3e "Wir schreiben einen Krimi" (2015)

mardi 23 juin 2015
par  J. Nordmann-Gidoin

Todesquellevon Luise und Ferdinand

Es war ein sonniger Morgen wie schon seit mehreren Wochen. In Berlin waren endlich Sommerferien und die Hitze war unerträglich. Die Freibäder waren überfüllt, Schattenplätze gab es auch keine mehr und die Eisbuden waren alle voll. Wer sein Wasser nicht dabei hatte konnte aus den Quellen was trinken, davon gab es nämlich viele und überall in Berlin. Diese Quellen verdanken sie der neuen Bürgermeisterin Katrin Schobert. Auch im Kommissariat machten alle Beamten schlapp, denn trotz Klimaanlage war die Hitze für sie unangenehm.

Ich konnte es nicht mehr aushalten. 8 Stunden in diesem Büro sind zu viel bei dieser Hitze, da geh auch ich zu Boden. Es war alles ruhig als plötzlich das Telefon klingelte. Endlich ein neuer Fall für uns, das hatte mir gefehlt. Wie immer benachrichtigte ich meine Kollegen, Martina Beritz, Riko Bardossa und den Neuankömmling Paul Grützner, der seine Ausbildung gerade abgeschlossen hatte. „ Hey Leute, wir haben endlich einen neuen Fall !”, schrie ich im ganzen Kommissariat. Paul ganz aufgeregt, „ Wie sieht denn der Fall aus ? Sind es viele Tote ? Wo denn ? Gibt es schon viele Infos ?“ „ Beruhige dich erstmal“, sagte ich zu ihm. „ Das Krankenhaus hat angerufen. Wir sollen sofort hinkommen, es ist angeblich was ganz Schlimmes passiert. Mehr dazu sage ich euch im Auto.“ Wir fuhren erst 10 Minuten nach dem Anruf los, da Riko sein Käppi mal wieder nicht finden konnte.

Im Krankenhaus angekommen rannte uns die Krankenschwester schon entgegen, sie war sehr gestresst. Sie sagte uns, dass in den letzten 20 Minuten mehr als 12 Patienten eingeliefert wurden. Sie kamen alle wegen Atembeschwerden her. Zwei ältere Menschen sind schon gestorben, und ein zehnjähriger Junge war gerade am Sterben. „Sie haben alle Wasser aus den Quellen getrunken.“, erwiderte sie. „Okay ! Martina ruf sofort bei der Staatsanwaltschaft an. Sofort ! Sie sollen eine Durchsage machen, dass keiner mehr aus den öffentlichen Quellen trinken soll. Die Freibäder sollen alle geschlossen werden und alle anderen Stellen wo wir Wasser aus der Hauptquelle haben. Und wir, wir gehen dort hin.“ Dort fanden wir einen Bolzenschneider und einen leeren Kanister mit Säureresten. Diese hat wahrscheinlich die Atemprobleme verursacht. Dann beschlossen wir uns zur Bürgermeisterin zu fahren, denn sie hatte sicherlich noch ein paar Infos für uns . Das Rathaus war aus Backstein gebaut. Es war groß und faszinierend. Wie der Gesichtsausdruck von Paul zeigte, hatte er noch nie ein so großes Rathaus gesehen. Wir gingen rein und wurden sehr höflich empfangen. Hier war es angenehm kühl im Gegensatz zu draußen. Die Bürgermeisterin war groß, schlank und trug außerdem noch Hakenschuhe. Sie hatte einen schwarzen strengen Rock an und eine weiße Bluse. Sie lächelte uns an und umarmte Paul. Es stellte sich heraus, dass sie alte Schulfreunde waren. Wir gingen mit ihr ins Büro und setzen uns hin. Wir bekamen erstmal ein schön gekühltes Glas Wasser und wer wollte, ein Bier. Riko lief Runden im Zimmer und stresste uns alle dabei. Doch plötzlich erstarrte er. Er holte ein Papier aus dem Mülleimer welches rot und zerknüllt war. Es war ein Drohbrief, in dem stand, dass die Bürgermeisterin die Wahlen gefälscht habe, und dass, wenn sie keine 100.000 Euro in den Tierpark bringen würde, es schlimme Folgen gebe und jede Woche noch schlimmer werden würde. „Warum haben sie uns diesen Brief verschwiegen Frau Bürgermeisterin ?“ fragte Martina. Frau Schobert fing an zu weinen. Sie entschuldigte sich und zog sich zurück. Dass sie die Wahlen gefälscht hatte, war uns erstmal egal, denn wir mussten den oder die Täter finden bevor es noch schlimmer wurde.

Eine Woche ist jetzt schon vergangen und wir haben noch immer keinen Täter. Er hat überhaupt keine Spuren hinterlassen und passieren wird auch noch was, denn das stand ja im Drohbrief. Wir entschlossen uns die Situation nochmal zu rekonstruieren um heraus zu finden, wie der Täter vorgegangen sein könnte. Wir fuhren in die Stadt, zur Hauptquelle. „ Das macht doch kein Sinn, wir waren hier doch so wieso schon 10 Mal und außerdem wurde hier schon alles untersucht”, sagte Paul die ganze Zeit. Riko antwortete verärgert. „ Okay ! Dann gehen wir eben zurück ins Kommissariat. Der Brief hat sicherlich irgendetwas an sich. Wir finden noch ganz bestimmt etwas.“ Also fuhren wir wieder zurück. Martina ging schon mal vor, die Tür aufschließen so lange wir die Autos einparkten. Einmal ausgestiegen hörten wir einen schrillen Schrei. Es war Martina. Sofort rannten wir los und verstanden warum sie geschrien hatte. Auf dem Boden lag ein Mädchen, wenn man sie noch so nennen kann, denn ihre Ohren und Augen waren ausgerissen und lagen neben der Leiche. Ihr Bauch war mit einer Kettensäge aufgesägt, die auch noch hier voller Blut lag. Im Bauch krabbelten Spinnen, Totengräber und noch viele andere eklige Insekten. Eine Schachtel lag auch noch dort. Sie wurden vermutlich bewusst hinein gesetzt. Die Organe waren verschwunden und der Verdauungstrakt hing über der Tür. Die Füße und Hände waren aufgeschlitzt, die Nägel ausgerissen und das Blut quoll aus den Wunden heraus. Ihre Haare waren auch heraus gerissen und in ihrem weit aufgerissenen Mund saugten sich Blutegel auf der Zunge fest. Der Schädel wurde auch aufgesägt und einige Meter weiter lag das in vier geschnittene Gehirn. In ihrem Hals fanden wir ihre aufgeschnittenen Luft- und Speiseröhre, in denen Reißzwecken steckten. Paul fand einen Ausweis in ihrer Jackentasche. Es war die Tochter der Bürgermeisterin, Carmen Schobert. Wir fuhren sofort zu ihr, um die schlechte Nachricht zu übertragen. „ Ich werde dieses Schwein erledigen !“ schrie die Bürgermeisterin im ganzen Rathaus. Wir beruhigten sie erstmal.

Keiner von uns konnte diese Nacht schlafen. Ständig musste ich an dieses Mädchen denken. Riko fühlte sich überhaupt nicht wohl und blieb lieber zu Hause. Um acht bekamen wir eine erste Laboranalyse. Doktor Berlipp hatte Fingerabdrücke auf der Säge gefunden. Sie stammten von einem gewissen Niklas von Willenburg, dem Nachbarn von Riko ! Wir riefen Riko an, doch keiner antwortet. Also fuhren wir sofort zu ihm, doch da war es schon zu spät. Der Täter war schon vor uns da. Wir stürmten in das Haus hinein, Riko lag schon am Boden. Vor Schreck warf der Täter einen großen Shuriken. Im selben Moment stand Riko wieder auf. Er bekam den Shuriken in den Hals. Sein Kopf flog auf den Boden und rollte die Treppe hinunter. Martina schoß.

ENDE

Mexikanischer Mord von Maxime und Célestine

Er lief auf der Straße, durchquerte den Garten und klingelte. Die Frau öffnete die Tür mit einem freundlichen Lächeln. Sie bat ihn herein zu kommen und fragte, ob sie etwas für ihn tun könne. Sie drehte sich um, um die Tür zu schließen. Das Letzte was sie sah war ein Lichtschein, der sich schnell bewegte. Der Schmerz war so groß, dass sie nicht mehr nachdenken konnte.

