Der Widerstand der Luft

Mittwoch 28. März 2012
par  Lise B
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Traduction du début du chapitre La résistance de l’air

D’après VANGO : ENTRE CIEL ET TERRE ; UN PRINCE SANS ROYAUME TIMOTHEE DE FOMBELLE

Teil 1 :David und Malte ; Teil 2 :Paula und Lise ; Teil 3 :David, Béatrice, Maimouna und Emily (élèves de 5ième groupe de Mme Schlenk)

In seinem gigantischen Hangar lag der Zeppelin wie ein gefangener Drache auf dem Boden befestigt. Die Kabel knarrten. Lichtgirlanden erleuchteten seine Flanke. Es war kurz vor Mitternacht. Auf den Boden, zwischen Paketen und Postsäcken sendete eine Radio ein Jazzlied von Ducke Ellington.

- Herr Doktor Eckener!

Dieser Schrei kam von draußen. Der Zeppelin rührte sich von seiner Stelle. Seine metallische Silhouette roch noch nach Salz, der Duft seiner letzten Reise. Er schien zu schlafen.

- Findet ihn!

Der Mann betrat den Hangar und schrie. Ihm folgten drei junge Soldaten, die anhielten, sobald sie den Zeppelin sahen. Der Graf Zeppelin war ein 400 Meter langer und 40 Meter breiter Riese, so groß wie ein Hochhaus von 10 Stockwerken, und jeder, der daneben stand sah so klein wie eine Ameise aus. Doch der Neue brauchte dies nicht, um lächerlich zu sein.

- Doktor Eckener, findet Doktor Eckener!

Die Uniform schlotterte um seinen Körper.

Der Mann, der gerade den Saal betreten hatte, war der Kreisleiter der Gegend von Friedrichshafen.

Zwei auf dem Kragen aufgestickte Eichenblätter erinnerten dran, dass er kein pickeliger Jugendlicher war, der von seiner Mutter für einen Besuch bei seiner Groß-Tante eingekleidet worden war.

- Findet ihn !

Die Soldaten setzten sich, mehr eingeschüchtert von dem prachtvollen Heißluftballon als von dem gestikulierenden Chef, in Bewegung.

Sie liefen aus Zehenspitzen, um das Monster nicht zu wecken.

Die drei Soldaten waren kaum zwanzig Jahre alt. Sie waren alle in der Gegend aufgewachsen. Sie hatten die Heißluftballons des Grafen von Zeppelin wachsen sehen, die ersten gab es schon vor dem Anfang des Jahrhunderts.

Sie liebten und respektieren dieses verrückte Abenteuer, geboren am Ufer des Sees, das seit dem Tod des Grafen von Kommandant Hugo Eckener fortgesetzt wurde.

Sie hatten vor allem die Legende des fliegenden Schiffes, des ?Grafen?, der jetzt die Erde umflog, verfolgt.

Alle drei hatten den Zeppelin besichtig, mit dreizehn oder vierzehn Jahren, bei der Einweihung.

Beim Anfassen des blauen und goldenen, feinen Geschirrs zitterten ihre Finger. Das Porzellan war so leicht, dass es fast durchsichtig war.

Beim Betreten der zehn Kabinen mit kleinen einladenden Bettchen und offenen Fenster zum Himmel, hatten sie alle geträumt einmal ihre Verlobten hineinzuführen.

Später schrien sie mit den anderen, als sie ihn 1929 über den Kiefern in der Sonne entdeckten, als er von einer Weltreise von 20 Tagen und ein paar Stunden zurückkam. Kaum der Zeit der kurzen Hosen entwachsen, lernten sie den Beruf der Waffen, in Hab- Acht- Stellung in der Kaserne, sie konnten sich nicht davon abhalten, heimlich ihre Augen zum Himmel zu heben, als frühmorgens über sie ein Zeppelin dahinschwebte. Es waren 200 glänzende Augen, die unter den Gewicht von den Helmen, in den Himmel blickten. Jetzt befanden sie sich hier, beschämt, mitten in der Nacht bewaffnet aufzutauchen und die Nachtruhe des Luftschiffes zu stören.

Selbst der Chef wagte es nicht, das Monster anzuschauen. Er suchte hektisch, woher diese unmögliche und dekadente Musik kam, die einen zum Tanzen verführte. Er entdeckte ein großes Radio, und beeilte sich, ihm ein Tritt zu geben. Man brauchte mehr, um die Musikanten vom “Cotton Club“ zum Schweigen zu bringen. Ein weiterer Tritt erhöhte das Volumen und ließ den Kopf der jungen Soldaten vom Rhythmus gepackt hin und her wiegen. Drei oder vier Tritte später ließ das Klavier von Duke Ellington nach, aber der Stiefel vom kleinen Chef hatte auch einen Schaden erlitten und beim letzten Angriff brach er sich den dicken Zeh. Die Musik verstummte, um den Klagelauten platzzulassen. Nach ein paar Sprüngen auf einem Bein auf bayrische Weise, schluckte der kleine Chef seine Schmerzen herunter und lauschte. Die Musik setzte wieder ein.

Sie konnten nicht aus dem zerbrochenen Radio kommen. Sie wurde von jemandem gepfiffen. Die vier Männer guckten gleichzeitig hoch. Am Monster war mit Seilen und Rollen ein Mann am Heckflügel befestig, er hatte an seinem Gürtel einen Farbtopf. Er hielt in seiner Hand einen Pinsel, womit er mit viel Aufmerksamkeit die Hülle des Zeppelins bemalte.
- Herr Doktor Hugo Eckener? Der Maler machte seine Arbeit weiter und pfiff eine Jazzmelodie.
- Ich will mit Doktor Hugo Eckener reden!
- Ja? Er drehte seinen Kopf. Der Mann, der 15 Meter über dem Boden hing, war Hugo Eckener, 66 Jahre alt, der Chef von der Zeppelin Mannschaft, einer der größten Abenteurer des Jahrhunderts.

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