schule in jeder Pause die Kinder etwas gegessen haben. Ich bin in München mit meiner Cousine Marie in dieselbe Klasse gegangen. Mich hat überrascht, wie offen und nett Maries Freundinnen zu mir waren, selbst an dem Tag, an dem Marie nicht in der Schule gehen konnte, weil sie krank war. Insgesamt ist mir bei der Schule aufgefallen, dass es man mit zwei Fünfern schon die Klasse wiederholen muss, das finde ich sehr streng. Die Schüler müssen ganz viel für ihre Schulaufgaben lernen. Mir ist aufgefallen, dass alle Schulaufgaben in der gleichen Woche geschrieben werden und die Schüler kaum Zeit haben, für alle Fächer zu lernen. Das finde ich an der französischen Schule besser, dafür haben die deutschen Schüler keinen Nachmittagsunterricht und mehr Freizeit. Einige meiner Wünsche wurden in unserer Freizeit erfüllt. An einem Tag sind wir in ein riesiges Schwimmbad gegangen. Dort gab es neun verschiedene Rutschen und ein Wellenbad. Ich war ein bisschen enttäuscht dass wir nicht in einem Biergarten gegangen sind aber dafür gab es Bretzeln im Schwimmbad. Und einer meinen größten Wünschen wurde erfüllt, ich habe vier große leckere Eiskugeln gegessen. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit meinem Aufenthalt in München.

Von Sarah : Dieses Jahr habe ich einen Schulaustausch von drei Wochen in Baden-Baden gemacht. Ganz am Anfang wollte ich dort gar nicht hingehen, weil ich ein bisschen gestresst war, in die deutsche Schule zu gehen. Ich habe mich deshalb entschieden nicht in eine fremde Gastfamilie zu gehen, sondern zu meiner Groß-Cousine die in der Nähe von Baden-Baden wohnt. Das Haus war sehr schön und groß, es lag in Lichtental, einem kleinen Ort, ganz in der Nähe von der Stadtmitte von Baden-Baden. Jeden Morgen bin ich mit dem Bus c.a. 5 Minuten bis zur Schule gefahren. Aber jeden Nachmittag mussten wir von der Bushaltestelle einen Berg hoch laufen, um zu Hause anzukommen, es war sehr anstrengend ! Meine Groß-Cousine, Claire hat zwei Geschwister, Amelie und Valentin. Ich habe mich sehr gut mit ihnen verstanden. Ich habe mein einiges Zimmer bekommen und es war toll. Ich bin ins Markgraf-Ludwig-Gymnasium, eine sehr große Schule gegangen. Ich war in der Klasse 9d, wir waren 25 Schüler und sie waren sehr nett. Am Anfang habe ich nicht alles im Unterricht verstanden, weil die Lehrer sehr schnell sprechen, aber Claire und ihre Freundinnen haben mir alles erklärt. Alle Unterrichtsstunden waren sehr interessant, außer der Spanischunterricht, weil ich da nichts verstanden habe. Am Ende meines dreiwöchigen Aufenthalts konnte ich flüssiger Deutsch sprechen, ich musste nicht alle meine Wörter suchen und lang überlegen, wie ich auf die Fragen antworten sollte. Ich fand das Schulsystem in Deutschland besser, weil die Schule wesentlich früher fertig war, meistens gegen 13 Uhr, und wir hatten somit viel freie Zeit am Nachmittag. Mit Amelie bin ich oft ins Schwimmbad oder in der Stadt schoppen und Eis essen gegangen, weil Claire zu Hause bleiben wollte oder zum Reitstall ging und mit ihren Freundinnen ausritt. Ich habe dort eine sehr schöne Zeit verbracht, die Familie war sehr nett und die Schule war super und ich wäre gerne noch einige Wochen geblieben.