Inspektorin Keitel war froh. Sie fühlte sich aber auch schuldig, denn jemand war gestorben. Welcher Polizist freut sich über einen Mord ? Doch auf der anderen Seite hatte sie jetzt wieder Arbeit. Sie arbeitete bei der Kriminalpolizei, füllte aber seit Wochen Formulare aus. Sie kam am Tatort an. „Dem Gerichtsmediziner nach wurde sie letzte Nacht ermordet“, sagte eine Frau aus dem Zeugenschutzprogramm. „Entschuldigen Sie, aber was machen Sie hier ? Kannten sie das Opfer ?“ „Ja, sie heißt Maya Fanker, sie ist seit drei Jahren im Zeugenschutzprogramm und sollte in zwei Wochen gegen einen Drogendealer aussagen. Sie hatte eine neue Identität und meiner Meinung nach keinen Kontakt mit alten Bekannten. Sie wohnt hier seit zwei Jahren.“ „Alles klar. Wissen Sie wer die Leiche gefunden hat ?“ „Ja, die Anwältin, sie ist dort drüben.“ Die Polizistin zeigte auf eine junge Frau, die sich in der anderen Ecke mit einem Psychologen unterhielt. Sie erzählte Inspektorin Keitel, dass sie gekommen wäre, um mit dem Opfer die Aussage noch mal durchzugehen. Die Tür war offen und im Flur lag Maya Fanker. Die Anwältin hatte gleich die Polizei angerufen. Ein Kollege der Inspektorin kam auf sie zu und informierte sie, dass die Mordwaffe gefunden wurde : ein mexikanisches Messer. Es war ins Labor geschickt worden. Es war aber eine Profiarbeit, und die Inspektorin erwartete weder DNA-Spuren auf der Leiche noch Fingerabdrücke auf dem Messer.

Sie fuhr wieder zu ihrem Büro und rief den Nachbar an, Kristof Marber. „Guten Tag Herr Marber. Ich rufe wegen des Mords an Maya Fanker an, Ihre Nachbarin. Ich weiß, es ist für Sie besonders schwierig, da Sie Frau Fanker gut kannten. Mein Beileid. Aber ich möchte Ihnen trotzdem ein paar Fragen stellen, es könnte mir helfen, den Mörder zu enttarnen.“ „Ja, es ist wirklich schrecklich was passiert ist. Wie ist es denn überhaupt möglich ? Es tut mir leid, dass ich keine große Hilfe bin... Ich war nämlich gestern Abend nicht Zuhause, sondern im Restaurant, beim „Chinesischen Drachen“. Ich hatte ein Date.“ „Gab es Licht, als Sie zurück gekommen sind ? Oder war die Tür vielleicht offen ?“ „Ich weiß nicht, ich habe nicht nachgesehen, sie war nämlich eine sehr diskrete Frau, bei ihr war nie viel los..“ „Wie gut kannten sie sich ?“ „Eigentlich kannten wir uns gut, denn wir haben zusammen Schach gespielt. Sie war eine hervorragende Spielerin, auch wenn sie leicht unkonzentriert werden konnte. Wir haben wöchentlich zusammen gespielt. Es ist unmöglich, dass Jemand ihr wehtun wollte, sie war einfach so nett ! Sie hätte keiner Fliege etwas getan.“ „Es ist nicht schlimm, dass Sie nicht weiter wissen...“ „Ich hätte aber nachsehen müssen, sie ist, ich meine sie war meine Nachbarin, ich hätte nachsehen müssen, ob alles in Ordnung war...“ „Nein, sie dürfen sich nicht schuldig fühlen, sie hätten es nie vorhersehen können. Machen Sie sich keine Sorgen.“ „Warten Sie ! Ich erinnere mich noch an etwas ! Ungefähr eine Viertelstunde nachdem ich Heim gekommen bin, habe ich etwas gehört. Jemand ist ins Haus gekommen, und ist über die Stufen vor ihrer Tür gestolpert.“ „Haben Sie keine anderen Details ?“ „Ich glaube, es war eine Frau.“ „Es muss Ihnen nicht leidtun, Sie haben mir wirklich geholfen.“, erwiderte die Inspektorin und legte auf. Im Verhörraum wartete der Drogendealer David auf sie. Er blickte nach Vorne und reagierte nicht, als die Inspektorin herein kam. Sie seufzte. Sie mochte es nämlich nicht, wenn man sie ignorierte. „Gestern ist eine Frau gestorben, die gegen Sie aussagen musste. Wie fühlen Sie sich ?“, fragte die Inspektorin. „Eigentlich ziemlich gelangweilt, Sie haben sich Zeit am Telefon gelassen. Anderseits wurde ich nie als Verdächtiger in einer Mordermittlung betrachtet. Er ist schon lustig zu sehen, dass Sie Zeit mit mir verlieren, da ich niemanden getötet habe, Mord ist nämlich nicht Teil meines Geschäfts.“ „Was ist genau Ihr Geschäft ? Da Sie nicht der Mörder sind, können wir in Ruhe plaudern um die Zeit totzuschlagen...“, sagte die Inspektorin ironisch. „Mein Beruf ist, Menschen Glück zu verschaffen.“ „Sie geben also zu, dass Sie ein Drogendealer sind ?“ „Habe ich das gesagt ? Sie sollten zum Arzt gehen, denn ich befürchte, dass Sie Halluzinationen haben. Ich muss meine Zeit aber nicht totschlagen, und Sie werden mich gehen lassen, denn sich über den Tod einer Person zu freuen ist keine Strafftat.“ „In der Tat. Sie können zwar gleich gehen, dürfen aber die Stadt nicht verlassen. Vorher möchte ich Ihnen noch eine persönliche Frage stellen. Ich fahre in den nächsten Ferien nach Mexiko. Waren Sie schon dort ? Wie ich gehört habe gibt es dort viel Sonne. Aber dort werden auch leider viele Drogen und Messer hergestellt. Und da ich nicht wie diese arme Frau Fanker sterben will, frage ich mich ; ob ich nicht lieber nach Spanien oder Portugal fahre. Was denken Sie ?“ Er reagierte kaum auf die Falle mit dem Messer, versuchte aber seinen mexikanischen Akzent zu verbergen. Die Inspektorin hob eine Augenbraue und er schaute verlegen auf den Tisch. „Ich weiß genau, worauf Sie hinaus wollen. Ich informiere mich, ob der Mörder einer meine Konkurrenten ist, damit ich mich dann wieder freuen darf. Deal ?“ „Nein. Es gibt keinen Deal. Wenn Sie Beweise für Verbrechen haben, die Ihre Konkurrenten begangen haben, packen Sie hier und jetzt aus. Sonst gehen Sie, bevor ich meine Meinung ändere und Sie bleiben in der Stadt.“ Die Inspektorin ging zur Zeugenschutzprogrammstation und fragte die Polizisten nach Bekannten des Opfers, damit sie mehr Informationen über Maya Fanker bekam. Da erfuhr sie von der Schwester und dem Ex-Mann des Opfers. Der Ex-Mann informierte aber die Inspektorin über eine von Mayas Freundinnen, die sich heftig mit Maya gestritten hatte. Es ging um Geld und die Beiden hatten sich nie vergeben. Daher beschloss Frau Keitel die Freundin, Sonja, zu finden um ihr Fragen zu stellen. Doch Sonja hatte ihren Job als Kellnerin aufgegeben, ihr Haus verkauft und ihr Bankkonto geleert. Sie war nirgendwo zu finden. Inspektorin Keitel gab einen Suchbefehl raus und ließ alle Bahnhöfe und Flughäfen kontrollieren. In „Schönefeld“ wurde Sonja von der Polizei festgenommen. „Sonja“, sagte Inspektorin Keitel, „dies wird ein langes Verhör. Ich habe aber viel in der Hand, um Sie hier lange zu behalten. Sie können natürlich eine Nacht in der Zelle verbringen, bevor sie auspacken. Leider macht es beim Richter keinen guten Eindruck.“ „Was soll ich aber gestehen ? Ich habe überhaupt keine Ahnung, was Sie von mir wollen !“ antwortete Sonja, offenbar verwirrt. „Den Mord an Maya Fanker. Sie haben sie mit einem mexikanischen Messer erstochen. Und jetzt wollten Sie nach Mexiko fahren, wo Sie im Ozean baden können. Leider haben Sie nicht mit der Polizei gerechnet oder ? “ Sonja blickte einen Moment verwirrt und Tränen liefen über ihr Gesicht. „Das wusste ich nicht“, sagte Sonja mit gebrochener Stimme „Wann ist es denn passiert, wissen Sie wer es war ?“ „ Unsere einzige Spur sind Sie. Es wurde uns von dem Ex-Mann Mayas bestätigt, dass Sie Streit mit ihr hatten. Außerdem hat vor kurzem der Nachbar angerufen. Er hat gestern eine Frau auf der Straße gesehen, die Ihnen sehr ähnlich sehen soll. Was haben sie zu antworten ?“ „Ich war es nicht. Gestern war ich beim Packen. Ich wollte am Morgen weg fahren.“ „Sie wollten weg fahren damit keiner sie wieder findet.“ Sonja sagte nichts und blickte nur auf das Boden. „Und, weshalb haben sie ihr Konto geleert ?“ „Ich wollte schon immer nach Mexiko, und dort für immer bleiben. Hier hatte ich Probleme mit meiner Familie, ich wollte hier nicht mehr bleiben.“ Nach dem Verhör dachte Inspektorin Keitel nach. Sonja war die Mörderin, das war klar. Es gab zu viele Indizien dafür. Außerdem konnte sich jeder eine solche Lüge ausdenken. Jetzt musste sie nur den anderen Verdächtigen sagen, dass der Fall abgeschlossen war, da sie Sonja verhaftet hatte.

