Julians Bruder von Klaus Kordon

lundi 10 juin 2013
par  IngridB
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Buchbesprechung

1.Autor Klaus Kordon wurde 1943 in Berlin geboren. Er studierte Volkswissenschaft und reiste wegen seiner Arbeit viel nach Afrika und Asien. Heute lebt er in Berlin als freier Schriftsteller. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. Klaus Kordon bekam den Alex-Wedding-Preis für seine gesamten Werke. 2.Hauptpersonen Paul ist der Erzähler und der beste Freund von Julian. Er ist etwas dicker als Julian, er ist blond und hat Sommersprossen. Er ist ein eher vorsichtiges, misstrauisch blickendes Kind, das nicht so oft lacht. Er ist ein Arier . Julian ist der beste Freund von Paul. Aber alle nennen ihn einfach nur Jule. Er ist evangelisch getauft, doch seine Mutter ist jüdisch und so ist es Julian in den Augen der Nazis auch. Er ist schmal, dunkelhaarig und ist ein beliebtes Kind, das oft lacht. Bille ist die kleine Schwester von Paul und später die Freundin von Julian. Sie ist ein Jahr jünger als die beiden Jungs. Käthe ist die Mutter von Paul und Bille und die Frau von Wilhelm. Sie ist sehr mutig, will aber aus Angst um ihre Familie keine Aktionen gegen Hitler machen. Wilhelm ist der Vater von Paul und Bille, er ist Sozialist und gegen die Nazis. Er hört heimlich Radio BBC, ganz leise unter einer Wolldecke. Er wird sehr früh schon in den Krieg gegen die Russen geschickt. 3. Inhaltsangabe Die Geschichte wird von Paul erzählt, der inzwischen ein alter Mann geworden ist. Die zwei Freunde, Paul und Julian, erleben als Kinder und Jugendliche die Nazi- und Kriegszeit in Berlin. Paul erzählt, wie sein bester Freund Jule erst von der Schule weggeschickt wird und dann immer mehr zur Hassfigur wird. Während des Kriegs werden Julians Eltern verschleppt und Pauls Familie versteckt Julian. Julians Eltern kommen nicht mehr aus dem Konzentrationslager zurück und Pauls Vater stirbt ein paar Monate vor Kriegsende an der russischen Front. Paul muss aus der Schule und hat Feuerdienst, räumt nach Bombenangriffen auf und ist am Ende bei der Luftabwehr, während Jule sich in ausgebombten Kellern versteckt. Als der Krieg endlich zu Ende ist, ist der Schrecken immer noch nicht vorbei, denn die Russen sehen in Julian und Paul deutsche Nazis, als sie Bille helfen wollen, die von russischen Soldaten vergewaltigt wird. Die Jungs kommen in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, das jetzt ein russisches Lager für Nazis geworden ist. Allerdings sind nur wenige echte Nazis in dem Lager, sondern nur sehr alte Männer und Kinder. Die Russen nennen es zwar „Entlassungslager“, aber es wird niemand entlassen. Stattdessen gibt es kaum etwas zu essen und keine Kleidung. Viele verhungern oder erfrieren. Jule verliert völlig die Hoffnung und geht nicht rechtzeitig in die Krankenstation, als er Ruhr bekommt, eine gefährliche und meistens tödliche Durchfallerkrankung, an der er stirbt. Nicht lange danach bekommen die Gefangenen wieder richtig zu essen, damit ihnen nach der Entlassung keiner glaubt, wie schlimm es in dem Lager war. Paul kommt nach drei Jahren Lager allein nach Hause, findet aber Bille und seine Mutter nicht mehr, weil sie nach Westberlin umgezogen sind. Er bekommt die Adresse von einer Nachbarin und findet seine Familie wieder. Bille hat von der Vergewaltigung ein Kind bekommen. Sie lernt einen Beruf und geht für ihre Arbeit etwa 10 Jahre nach Kriegsende nach Frankreich und heiratet dort einen Franzosen. Paul hat im Lager eine Freundin gefunden, die er heiratet und mit der er Kinder bekommt. Er erfüllt seinen Kindertraum, studiert und baut dann Autos in Wolfsburg. Erst als er Rentner wird, zieht er nach Berlin zurück und erinnert sich wieder an alles.