Allein auf einer einsamen Insel von Lucile und Thea

vendredi 19 juin 2015
par  M. Schlenk

Alleine auf einer einsamen Insel

Als ich die Augen aufschlug, sah ich ein Feuer vor mir. Meine Freundin Lea hatte es angezündet. Sie saß vor dem Feuer und ich sah Tränen in ihren Augen. Ich hatte sie nie weinen gesehen. Auf ihrer Stirn hatte sie schwarzes und rotes Blut. Es war kalt und ich konnte nicht viel entdecken. Es war Nacht und außer dem Licht von den Feuer war es Finster. Ich dachte nach, aber ich konnte mich an nichts erinnern, wie lange hatte ich denn geschlafen ? “Du schläfst schon seit zwei Tagen. Du bist ohnmächtig geworden. Hast du Hunger ?” “Nein Danke, wo sind wir ?” fragte ich. “Darauf hab ich keine Antwort. Ich bin gestern Morgen hier aufgewacht und seit dem warte ich, dass du aufwachst,” antwortete Lea. Ich schaute mich um. Außer uns beiden war hier niemand. Es war eiskalt und wir hatten nichts dabei. Wir versuchten, uns aufzuwärmen. Es war tot still und wir wussten nicht, was wir tun sollten. “Soweit ich mich noch erinnern kann, waren wir mal auf einen Boot” sagte Lea. Langsam erinnerte ich mich an die Ereignisse, die wir diese Nacht erlebt hatten. Es war eine wolkige Nacht. Wir waren seit 3 Tagen auf einen Boot mit unseren Familien. Das Meer sah ruhig aus bis um Mitternacht, da brach ein Sturm aus. Riesige Wellen, die bis 3 Meter hoch waren, stürzten auf unser Schiff. Unser Schiff hielt dem Sturm nicht lange stand, und es ging unter. Ich wollte meinen Bruder retten aber er ertrank. Als ich den Kopf drehte, sah ich Blut. Als ich genauer hinguckte, erkannte ich Lea. In diesem Moment verlor ich das Bewusstsein.

Am nächsten Morgen entschieden wir, eine kleine Hütte zu bauen, damit wir einen Unterschlupf hatten. “Lea hole die Holzstücke, ich gehe Essen holen.”
- “ Ja Louisa, ich komme in einer halben Stunde zurück.” Lea ging mit einen Sack weg. Ich versuchte das Feuer wieder anzuzünden. Aber kein einziges Holzstück brannte. “Mist, Mist und Mist, ich kann es nicht !” schrie ich. Ich probierte es noch mal.

In dieser Zeit hatte Lea den Wald schon durchquert und sie war jetzt an einem Strand. Vor ihr befand sich ein Wrack. Es war alt und es hatte bestimmt Piraten gehört, dachten wir. Lea wollte es mir schnell zeigen. Sie kam außer Atem zurück. Sie hatte keinen Rucksack mehr. Wir rannten schnell zum Strand. Das kaputte Schiff war riesig. Wir näherten uns langsam. Doch plötzlich hörten wir ein lautes Geschrei, das über die ganze Insel schallte. Wir hatten Angst, und es hatte mich erschrocken. Lea nahm meinen Arm und führte mich zu einer Höhle, aus der das Geschrei gekommen war. “Hör auf ! Lass uns zum Lager gehen. Es könnte gefährlich werden,” sagte ich leise. Aber Lea machte so, als hätte ich nichts gesagt. Lea ging weiter, immer näher zu der Höhle und da sahen wir das schrecklichste Tier, das wir je gesehen hatten. Es war ein Griffen, ein riesiger, weißer Vogel mit 4 Beinen. Dieses Tier hatte ich schon einmal in einem Buch gesehen. Es war so groß wie zwei Giraffen. Es stürzte auf uns zu und brüllte uns an. Lea war versteinert und ich wollte sterben vor Angst. “Lea, Lea ! Komm wir fliehen auf drei !” Ich rannte auf Drei weg. Als ich unten vor dem Eingang der Höhle war, sah ich, dass ich ganz alleine war. Lea war oben zurück geblieben. “Lea, komm !”