Erfahrungsberichte "individuelle Austausche" 2015

samedi 22 août 2015
par  J. Nordmann-Gidoin

Hier einige Ausschnitte der Erlebnisberichte der Schüler, die dieses Jahr einen Dreiwochenaustausch gelacht haben !

Viel Spass beim Lesen !

Mein Austausch in Deutschland : Stanislas

- Ich war während 3 Wochen von dem 5. bis zu dem 26. April in einem Austausch in Deutschland. Mein Austauschpartner heißt Nick Bacherle und er wohnt in Leimersheimein Dorf am Rhein, in der Nähe von Karlsruhe. Die erste Woche war in Deutschland Ferienzeit. Wir haben viel unternommen.

- Die Ausstattung der Schule war wie in Grenoble. Mir hat besonders gut Physik und Mathe gefallen. Ich habe eigentlich alles verstanden und konnte so dem Unterricht gut folgen. Wir hatten ein sehr interessantes Schallexperiment in Physik untersucht.

- Insgesamt hat mir der Austausch sehr gut gefallen. Meine Gastfamilie war nett und hat sich viel um mich gekümmert. Ich denke ich habe viel gelernt und würde gerne wieder ins Ausland reisen.

Guten Tag,hier ist mein Erlebnisbericht aus Deutschland : Clara

- In der Schule in Deutschland ist es ganz anders als in Frankreich. Der Unterricht fängt eine Viertelstunde früher an als in Frankreich und ist normalerweise um 13Uhr05 zu Ende. Nur montags hatten wir bis vier Uhr Unterricht. Es gibt aber eine Stunde Pause um Eins. Alle Kinder nehmen für den Vormittag ein Pausenbrot mit und essen in den Pausen (und manchmal auch während des Unterrichts). Die Schulstunden sind kürzer als in Frankreich. Sie dauern nur 45 Minuten statt 55 Minuten in der CSI. Die Schüler können ungehindert aus dem Schulgelände rausgehen, es gibt keine Kontrollen.

- Während des Unterrichts ist es viel lockerer als in Frankreich. Es wird viel Gruppenarbeit gemacht. Die Kinder können durch die Klasse laufen und ohne Unterbrechung mit den Nachbarn reden und die meisten Lehrer sagen nichts. Manche sind aber auch ein bisschen strenger. Es gibt allerdings viel mehr Hausaufgaben zu machen (von einem Tag auf den anderen) als in der CSI, weil man nachmittags mehr Zeit hat. Meine Austauschschülerin Lena musste während der Woche etwa eine Stunde pro Tag zu Hause arbeiten und am Wochenende bis zu zwei.

- Der Musikunterricht hat grossen Spass gemacht, weil wir da getanzt und Klavier gespielt haben. Das Orchester und der Schulchor haben ein Musical aufgeführt bei dem ich auch war. Es hat mir sehr gut gefallen. Dies war ähnlich wie in der CSI. Es gibt ein Fach, das wir in der CSI nicht haben : Wirtschaft/Politik. Es war schrecklich langweilig (das fanden die deutschen Schüler auch). Ich habe auch am Religionsunterricht teilgenommen, was für mich ganz neu war, da es das in der CSI nicht gibt.

Erfahrungsbericht von Nora :

- Ich bin vom 18.April bis zum 9. Mai nach Wörth zu meiner Austauschpartnerin Saskia gegangen. Saskia war in den drei vorherigen Wochen bei mir gewesen und so schien es am praktischsten, dass ich die drei folgenden Wochen bei ihr verbrachte .

- Das Europagymnasim in Wörth ist im Gegenteil zu Europole überall offen und Aufseher existieren nicht, was die Schule durchaus freundlicher als unsere wirken läst. Die erste Woche lang kam ich in die achte Klasse, weil in der 7 g, Saskias Klasse, kein Platz mehr war. Am Anfang fühlte ich mich natürlich ein bisschen verloren, aber die Schulsprecherin, die sich um die Austauschschüler kümmern sollte, war echt nett. Sie waren alle sehr gastfreundlich und ich hab mich gut mit ihnen angefreundet, selbst wenn ich mir kaum einen ihrer Namen merken konnte. Was den Untericht angeht, so fand ich ihn schon entspannter als den in Frankreich, selbst wenn das natürlich auch von den Lehrern abhängt. Eigentlich dachte ich ja, dass die Deutschen uns mit dem Schulprogramm weit voraus sind aber einen so grossen Unterschied gibt es da gar nicht. Es ist halt so, dass sie manche Sachen erst jetzt durchnehmen, die wir schon längst kennen, dafür gibt es Dinge, die sie schon längst bearbeitet haben und die wir nicht verstehen. Ich würde sagen, es gleicht sich so ungefähr aus. Mittags aßen wir in der Mensa, die in Deutschland um Meilen besser ist als hier in Frankreich, dann gingen wir zu Hausaugabenhilfe, die bei der GTS (GanzTagsSchule) immer vor den AGS statfindet. Als diese vorbei war, gingen wir zur AG, die Saskia belegt. In der AG, die im Keller stattfand, mussten wir eine alte Kutsche renovieren, was mir wirklich Spass machte. Nachmittags nach Schulschluss gingen wir noch ein bisschen raus und trafen uns mit den gleichaltrigen Nachbarn von Saskia und ich lernte Ripstick fahren. Ripstick ist eine Art Skateboard nur mit zwei Rädern, der in deutschland viel verbreitet ist. Die darauffolgende Woche lief nach dem gleichen Muster ab : Schule, GTS, Freunde treffen und abends lesen oder Gemeinschaftspiele spielen. Am Freitag allerdings gab es keine GTS, sondern Billingual-Unterricht. Im Bilingual- Unterricht, der von Mr Ambert gegeben wurde, der selbe Lehrer, der auch Saskias AG am Montag leitete, ging um Frankreichs Geschichte und Erdkunde in Französich.