Eine Stunde später waren alle drei da : David, Christoph Marber und Thomas Kütter : der Dealer, der Nachbar und der Ex-Mann. „Guten Tag. Ich habe gute Neuigkeiten für sie : wir haben den Täter ! Es war Sonja, die Freundin. Wir brauchen nur noch den endgültigen Beweis : Sonjas Fingerabdrücke auf dem Messer. Es wird von der Spurensicherung analysiert, die Ergebnisse werden in ein paar Stunden fertig sein.“ Sie legte das Messer auf den Tisch. „Sie wissen ja nicht wie es ist, aber die Spurensicherung braucht immer Stunden um die Ergebnisse mehrmals zu prüfen, damit es keine falsche Beweise gibt.“ Ihr Telefon klingelte. „Oh, Sie waren aber diesmal schnell ! Das Ergebnis müsste wirklich klar zu erkennen sein, das heißt, es ist nicht das erste Verbrechen von Sonja. Wenn Sie mich eine Minute entschuldigen würden.“ Sie ging aus dem Raum weg, ging aber nicht ans Telefon ran. Sie wartete ein paar Minuten und ging wieder in den Raum rein. „Herr Marber entschuldigt sich bei ihnen, aber er wurde angerufen und musste dringend weg.“ sagte Thomas. „Freuen sie sich nicht so früh, zwei Polizisten warten schon auf ihn. Sie legen jetzt beide die Hände auf den Kopf oder mein Kollege hier muss leider seine Pistole benutzen.“ Sie zeigte auf einen bewaffneten Polizisten, der nach ihr den Raum betreten hatte. „Wie bitte ?“ sagte der Ex-Mann nervös, „Wir haben doch keine Straftat begangen ! Außerdem hat Sonja meine Ex-Frau ermordet ! Wir sind total unschuldig !!“ „Würdet ihr Beide total unschuldig sein, würde das Messer immer noch auf dem Tisch sein und Herr Marber wäre noch hier.“ Ein Polizist kam mit dem Nachbarn in Handschellen herein. Er hatte das Messer wieder in eine Beweistüte gesteckt. „Meine Herren, ich nehme sie alle Drei wegen Mord an Maya Fanker fest.“ David erhob sich. „Sie haben keine Beweise. Glauben Sie mir, ich kann mir hervorragende Anwälte leisten. Sie haben nichts in der Hand gegen uns.“ Mit einem Lächeln fing Inspektorin Keitel an zu erzählen.

Nach dem Verhören dachte Inspektorin Keitel nach. Sonja war die Mörderin, das war klar. Es gab zu viele Indizien. Außerdem konnte sich jeder eine solche Lüge ausdenken. Doch sie musste noch einen Zusammenhang mit dem Dealer schaffen. Er müsste irgendwie beteiligt sein, denn Sonja hätte nicht nur für die Geld Probleme Ihrer Freundin getötet. Der Dealer hat wahrscheinlich Sonja Geld gegeben, dachte die Inspektorin. Sie kehrte in den Verhörraum mit drei Fotos zurück : der Drogendealer, der Nachbar und ein Kollege der Inspektorin, den Sonja nie gesehen hatte. Sie legte die drei Fotos auf den Tisch. „Ich weiß ganz genau, dass einer dieser Männer ihr Komplize ist. Ich weiß aber nicht welcher. Wenn Sie mit uns kooperieren und Ihren Komplizen ausliefern, wird der Staatsanwalt auf die höchste Strafe verzichten.“ „Hören Sie, ich habe Maya nicht ermordet, daher ist auch keiner dieser Männer mein Komplize. Ich möchte einen Anwalt.“ „Alles klar. Sie werden einen Anwalt bekommen. Wollen Sie damit sagen, dass sie keiner dieser drei Männer kennen ?“ „Nein. Ich habe das nicht gesagt. Ich habe diese beiden Männer schon Mal gesehen.“ Sie zeigte auf die Fotos von David und dem Nachbarn. „Woher kennen sie diese beiden Männer ? Wissen Sie auch wer sie sind ?“ „Nein, ich habe keine Ahnung. Ich habe sie bedient. Ich bin Kellnerin und ich habe eine Zeit lang bei dem „Chinesischen Drachen“ gearbeitet. Ich erinnere mich gut an diesen Abend, da die Beiden mit dem Ex-Mann von Maya gegessen haben und er so getan hat, als würde er mich nicht erkennen. Ich würde sagen, es war ungefähr vor vier Monaten.“ „Sie versichern mir also, dass der Nachbar, der Ex-Mann und der Drogendealer sich kennen ?“ „Ja. Ich bin mir 100% sicher.“ „Wieso haben Sie dann alles zurückgelassen um nach Mexiko zu reisen ?“ „Ich bin krank. Krebs im Endstadium. Mir bleiben nur noch ein paar Monate.“ „Es tut mir leid. Ich habe aber eine Idee, wie ich den drei Tätern eine Falle stelle.“

Herr Marber schrie : „Es war eine Falle ! Es gab gar keine Spuren auf dem Messer !? Sie haben gar nicht gewusst, dass Thomas seine Ex-Frau an David verkauft hat, und dass David mich engagiert hat, damit ich mich meinem Ziel nähere !“ „Ganz genau. Aber Sie haben mir gerade schon bewiesen, dass ich richtig lag, als ich Verdacht gegen Sie schöpfte.“

Die Inspektorin ging erleichtert raus, sie hatte den Fall aufgelöst und die Mörder gefasst. Außerdem würde David jetzt auch ohne die Aussage von Maya ins Gefängnis kommen. Das Telefon klingelte. Sie ging ran, und legte nach ein paar Minuten wieder auf. Sie machte sich auf dem Weg zu einem neuen Tatort.

Vom Schüler zum Opfer : von Sarah und Johann

Es war Freitag, Nina ging aus der Deutschklasse, nachdem alle ihre Mitschüler schon weg waren. Ein Mann kam ihr entgegen und hat sie begleitet.