Von Elise : Mein Austausch in Blomberg verlief super ! Die drei Wochen auf dem Hermann Vöchting Gymnasium vergingen wie im Flug. Am ersten Schultag um 07.30 Uhr stand ich im Sekretariat der Schule um mich vorzustellen. Da kam auch schon der Direktor zum Empfang. Der erste Tag verging sehr schnell. Doch ich hatte schon viele Unterschiede zu unserer Schule bemerkt : Die Lehrer kommen in Deutschland in die Klasse. Die Schüler warten dort. Eine Unterrichtsstunde dauert nur 45 Minuten. Das heißt, wenn der Lehrer sich um 15 Minuten verspätet, ist nur noch eine halbe Stunde Zeit, den Stoff durchzusprechen. Es gibt auch viele Pausen. In der Zeit von 7.45 Uhr bis 1.00 Uhr gibt es 4 Pausen. Insgesamt 45 Minuten. Am nächsten Tag hatten wir Chemie ! Der Klassenraum hat mich beeindruckt. Er ähnelt einem Kinosaal, so dass die Schüler die Experimente sehr gut verfolgen können. Im Kunstsaal gibt es riesige Tische. Auf dem HVG haben die Schüler schon in der 5. Klasse Englisch. Deshalb waren sie im Stoff schon sehr weit. Doch viel Sport hatten wir nicht. Nur zwei Stunden in der Woche. Aber dafür war die Lehrerin sehr nett. Es gibt auch keine Permanences sondern nur Vertretungslehrer, die in die Klasse kommen, um gestellte Aufgaben zu überwachen. Ich habe erlebt, dass wir während der Vertretung Spiele spielen durften, nachdem wir die vorgegebenen Aufgaben erledigt hatten.Im Deutschunterricht haben wir die ersten zwei von vier Wochenstunden eine Klassenarbeit besprochen. Für mich war das nicht so interessant, aber ich denke, dass es gut für die Schüler war, da alle großen Fehler berichtigt wurden.Während der Pausen kann man im Raum, auf dem Flur oder auf dem Schulhof bleiben. Draußen gibt es Schaukeln, Reckstangen und einen Kletterbaum, wo die Schüler sich entspannen können. Die drei Wochen war ich sehr glücklich. Das einzige,, was mir nicht gefiel, waren die Nachmittage. Man hatte einfach nichts zu tun. Das war langweilig.

Von Alix : Während meiner drei Austauschwochen in Wörth habe ich mir an das Leben von einer deutschen Familie gewöhnt. Im Europagymnasium ging ich von 8h05 bis 13h00, dass hat mir gut gefallen damit könnten wir mehr Zeit für uns nehmen und uns mit den Nachbarn treffen aber ich finde schade, dass deswegen viele Mütter nicht arbeiten können. Mir gefällt das Schulsystem nicht so gut weil ich finde schade dass schon so jung die Schüler in verschiedenen Niveauschulen gehen. Sonst waren die Fächern dieselben wie in Frankreich und ich konnte sie insgesamt gut verstehen nur in Mathe waren sie voraus. Im Sport fand ich die Trennung von Mädchen und Jungs ein bisschen übertrieben weil in Frankreich klappt es ohne trotzdem sehr gut. Ich finde auch gut, dass man in Deutschland am Frühstück viel isst und abends nur einen Abendbrot aber ich sah trotzdem viele Schüler mit einem Vesper, sonst habe ich auch typische deutsche Spezialitäten probiert die mir gut gefallen haben z.B.Käsekuchen, Currywurst und Spätzle. Zwei mal pro Woche ging ich mit zum Fußballtraining, zuerst dachte ich dass es nur ein Sport für Junge war, aber es war besser als ich dachte und danach konnte ich dem Spiel zugucken. Während den Wochenende sind wir in Geschäften shoppen gegangen, zum Europabad gegangen, dass fand ich am besten weil so grosse Rutschen und Dampfbäder gibt es in Frankreich nicht. Mir hat dieser 3 Wochenaustausch sehr gut gefallen und ich war auch in eine sehr nette Gastfamilie.

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