- Zu meinem Erstaunen wurde ich auch abgefragt und das während meiner ersten Stunde. Ich war ziemlich erstaunt und kannte die Antwort auf seine Frage natürlich nicht, da ich nichts von dem Thema wusste, das gerade durchgenommen wurde, aber ich verstand schnell, dass der Lehrer nur Witze machte und das ständig, sodass man nie wusste, ob das, was er sagte, Ernst war oder nur ein Scherz.

- Am Samstag ging Saskia schwimmen und ich kam mit. Um Bahnen zu schwimmen war ich zugegebenermassen zu faul und so lungerte ich die meiste Zeit am Beckenrand herum und trainierte es, die Luft anzuhalten. Sonntags radelten wir zu einer Eisdiele in einem nahe liegenden Ort, wo wir natürlich Eis aßen, das in der brütenden Hitze augenblicklich wegschmolz. Am Montag und Dienstag blieb ich in der achten, aber am Mittwoch durfte ich dann doch in Saskias Klasse, was eigentlich unlogisch war, weil wir ja immer noch zu viele waren.

- Ich finde, dieser Austausch hat sich auf jeden Fall gelohnt, es war eine tolle Erfahrung vor allem das deutsche Schulsystem kennen zu lernen, das ich dem Französischen jedenfalls vorziehe.

BERICHT von Elisa

- Ich bin in Deutschland gewesen. Ich habe in Köln bei meiner Austauschschülerin gewohnt.

*Die Familie

- Ich habe die Familie sehr nett gefunden, sie bestand aus Ute, der Mutter, Pia, meiner Austauschschülerin, die ein Jahr jünger als ich ist und aus Romy , die neun Jahre alt ist. Ich habe in Pias Zimmer geschlafen, wir haben uns super gut verstanden und sind echte Freundinnen geworden !

*Meine beste Erlebnisse

- Ich bin dort in der Karnevalszeit gewesen, also habe ich viel davon miterlebt ! Ich war am Karnevalszug in Köln, in Köln-Brück, und in Pias Gymnasium war auch eine Karnevalsparty, wo ich als Piratin gekommen bin. Während der Karnevalszug war richtig was los ! Wir haben immer “Kamele”( was Süßigkeiten auf Kölsch bedeutete) und Sträuße ( Blumen, Rosen ) gerufen, und haben auch welche gekriegt. Alle waren kostümiert, es war eine echte Tradition, nicht wie bei uns in Frankreich ! Es war, als wäre es Weihnachten, aber mit Karneval. Am Karnevalszug von Köln-Brück haben wir eine ganze Badewanne voll mit Süßigkeiten gefüllt ! Die Leute haben sehr verschiedene Sachen geworfen, Bonbons, Schokoladentafeln (Romy hat eine auf den Kopf gekriegt und hat geweint, weil es weh tat), Flummis, Stifte, sehr dicke Filzschreiber (ich habe einen gefangen !), Haargummis, Fußbälle, Kuscheltiere, Bojen, Lippenstifte, Pop-Corn, und viel mehr...

- Die Schule in Frankreich ist ganz anders als die in Deutschland. Das Englischniveau, zum Beispiel, ist viel besser in Deutschland. Aber in Frankreich sind sie dafür ordentlicher ! Ich bin im Albertus-Magnus-Gymnasium gewesen. Wir sind jeden Morgen mit der Bahn dort hingefahren. Die Schüler fangen um zehn vor achtan und enden um vierzehn Uhr . Hier haben sie alle zwei Stunden eine große Pause gehabt, und haben in der Pause Pausenbrote gegessen. In Frankreich ist das verboten. Sie sprechen auch mit den Lehren, als wären sie mit ihnen befreundet und haben sogar gefragt, wie alt sie sind. Max und ich waren schockiert ! In Frankreich darf man das auf keinen Fall fragen !!! Sie haben auch mit den Fingern geschnipst und hier ist das streng verboten, die Lehrer sind doch keine Hunde. Also, ich habe schon gemerkt, dass die Schulsysteme sehr unterschiedlich sind. Mir gefällt das französische System am besten, weil es ruhiger, organisierter und strenger ist.