„Ja ? Polizei Köln ! Nennen sie mir Ihre Not ? Meine 7 jährige Tochter ist heute Abend nach der Schule nicht heimgekommen. Nennen Sie mir erstens Ihren Namen und Ihre Adresse. Rosemarie Töller, 8 Kreuzacher Straße. Sie sagen, dass Ihre Tochter nicht heimgekommen ist ? Eigenlich kommt sie immer um 13 Uhr heim. Doch heute nicht ! Ich schicke Ihnen Polizisten.“ Komissar Müller und sein Kollege Scheuchler kamen am Samstagmorgen an Töllers Haus. Sie klingeln. „- Hier Polizei Köln ! Hallo. Ich bin Reichard Töller, Ninas Vater. Ich bin Kommissar Müller, und das ist mein Kollege Scheuchler. Kommen Sie doch rein. Danke. Nina ist noch ein Kind. Sie ist bestimmt nicht geflohen. Wir können sie in der Umgebung von Köln suchen. Nur, Köln ist groß, und es wird lang. Wir leiten ein Verfahren ein. Können wir kurz ihr Zimmer ansehen ? Ja, folgen Sie mir.“ Ihr Zimmer war pink gefärbt, voller Puppen, Barbies und Kuscheltiere. Ein Kinderzimmer, nur schöner aufgeräumt. Alles hatte seinen Platz. Nina schien ein organisiertes Kind zu sein.

Zwei Tage sind vergangen. Trotz des Verschwindens geht die Schule weiter. Der Deutschlehrer kam vor der Klasse an. Die Schüler waren am Toben, und beruhigten sich als sie den Lehrer sahen. Herr Metzger machte die Tür auf. Die Schüler traten ein und setzten sich an ihre Plätze. Einer der Jungen wollte seinen Ordner aus seinem Bürofach nehmen, aber anstatt einen Ordner herauszuholen hielt er ein Bein in seinen Händen. „Herr Metzger ! Herr Metzger ! Was ist denn ? Warum brüllst du so ? Eh... ein... ein Bein, Herr Metzger ! Ein Bein voller Blut !“ Lola fiel in Ohnmacht. In den sechs anderen Klassenzimmern wurden noch zwei Arme, ein Bein, der Körper und ein Kopf gefunden.

Am Abend in der Obduktion, wurde herausgefunden : „Man kann auf ihren Körper Gewaltspuren bemerken. Sie wurde auch vergewaltigt bevor man sie in Stücke geschnitten hat.“

„ Ich glaube, dass wir die Eltern von Nina befragen sollten, sagte der Kommissar Müller. Gute Idee. Ich gehe den Deutschlehrer fragen, wo sie sie gefunden haben.

Als Müller ankam waren die Eltern von Nina schon hinter der Tür. Sie öffneten ihm augenblicklich die Tür. „Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass wir den Körper...
- Wir haben es schon im Fernsehen gesehen.
- Mein Beileid. Ich hätte noch Fragen über die Gewohnheiten Ihrer Tochter.
- Was wollen Sie denn wissen ? Ein Verrückter hat sie mitgenommen, verlieren Sie keine Zeit und finden sie den Mörder unserer Tochter !
- Wir müssen alles über ihre Tochter erfahren, und Sie sind die Personen, die sie am besten kannten.
- Gut. Unsere Tochter war sehr organisiert, wie Sie es gemerkt haben.
- Eigentlich geht sie um Viertel vor eins aus der Schule und braucht genau eine viertel Stunde um nach Hause zu laufen. Sie redet immer ein bisschen mit ihrem Deutschlehrer, denn es ist ihre letzte Stunde.
- Ist es freitags, dass sie Deutsch als letzten Unterricht hat ?
- Ja. Genau. Denken Sie er war es ?
- Das ist möglich. Meine Kollegen unterhalten sich mit ihm im Moment. Ich würde nur gerne den Namen des Eisladens wissen, um ihnen einen Besuch abzustatten.“

Nina’s Mutter nannte ihm den Namen und er verabschiedete sich. Er holte sein Handy aus seiner Tasche und rief Scheuchler an.

- Ich habe von Ninas Eltern erfahren, dass die letzte Person, die mit Nina Kontakt hatte, der Deutschlehrer war. Kannst du ihn befragen bis ich da bin ?
- Jawohl mein Herr.“ sagte Scheuchler ironisch. Es dauerte drei Minuten bis der Kommissar ankam. Als er im Saal ankam war die Szene lustig. Scheuchler saß auf dem Lehrertisch und der Lehrer saß an einem Schülerbüro. „So ! Rief Müller. Ich habe erfahren, dass sie jeden Freitag mit Nina von 12H30 bis 12H45 reden.
- Ja, genau. Wir reden, aber ich habe sie pünktlich um viertel vor entlassen. Was mir aber komisch vorkam war, dass sie um fünf vor nicht am Eisladen war.
- Danke. Sie haben uns viel Zeit erspart.“

Auf den Weg zum Schulausgang trafen Sie die Putzfrau. „Guten Tag meine Dame.
- Grüß Gott. Ich denke, es geht um dieses arme Kind.
- Genau. Wir würden gerne wissen ob Sie sie freitags um 12H46 sahen.
- Eigentlich sehe ich sie immer und begrüße sie auch noch. Aber gestern war sie nicht da. Ich dachte, sie wäre krank.
- Vielen Dank. Wir melden uns noch bei Ihnen.“

Sie riefen Herrn Schmidt, den Direktor an. Sie stimmten für den nächsten Tag einen Termin ab.

Der Mann in der Dunkelheit lud die Kindervideos runter.......

„Hallo, Herr Schmidt.
- Guten Tag, Kommissar Müller... Herr Scheuchler.
- Wir wollten wissen, ob sie etwas über Nina zu sagen hatten ? Sind vor Ihrer Ankunft schon solche Taten passiert.
- Ich kannte sie nicht sehr gut. Sie ist nie in mein Büro gekommen, sie war ein so braves Kind. Sie hatte ganz gute Noten, wir wollten, dass sie eine Klasse überspringt.
- Was denken Sie... wer hätte das gemacht ?
- Ich habe keine Idee... Meine Lehrer sind kompetent und intelligent und keine Pädophile. Sie würden eine solche Tat nicht begehen...
- Wie kommen Sie auf Ihre Lehrer ?
- Als ich den Deutschlehrer von Nina einstellte, stand in seinem Dossier schon irgendetwas über Pädophilie. Er wurde wegen sexueller Taten an seine Schüler angeklagt. Drei Monate danach ging er von der Schule weg und ich habe ihn bei uns eingestellt.
- Danke für Ihre Aufrichtigkeit.“

Die beiden Kollegen fuhren zum Eisladen. Der Inhaber des Ladens sah wie ein richtiger Luigi aus . „Guten Tag, rief der Verkäufer.
- Hallo ! Wir sind von der Polizei. Ich heiße Müller und hier ist mein Kollege Scheuchler. Wir hätten ein paar Fragen an Sie.
- Was gibt’s, hat mein Bruder schon wieder Mist gebaut ?
- Nein. Wir sind hier wegen des kleinen Mädchens, das ermordet wurde.
- Ja ich habe davon gehört. Sie ging jeden Tag bei mir vorbei aber an dem letzten Freitag kam sie nicht. Ich habe sogar bis acht aufgehabt um auf sie zu warten, aber sie kam nicht vorbei.
- Sind sie sich sicher, dass Sie sie nicht vorbei gehen sahen ?
- Ja sicher.“ Das Telefon klingelte. Es war der Doktor von der Obduktion.
- Müller am Apparat ?
- Servus Müller. Wir haben den Zeitpunkt des Mordes feststellen können. Sie wurde am Freitag vergewaltigt. Aber wir konnten nicht wissen wann sie in Stücke geschnitten wurde.
- Vielen Dank Herr Doktor... leider ruft mich Jemand anderes an. Ich muss auflegen, auf Wiederhören.

- Müller ?
- Ja, der bin ich.
- Hier ist der Biolehrer. Ich wollte gerade nachsehen ob unsere Pflanzen gewachsen waren, und dabei habe ich ein Bein unter einem Stapel Blätter gefunden.
- Wir kommen sofort. Danke vielmals.“

Als die beiden Polizisten im Auto von Müller waren fragte Scheuchler Müller : „Hatten wir nicht alle Teile des Körpers von Nina gefunden ?
- Ja, genau deswegen müssen wir uns beeilen, denn vielleicht ist der Mörder der zweiten Leiche noch in der Nähe.“

Die Kollegen kamen vor dem Eingang an. Der Biolehrer wartete schon auf sie. Er sah blass und erschöpft aus. „Wo ist die Leiche ?
- Genau dort !“

Unter dem Blätterstapel sah man ein Bein hervorsehen. Es sah dünner aus als die von Nina. „Scheuchler, rief der Kommissar Müller. Sieh dich um, ob nicht Jemand in der Nähe ist.“ Der Kommissar nährte sich der Leiche. Er verstreute die Blätter. Dieses Bild war schrecklich. Es war die Leiche eines Kindes, die Löcher im Kopf hatte.

Scheuchler kam keuchend zurück. „Ich sah jemanden von weitem weglaufen aber ich konnte ihn nicht identifizieren. Er war nur in Schwarz angezogen.
- Gut aufgepasst. In der Zeit habe ich die Leiche untersucht. Sie heißt Lola. Die Löcher, die sie im Kopf hatte sind regulär.
- Ihre beste Freundin war Nina.
- Aha. Also hätten wir einen Zusammenhang zu unserer ersten Leiche.
- Gut bemerkt, rief Müller seinem Assistenten zu.

Nachdem der Krankenwagen die Leiche mitgenommen hat gingen die beiden Polizisten zu den Eltern von Lola, um ihnen diese schlechte Nachricht mitzuteilen. Nachdem der Krankenwagen, die in Ohnmacht gefallene Mutter abgeholt hatte, fragte der Kommissar noch den Vater, ob Lola ein Tagebuch habe. Er antwortete mit ja.

„Scheuchler ! Komm schnell ! Lies das !“ Scheuchler las den Abschnitt , den ihn Müller gerade zeigte. „Das... das ist schrecklich. Das bedeutet, dass sie sich alles mitangesehen hat ?
- Ja genau. Ich rufe schnell die Zentrale, damit sie eine Fahndung beginnt.

Die beiden Kollegen bekamen eine SMS.

Sieht euch dieses Video augenblicklich an : https://www.youtube.com/watch?/o5uy...

Müller drückte auf die Internetadresse. Es öffnete ein Video. Auf dem Video sah man einen verschwommenen Mann, der gerade dabei war den Körper von Lola zu zerschlagen. Müller fielen die Augen aus dem Kopf. „Es ist. Seiner Größe nach entspricht sie dem Mann vom Video. Also den wir suchen, entspricht dem Direktor.“

Die beiden Polizisten kamen dort an, wo Scheuchler den Mann gesehen hatte, der vor ihm weggerannt war. Im kleinen Wald fanden sie eine Hütte. Sie holten ihre Waffen heraus und stürmten in die Hütte.

......und wir sieht wohl das Ende aus ??? Fortsetzung folgt !

Die Leichen in den verlassenen Bunkernvon David und Johanna

Johnny Martin wurde am 29. Dezember 2005 um 14:57 in einem verlassenen Bunker am Taubenwald von 4 Jugendlichen gefunden. Er wurde am 24. Dezember von seiner Frau Hildegard vermisst gemeldet. Ihm wurde die Kehle durchgeschnitten, was zu einem direkten Tod führte.

30. Dezember 2005 Kommissar Löhd sagt zu seiner Kollegin, Kommissarin Isio : „Wissen sie wer Johnny Martin als letztes gesehen haben könnte ?“ „Ich habe da gar keine Ahnung...“, antwortet Isio. Löhd überlegt kurz. „Mit wem ist Johnny eigentlich verwandt ?“ „ Mir wurde erzählt, er sei ein Waisenkind, das in Norwegen aufgewachsen ist und vor kurzem seine große Liebe gefunden hat : Hildegard Martin.” „Das ist doch die, die ihn vermisst gemeldet hat.“ meint Löhd, „Es könnte also sein, dass es die letzte Person war, die ihn noch lebend vor dem Mörder gesehen hat.“ „Vielleicht ist sie die Mörderin.“ Isio denkt nach. „Komm ! Wir nehmen mal diese Hildegard unter die Lupe.“ Wie jedes Mal will Löhd gleich etwas unternehmen. Sie kommen aus dem Büro und steigen in ihr Auto. Das Wetter ist schlecht und sie fahren über die Landstrasse zu Hildegard Martin. Kurze Zeit später halten sie vor einer großen Villa an. Sie klopfen an der Glastür, doch keiner öffnet. Sie klopfen erneut, doch es geschieht immer noch nichts. Sie gehen um das Haus herum und schauen durch ein Fenster, welches auf das Wohnzimmer zeigt. Frau Hildegard Martin sitzt weinend auf der riesigen Couch. Sie klopfen erneut an, aber diesmal am Fenster und Hildegard kommt und macht ihnen die Terrassentür auf. Sie sieht völlig überfordert aus. Kommissar Löhd tritt als Erster in die Villa ein und sieht sich neugierig um. Die erste Frage kommt von Kommissarin Isio : „Es macht ihnen sicherlich nichts aus, wenn wir jetzt ein paar Fragen zu ihrem Mann stellen, oder ?“ Hildegard schüttelt nur leicht den Kopf und fragt ob sie was von ihrem Mann gehört hätten. Als Löhd ihr antwortet, dass Johnny tot in einem Bunker gefunden wurde, hat sie Mühe auf ihren Beinen zu stehen. Löhd bittet sie, sich hinzusetzen. Im großen Wohnzimmer sitzen Löhd und Isio jeweils in einem großen Luxussessel . „Wann haben Sie ihren Mann zuletzt gesehen ?“, fragt Löhd. Hildegard denkt kurz nach und antwortet dann : „Am 23. Dezember.“ Isio merkt, dass Hildegard sich kurz fassen möchte, fragt aber trotzdem nach, um mehr Details über diese letzte Begegnung zu bekommen. „Am 23. Dezember, bevor mein Mann zur Arbeit gegangen ist, habe ich ihn zum letzten Mal gesehen, bevor er...verschwunden ist.“, erklärt Hildegard. Löhd fragt weiter nach : „Und war er da komisch ? War er anders als sonst ?“ Hildegard denkt nach, ihr fällt aber nichts weiter ein. „Hatte ihr Mann Feinde ?“, fragt Löhd weiter. „Nein.“, antwortet sie spontan ohne nachzudenken. Isio bittet Hildegard zu Hause und immer erreichbar zu bleiben und verabschiedet sich mit Löhd von ihr. Sie steigen wieder in ihren nagelneuen schwarzen BMW und brausen davon. Es wird schon dunkel und bevor Löhd nach Hause fährt, setzt er Isio noch ab. Davor sagt er ihr aber, dass er vielleicht Hildegards Feinde verdächtigt. Er fährt aber nicht gleich nach Hause, sondern fährt noch schnell ins Büro um herauszufinden, ob Hildegard Feinde haben könnte, die er verdächtigen könnte.