*Kritik

Dieser Austausch hat mir sehr gut gefallen, ich fand es gut, für ein paar Wochen wie ein deutsches Kind zu leben,(das in Deutschland wohnt). Ich bin froh, noch einmal nach Deutschland zu fahren, in der 4 ème. Der einzige Nachteil ist, dass ich eine Woche Unterricht verpasst habe, und alles nachholen musste, das war sehr stressig ! Pias Freunde waren alle sehr nett zu mir, und haben mir geholfen, wenn ich Hilfe gebraucht habe. Ich habe mich mit manchen sogar sehr gut verstanden, und habe mit ihnen noch Kontakt. Ich glaube, ich werde noch Mal nach Köln fahren !

BERICHT über meinen Dreiwochenaustausch in Köln von Max

- Ich war in Köln für einen Austausch. Meine Klassenkameradin Elise und ich sind mit dem Flugzeug nach Düsseldorf geflogen. Wir sind jeden Tag ungefähr um 6h30 aufgestanden und ich bin mit Tim erst mal zur Bahn gefahren, mit einem super rosa Fahrrad ! Nach einer kurzen Fahrt mit einer alten S-Bahn (20 Minuten etwa) kamen wir ganz in der Nähe der Schule an. Bis 1h15 hatten wir dann Unterricht und haben in der Mensa gegessen, es war immer lecker ! Danach sind wir nach Hause gefahren und haben erst mal die Hausaufgaben gemacht. Sie hatten genauso viele Hausaufgaben wie wir (eher weniger), aber viel weniger Unterricht. Das Leben ist gemein ! Es blieb also einige Zeit um Tennis zu spielen oder etwas mit Freunden zu machen. Tim spielt auch Geige. Um ungefähr 19h haben wir zu Abendbrot gegessen und Tim ist dann schlafen gegangen. Für mich war das zu früh ! So sah in Deutschland ein gewöhnlicher Tag aus.

- Am Freitag sind wir in die Kölner-Arkaden gegangen, ein Einkaufszentrum, und ich habe ein rotes Haarspray für den Karneval gekauft. Und bald war es schon so weit : Der Karneval ging endlich los – mit einer riesigen Party in der Schule, die wirklich beeindruckend war : Das Fest fand in der Aula statt, dauerte drei oder vier Stunden und sogar die Lehrer haben mitgefeiert. Dabei waren alle verkleidet (Tim und ich als Asterix und Obelix), es gab laute Musik und die Stimmung war krass. Der erste Karnevalszug war an einem Sonntag in Brück, dem Vorort von Köln, in dem Tim wohnt.

Austausch mit Wörth
- Ich bin mit dem Zug nach Wörth gefahren. Als ich in Wörth am Bahnhof angekommen bin wurde ich sehr gut von der Familie aufgenommen.

- Um morgens in die Schule zu kommen mussten wir den Bus nehmen. Die erste Schulwoche fand ich nicht so interessant, weil ich nicht in der Klasse von meinem Austauschpartner war. Da schon zwei Austauschschüler in der Klasse waren gab es keinen freien Platz mehr. Aber danach waren wir in der gleichen Klasse und es war viel lustiger und einfacher wegen den Schulzeiten und um zu wissen in welchem Klassenraum wir Unterricht hatten. In den Klassen bin ich gut aufgenommen worden. Die Lehrer waren auch sehr nett zu mir. Ich fand, dass die Lehrer besser die Schüler kennen weil ein Lehrer seine Klasse immer zwei Jahre lang betreut. Die Schüler kennen sich auch besser denn sie sind immer in der gleichen Klasse. Ich fand, dass die Halbtagsschule viel lockerer ist weil man nachmittags Zeit hat um was zu unternehmen. Aber dafür haben sie mehr Hausaufgaben. Was auch gut ist, dass die Schüler rein und raus gehen können wann sie wollen und es nicht so strickt ist und niemand den Ausgang überwacht.

- Da die Schule um 14:00 aus war, haben wir viele Ausflüge mit der Familie unternommen.

- Ich finde, dass häufiger so ein Austausch stattfinden sollte, denn man lernt die Sprache des Landes kennen. Aber nicht nur die Sprache sondern auch die Kultur und wie die Schule dort ist. Das einzige was ich beim Austausch nicht gut fand ist dass wir am Anfang nicht in der gleichen Klasse waren.