31. Dezember 2005 Nachdem sie schon vier Mal bei Hildegard versucht haben anzurufen und immer noch keiner abgenommen hat, entscheiden sich Löhd und Isio dazu, zu ihr zu fahren. Sie fahren schon eine Weile lang und sehen auf einmal ein Autowrack in einem Graben neben dem Weg liegen. „Die Leute heutzutage, glauben immer mehr, dass sie alles überall liegen lassen können ! Das ist eine Unverschämtheit ! Außerdem ist es ein sehr teures Auto : ein Aston Martin Supersport !“, sagt Isio. Daraufhin antwortet Löhd : „Da stimme ich dir hundertprozentig zu. Ich würde so einen gerne auf frischer Tat ertappen.“ Später kommen sie bei Hildegards Villa an und klopfen an der riesigen Glastür an. Keiner macht auf. Sie umrunden das Haus und hoffen dabei, Hildegard wie am Vortag wieder auf der Couch zu finden. Doch es kommt nicht dazu : ein Fenster wurde in der Nacht aufgebrochen. Sie treten durch das kaputte Fenster ein und finden in der Küche einige Blutspuren, die darauf hinweisen, dass Hildegard mit Gewalt entführt wurde. Nachdem sie sich vergewissert haben, dass keiner im Haus ist, ruft Löhd die Spurensicherung an. Nachdem Löhd angerufen hat, findet Isio einen Schlüssel, der zu einem Aston Martin Supersport passt. Dieser Schlüssel liegt auf dem Wohnzimmertisch, lag aber am vorigen Tag (30. Dezember) nicht darauf. Sie umrunden ein weiteres Mal das Haus, finden aber kein Auto dieser Art. Nach einer knappen Viertelstunde kommt die Spurensicherung an. Während sie das Blut untersuchen, fahren Isio und Löhd zurück zum Büro, mit dem Schlüssel im Auto. Auf dem Weg stoßen sie wieder auf das Autowrack und sehen heftige Bremsspuren auf der Strecke. Sie parken ihr Auto und gehen zum Aston Martin Supersport. Da finden sie plötzlich Blutspuren auf dem Fahrer- und Beifahrersitz des Autos. Löhd schnappt sich sein Handy und ruft in Windeseile die Spurensicherung an. Der Chef der Spurensicherung, Herr Mülla, scheint genervt, weil Löhd und Isio ihn in seiner Arbeit stören und es schon der zweite Anruf in einer halben Stunde ist. Er hört ihm aber trotzdem zu : „Ich habe hier, rechts an der Landstraße von dem Haus in dem Sie sich gerade befinden nach Haargenau, ein Auto gefunden, in dem sich Blutspuren befinden. Diese Spuren könnten mit den Spuren in dem Haus verbunden sein. Könnten Sie mir bitte ein paar Experten schicken ?“ „Kommt gleich !“, antwortet der Expertenchef und legt danach schnell auf. Nach einer sehr langen Wartezeit erscheint immer noch kein Experte. „Es ist hier schweinekalt !“, meint Isio „Wenn in fünf Minuten keiner von der Spurensicherung kommt, fahren wir zurück ins Büro. Wir haben noch viel zu tun und im Büro gibt es außerdem Heizung und einen Wasserkocher. Ich würde mich nämlich sehr auf einen warmen Pfefferminztee freuen.“ Sie müssen jedoch noch zehn Minuten warten, bevor Experte Simon und Experte David ankommen. Experte David, anscheinend der Leitungschef der heutigen Situation, untersucht mit seinem etwas schlecht gelaunten Kollegen Simon die Blutspuren des Autos. „Finden Sie nicht, dass es hier übelst kalt ist ? Mir war es im Labor viel angenehmer !“, fängt David an, um die beiden Kommissare besser kennen zu lernen. Aus reiner Höflichkeit fragt Löhd ihn, ob er hier neu sei. Daraufhin fängt David an sein Leben zu erzählen. Isio erwidert aber, dass es ihr völlig egal sei und dass er schleunigst arbeiten solle, während Löhd und sie zurück zum Büro fahren würden. Die beiden Kommissare fahren also zur Zentrale zurück und als ihr Pfefferminztee fast fertig gekocht ist , da klingelt Löhds Handy„Die Blutspuren auf dem Beifahrersitz sind die Gleichen, die auch im Haus sind : es sind Hildegard Martins Blutspuren ! Kommen sie bitte schnell !“ Die beiden Kommissare laufen erneut zum Auto und fahren zur Stelle, wo sich die Expertengruppe mit dem Auto befindet. „Die Spur, die wir im Haus untersucht haben, stammt von gestern, spät abends, gegen 23 Uhr. Es ist die gleiche DNA-Spur, wie auf dem Beifahrersitz des Autos, die aber von 23.58 Uhr stammt, genau so wie die Spur vom Fahrersitz, die aber nicht die Gleiche ist.“, erklärt Mülla. „Herr Mülla“, fängt Löhd seine Anfrage an, „wir hätten da eine letzte Bitte an Sie.“ „Ich höre Ihnen zu“, sagte Herr Mülla erschöpft. „Könnten sie bitte schauen, ob die DNA-Spuren des Fahrersitzes, die gleichen Spuren sind, wie die auf Johnny Martins Körper im Bunker.“, fragt Löhd. Mülla ruft die Zentrale an und sagt den Anderen kurz darauf, dass es die gleichen Spuren sind. „Kommt jemand mit zum Bunker, in dem die Jugendlichen Johnny Martin gefunden haben ?“, fragt Isio. Löhd antwortet, dass er mitkomme, doch Mülla und seine Gruppe müssen zurück zum Labor. Isio und Löhd gehen also zu Fuß zum Bunker, der nicht sehr weit entfernt von der Fundstelle des Autos ist. Doch auf dem Weg dorthin, sehen sie auf einmal einen anderen Bunker. Sie laufen schnell zum neuen Bunker und Isio merkt, dass die Tür des zweiten Bunkers vor Kurzem renoviert wurde. Je näher sie an den Bunker kommen, desto deutlicher werden die Blutspuren, die die Tür beschmieren. Langsam zieht Löhd sein Handy aus der Tasche und ruft nach kurzem Zögern die Spurensicherung und Verstärkung bei der Zentrale an. Kurz darauf kommen David und drei von seinen Kollegen (darunter auch Simon) und die Polizei, die bewaffnet ist. Die Polizei umrundet den Bunker, während die Spurensicherungsexperten ihre Arbeit machen. Nach einer halben Ewigkeit, sind David und seine Kollegen fertig. Es steht fest : die Spuren, die auf dem Fahrersitz gefunden worden waren, sind die Gleichen, die auf der Tür des Bunkers und Johnny Martins Körper sind. Es wird also beschlossen, in den Bunker einzudringen. Zwei schwer bewaffnete Polizisten treten ein, gefolgt von den Kommissaren Isio und Löhd, von der Spurensicherung und weiteren Polizisten.

Dies sehen sie drinnen : Hildegard liegt am Boden, tot, mit einem Messer mitten im Brustkorb und daneben hängt ein Mann. Die Spurensicherung fängt an, am Messer, am Seil und am Finger des hängenden Mannes, die Fingerabdrücke zu untersuchen. Es sind alle dieselben. Es steht also fest, dass dieser unbekannte Mann am 24. Dezember, Johnny Martin und am 31. Dezember Hildegard Martin getötet hat. Die Spurensicherung und die beiden Kommissare stellen heraus, dass der Mörder der Ex-Mann Hildegards war, der es aus reiner Eifersucht nicht ertragen konnte, sie mit einem Anderen zusammen zu sehen und die Beiden also umgebracht hat. Der Mörder heißt Maximilian Herbert. Die Kommissare sind endlich mit der Sache fertig und können endlich zur Zentrale fahren und ihren Pfefferminztee in aller Ruhe genießen. Ein weiterer geklärter Fall für die beiden Kommissare Löhd und Isio.

Mord in der Truhevon Carmen und Tobias

Kommissar Frédérique Dödl lag in seiner Hängematte als ein Anruf vom Polizeirevier kam. „Moin Boss, wir haben einen neuen Fall“, sagte die vertraute Stimme seiner Partnerin Hildegard, „Mord in der Truhe, mehr sage ich nicht dazu. Seien sie in 10 Minuten am Lagersee.“ Frédérique machte sie auf den Weg. Am Tatort angekommen, sah er eine kleine Menschengruppe, die sich mit einer diffusen Masse beschäftigte. Als er näher ran kam, erkannte er eine Truhe. Es roch schon aus 20 Metern Entfernung sehr stark, was kein gutes Zeichen war. „Was ist hier los ?“, fragte er wie üblich ohne sich vorzustellen. Kaum hatte er das gesagt, sah er, was Sache war. In der Truhe lagen mehrere Menschenglieder, die keinen Tropfen Blut mehr enthielten. Es war nur halb-morsches Fleisch, das unglaublich stank. Die Glieder waren mit etwas bekrönt, das vage an einen Frauenkopf erinnerte. „Diese Truhe wurde heute aus dem Wasser gefischt. Ich lass Sie raten, wie die Person reagiert hat“, sagte sie mit einem sadistischen Lächeln. „Über diese Person weiss man nicht viel. Wir werden im Register der vermissten Personen nachschauen, eins ist sicher, die Person ist total durchgeknallt !“ Zurück , zu Hause legte sich Freddie wieder in seine Hängematte und schlief ein, als wäre nichts passiert.

Das Opfer hieß Olga Dieter. Sie war vor ca. einem Monat von der Bildfläche verschwunden. Sie war mit dem Rechtsanwalt der Stadt verheiratet. Sie war hübsch, reich, hatte sichtbar keinen Grund ermordet zu werden. Doch in Wirklichkeit war sie im Viertel nicht sehr beliebt, weil sie eingebildet und selbstsüchtig war. Es wurde angenommen, dass Olga ungefähr am 13. August ermordet wurde, vor einer ganzen Woche.

Kommissar Dödl verhörte als erstes ihren Mann, denn im Viertel ging ein Gerücht rum, dass sie sich am Abend vor ihrem Tod stark gestritten hatten.

"Nun, sie wissen vermutlich warum sie hier”, fing er an. Der Mann antwortete : " Ich habe sie nicht getötet !" "Das habe ich ja nie in Erwägung gezogen, ich möchte Ihnen nur ein paar Fragen stellen. Wo waren sie am Abend des Mordes ?" "Ich war mit meinem Nachbar verabredet, ich habe mich an diesem Abend mit meiner Frau gestritten, weil ich herausgefunden hatte, dass er sie heimlich gestalkt hat. Sie hatte mir nichts davon gesagt." "Hum ich verstehe..." Kommissar Dödll ging aus dem Verhörraum raus und forderte Hildegard auf, den Nachbar sofort ins Polizeiamt zu bringen.

Der Nachbar, Louis, war gerade beim Packen seiner Sachen ,als Hildegard und die Polizeitruppen in sein Haus kamen. Er nahm seine Sachen und schlich sich heimlich durch die Hintertür. Hildegard nahm ihn jedoch fest und brachte ihn mit Handschellen zum Kommissar Dödl.

Die Autopsie stellte heraus, dass Olga von Louis misshandelt worden war. Auf ihrem Hals waren Blutergüsse zu sehen. "Warum haben sie Olga getötet ?" "Was ? Das habe ich nicht getan, ich habe sie geliebt, sie war die Liebe meines Lebens !" ’’Und warum haben wir ihre Fingerabdrücke auf ihrem Hals gefunden ?", fragte der Kommissar mit einer sanften Stimme. "Ich wollte ihr nie weh tun", seufzte Louis. " Sie wollte meine Liebe nicht erwidern. Deswegen bin ich durchgedreht und habe sie am Hals gefasst. Ich wollte ihr nicht weh tun, glauben sie mir ! Ich habe sie nicht getötet !"

Eine Träne floss über sein Gesicht. Kommissar Dödl ging nach draußen und sprach Hildegard, die alles mitgehört hatte an. "Ruf den Psychologen an, ich glaube der ist nicht mehr ganz dicht" ! "Ist er der Mörder ?" fragte Hildegard. "Nein ich glaube nicht, dafür hat er sie zu sehr geliebt." "Und was jetzt ? mehr Beweise haben wir doch nicht "Nein, aber ich denke wir sollten nochmal die Truhe gründlich durchsuchen, vielleicht kann sie uns ja mehr über den Mörder sagen", Kommissar Dödl schaute in die Luft und überlegte, "und wir wissen immer noch nicht was Olga am Tag ihres Todes gemacht hat. Das wird schwierig, den laut ihren Kindern war sie fast nie Zuhause, als hätte sie einen heimlichen Verehrer." "Und die Mordwaffe müssen wir auch noch finden. Wahrscheinlich war sie groß und scharf." "Ich werde mal ihr Haus durchsuchen, ein Hausdurchsuchungsbefehl wird zu lange brauchen." "Ich halte sie auf dem Laufenden", schrie Hildegard Frederique zu, als er fast schon im Fahrstuhl stand.

Kommissar Dödl fand nichts Verdächtiges im Haus. Doch als er raus an die frische Luft ging, sah er die Tür des Gartenhauses offen. Es war dunkel, eine Gestallt war zu erkennen. Es war der Gärtner. Er erschrak, als der Kommissar auf ihn zukam, seine Hände zitterten. "Sind Sie der Gärtner der Familie Dieter ? Ich hätte ein paar Fragen an Sie." "Tut mir leid aber ich habe gerade keine Zeit." Der Gärtner sah nervös aus. Er hielt eine Gartenschere und Klebeband in der Hand. Doch der Kommissar wollte ihn nicht aufhalten. "Fragen sie doch Frau Mayerhoff, sie war fast jeden Tag zu Besuch obwohl sie keinen Cent hatte. Olga war noch nie mit Armen zusammen. Mir kam sie schon immer sehr verdächtig vor, vielleicht wird es Ihnen in ihrer Ermittlung weiterbringen", sagte der Gärtner und und ging davon.

Kommissar Dödl machte sich sofort mit Hildegard auf dem Weg. Doch Frau Mayerhoff war nicht leicht zu finden. In einem Armenviertel fanden sie sie. Sie war auf Drogen und sah sehr schlecht aus. Sie wurde erst mal ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte ein blaues Auge und viele offene Wunden. Sie war nicht in der Verfassung zu reden. Deshalb hat das Polizeiamt ihre Kontoauszüge überprüft. Olga überwies Frau Mayerhoff jeden Monat um die 10000 Euro. Das kam Kommissar Dödl sehr verdächtig vor. Anscheinend waren auch Spuren von Drogen in dem Blut von Olga. Dies brachte den Kommissar auf die Lösung. Frau Mayerhoff lieferte Drogen an Olga, die sie für diese Tätigkeit jeden Monat bezahlte. Da kam ihm wieder der Gedanke an den Gärtner. Er war nervös, stotterte und hatte rote Augen. Die Gartenschere, die er in der Hand hatte, könnte die Mordwaffe sein und die Truhe wurde mit Klebeband verschlossen, genau wie das, das er in der Hand hatte. "An alle Einheiten, Mordverdächtiger in der Müllerstaße 32 !" Kommissar Dödl und das ganze Polizeiamt war vor Ort. Sie gingen langsam in das Haus rein. Der Gärtner sah sie und fing an zu laufen. Er war eindeutig der Mörder ! Dödl rannte ihm hinterher und er schoss ihn ins Bein.

Der Gärtner fiel hin und schrie laut. Er wurde danach festgenommen und zu einer 30-jährigen Haft ins Gefängnis gebracht. Er hatte Olga Dietrich in Stücke geteilt weil er selbst an ihre Drogen und ihr Geld wollte. Er konnte reiche Leute nicht ausstehen.

Es ist 9 Uhr abends - von Lois und Ludwig

Es ist 9 Uhr abends. Luigi Peperoni und sein Vater, Inspektor Antonio sind schon vor langer Zeit im „Gare de Lyon“ in Paris angekommen um Luigis Frau abzuholen. Luigi wartet ungeduldig und wirft ständig einen Blick auf seine Uhr. Normalerweise kommt der Zug in 5 Minuten an, doch die Zeit vergeht für ihn sehr langsam. „Was ist denn mit dir los Sohn ? Beruhige dich mal.“ „Ich habe Maria seit zwei Monaten nicht mehr gesehen, seit sie zu einer Kusine in München gefahren ist. Ich habe ein mieses Gefühl. Ich habe den Eindruck, dass etwas Schlimmes passieren wird.“ Der Kommissar erwidert spöttisch „Ich weiß du erzählst von ihr den ganzen Tag. Hör auf mit deinem Aberglauben.“

Da taucht plötzlich ein dampfiger schwarzer Punkt am Horizont auf. Doch Luigi Peperonis Gesicht wirkt überhaupt nicht beruhigt, sondern noch ängstlicher als zuvor. Die Lokomotive nährt sich rasch, die Menschen im Bahnhof staunen über ihre Geschwindigkeit. Nach und nach verbreitet sich Panik aus. Man kann Geschrei hören, die bald durch den Lärm des ankommenden Zuges übertönt werden. Luigi Peperoni und sein Vater rennen zur Seite. Im gleichen Moment, fährt der Zug mit Vollgas im Bahnhof ein. Da der Bahnsteig so gebaut wurde, dass der Zug nicht weiter fahren kann, rennen alle Menschen zur Seite. Ein ohrenbetäubendes Geräusch erschallt, und der Zug durchquert den ganzen Bahnsteig, schlittert durch die Eingangshalle, zerstört die Läden, um endlich die imposanten Fenster zu zerbrechen. Die Lokomotive stürzt den Bahnhof hinunter und bleibt still liegen.

Luigi Peperoni rennt verzweifelt, gefolgt von einer Menge, zum Zugwrack um seine Frau zu finden. Alle Menschen im Zug stehen mühsam auf, doch manche bleiben liegen. Zu denen gehört auch Maria, die direkt hinter der Lokomotive saß.

Inspektor Antonio ruft seine Mitarbeiter an und übernimmt den Fall. Man kann Feuerwehrsirenen hören. Die Polizei untersucht den Zug, um die Ursache des Unfalles herauszufinden. Nach einigen Stunden wird festgestellt, dass es ein einfacher Unfall war, da die Lokomotive nicht bremsen konnte.

Luigis Blick starrt ins Leere. Die Hilfe seines Vaters wurde benötigt um ihn wieder nach Hause bringen zu können. Nach einer depressiven Phase, überwältigt ihn die Rachelust. Er glaubt keine Sekunde daran, dass es ein Unfall war, und möchte den Täter des Unfalles bestrafen.

Ein paar Stunden später in der Nacht begibt er sich an den Tatort, und läuft durch die Wagons. Es ist totenstill. Die Leichen, die noch nicht abgeschafft worden sind, verzweifeln ihn. Als er es schafft die Lokomotive zu betreten, erblickt er den toten Zugfahrer. Er nährt sich ihm und merkt, dass sowohl Verletzungen des Unfalls auf ihn sehbar sind aber auch rote blutige Würgemahle auf seinem Hals. Er flüstert „ ein Mord fand also statt. Ich muss weiter suchen“. Er sucht nach Überlebenden, doch findet Keine. Als er weg möchte um sich über den Zugfahrer zu erkundigen, hört er eine menschliche Bewegung. Er dreht sich um, und zieht einen Mann aus den Trümmern. Der Mann rappelt sich mühsam auf. Er wurde bestimmt von der Feuerwehr für tot gehalten. Er ist übel zugerichtet : seine Nase ist gebrochen, er hat einblaues Auge. „Danke“ flüstert er schwach, „Wenn sie nicht da gewesen wären hätte ich nicht überlebt“. Luigi bringt ihn nach Hause und als er nach einigen Tagen wieder auf die Beine kommt, fragt Luigi ihn nach seinen Erinnerungen an den Unfall. Er gesteht „Also, ich heiße Harold Klein und, wie Sie es bestimmt schon gemerkt haben, bin ich Zugfahrer seit 12 Jahren im gleichen Zug doch ich war während des Unfalls nicht am Steuer. Ich hatte gerade Kaffe Pause und wurde abgelöst. Ich habe wenig Erinnerungen, ich weiß nur, dass viele mordsmäßig geschrien haben, ein großer Knall und dann nichts mehr.“ Peperoni informiert ihn : „Ich habe selber meine Ermittlungen geführt und habe festgestellt, dass der Zugfahrer Hubert Dumoulin ermordet wurde. Wissen sie etwas davon ? Haben sie etwas gesehen oder gehört ?“ Sein Gesichtsausdruck änderte sich, als ob er sich auf ein mal an etwas erinnern würde. „Ich teile Ihnen jetzt meine Meinung dazu. Ich glaube, nur meine Frau Ursula Klein, ein Mann neben ihr und ich wissen über den Fall bescheid. Ich werde es ihnen nicht verschweigen, dieser Mann war ihr Liebhaber und ich habe sie vor dem Start aus versehen beim Küssen erwischt. Meine Frau hatte mich angelogen, da sie mir ankündigte sie würde zu ihrer Mutter fahren. Ich vermute, dass sie verliebt nach Paris fuhren. Sie sahen mich und fühlten sich entlarvt, aber ich konnte nicht eingreifen, ich musste den Zug fahren... Meine Frau wusste natürlich, dass ich Zugfahrer war, also meine ich, dass ich das eigentliche Ziel dieses Mordes bin. Da ich abgelöst wurde, hat der Mörder sich bestimmt geirrt. Ich verdächtige natürlich den Liebhaber meiner Frau, der nach ihrem Willen gemordet hat...“ Luigi wirkt nachdenklich : „Ich muss die Polizei warnen, damit der Mörder gefangen werden kann." „Nein ! Er ist tot, es ist nicht nötig ! Und meine Frau auch, ich habe sie beide liegen gesehen !“ Harold schwitzt und er stottert. Luigi sah ihn merkwürdig an und erwiderte „ beruhigen sie sich, warum wirken sie so angespannt ?“ Der Zugfahrer verteidigt sich „Trotz dieses Zwischenfalls, habe ich mit meiner Frau wunderschöne Zeiten verbracht, und als sie da lag, habe ich ihr einigermaßen verziehen.“ „Wir treffen uns heute Abend um 9 Uhr am Bahnhofskaffee. Bis nachher.“ Nach diesem langen Gespräch fährt Luigi zu seinem Vater Inspektor Antonio. Er erzählt ihm die Geschichte und sein Vater schlägt vor : „wir müssen wissen wie der Liebhaber sich nun nennt“. Antonio hat dank seines Status, einen Zugang zu allen Informationen, die er haben will. So erfahren sie, dass der Passagier, der neben Frau Klein sass Fritz Lahm heißt. Ein anderer Polizist meldet sich „Fritz Lahm... Fritz Lahm, ich kenne doch ein Fritz Lahm ! Lasst mich mal nachdenken... Ja ! Ich habe ihn gestern Abend erwischt, als er über eine rote Ampel fuhr ! Er besucht das „Bristol“ ! „Ist er nicht vor 5 Tagen im Zugunfall gestorben ?“

Eine Stunde später, fahren der Vater und der Sohn zur beschriebenen Adresse. Sie erkundigen sich am Eingang nach einem Fritz Lahm, und bekommen zur Antwort, dass er Zimmer 203 wohne. Dort klopfen sie erst an, doch niemand öffnet die Tür. Sie brechen die Tür auf, das Zimmer wird tatsächlich benutzt ! „Was machen Sie in meinem Zimmer.“ Luigi und Antonio erschrecken, doch bald haben sie den Täter erwischt und gefesselt, so dass er sich nicht mehr wehren kann.

Am nächsten Abend begibt sich Luigi Peperoni zum Treffen, das er mit Harold Klein vereinbart hat, und gratuliert dem Zugfahrer für seine richtige Vermutung, was die Unfallursache angeht. Er erklärt ihm dabei, dass dieser sich für tot halten ließ, und auf der Flucht war. Dabei fasst er seinen neuen Freunden am Handgelenk, um ihn näher an sich heranzuziehen, wie um ihm etwas Vertrauliches anzuvertrauen. Dabei zieht er mit einer beiläufigen Bewegung ein paar Handschellen aus der Tasche, und legt sie seinem Ex-neuen Freund an. Dieser schaute ihn verwundert an, bis er sich vor Respekt verneigt und dem Kommissar zuflüstert : „Chapeau ! Wie haben Sie das denn herausgefunden ?“ „Einfach“ erwiderte der Kommissar : „Sie gaben vor, Fritz Lahm sei gestorben, doch er war noch am Leben. Sie waren der eigentliche Mörder des Zugfahrers. Ihr wolltet euch an ihm rächen, indem Sie ihm den Mord des Zugfahrers zuschoben, um seine Würde zu ruinieren. Ihr habt also den Fahrer umgebracht, und seid aus der Kabine gegangen um behaupten zu können, am Zeitpunkt des Mordes woanders zu sein. Leider stand vor der Kabine grade Fritz Lahm, und er sah den Toten. Ihr prügeltet euch, und sie ließen ihn bewußtlos am Boden liegen. Sie dachten wirklich, er sei gestorben. Dies war der Grund, warum Sie nicht wollten, dass ich die Polizei rufe : Sie hatten angst, dass sie auf der Leiche Zeichen der Prügelei finden würden, die darauf hinwiesen, dass er gewaltsam gestorben sei. Euer Plan ist gescheitert. Die Polizei hat den Mord erst gar nicht gemerkt, da konnten sie sich nicht melden und sagen, dass Fritz Lahm der Mörder war, und dass sie alles gesehen hatten. Dann kam ich. Sie dachten vielleicht, es sei weniger fragewürdig, wann ein Mensch wenn ich die Entdeckung aussprechen würde, doch Fritz Lahm war nicht tot, aber Sie werden es bald sein."


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  • 3e "Wir schreiben einen Krimi" (2015)