Malka Mai von Mirjam Pressler

Mittwoch 6. April 2011
par  Paula H
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Inhaltsangabe

An einem Morgen, kommt eine Bekannte von Frau Doktor Mai in das Ambulatorium und berichtet von einer wohl kommenden Aktion der deutschen Nazis. So etwas gab es in dem kleinen Ort, der Lawoczne heißt noch nie. Als Hanna ihre kleine Tochter Malka sucht um sie zu warnen, sieht sie eine ihrer Patientinnen, die Frau eines Bauern aus Kalne, die ihr zuwinkt, sie erzählt wie ihr Mann sich beim Holzhacken am Bein verletzt hat und dass die Frau Doktor mitkommen soll um ihr zu helfen. Hanna denkt ,dass es eine gute Lösung ist, sie kann einfach nach Kalne gehen und nach der Aktion wieder nach Hause kommen. Doch als sie endlich dort ankommt und den Patienten geheilt hat, hört sie laute Befehle der Deutschen. Sie geht runter, um sich mit einem der Offiziere ,den sie kent zu unterhalten. Er sagt ihr, dass sie fliehen muss und über die Grenze laufen muss. Zufällig kennt der Bauer einen jungen Ukrainer, der sie über die ungarische Grenze bringen soll. Er bringt sie bis zu einem Haus wo Hanna eine Bekannte hat. Dort wird sie auch freundlich aufgenommen und verbringt dort mit ihren Töchtern die Nacht. Am Morgen läuft sie weiter, bis sie auf einem Feld jemanden erkennt den sie einmal behandelt hat. Sie bittet ihn um seine Hilfe und er sagt, dass er sie bis zu einem Forsthaus bringen kann. Malka hat nur Sommerschuhe und keine Wanderschuhe an und deswegen tun ihr die Füße weh : Die Schnüre schneiden in ihr Fleisch. Als sie an dem Forsthaus ankommen kriegen sie zu Essen. Am Morgen bekommen sie einen Führer, der sie über die Grenze bringen soll. Als sie endlich an der ungarischen Grenze ankommen sagt er, dass es hinter dem Dorf ein Haus gibt wo Juden wie sie wohnen. Dort kriegen sie etwas zu Essen und einen Platz zum schlafen. Malkas Mutter sieht ihre verwundeten Füße und behandelt sie, sie werden immer schlimmer. Am nächsten Morgen laufen sie zu dem Dorf, wo es eine ehemalige Mühle gibt, die nicht mehr in Betrieb ist und wo Menschen wohnen, die ihnen helfen könnten. Während der Wanderung kommt aber ein Gewitter auf und Malka bekommt Fieber. Hanna schlägt vor, dass Minna ( ihre Schwester) bei ihr bleibt und dass sie Hilfe holt.Sie kommt an der Mühle an, erklärt die Situation und bittet um Hilfe. Das Ehepaar stimmt zu und sie holen Malka und Minna. In der Mühle behandeln sie erst einmal Malkas Füße und Beine und kümmern sich um ihr Fieber. Der Mann berichtet von einer Flüchtlingsgruppe, die ebenfals aus Lawoczne kommt und über die Grenze will. Er behauptet, dass sie sich der Gruppe anschließen können. Hanna geht diese Gruppe schon am gleichen Abend besuchen und man sagt ihr, sie solle Malka in der Mühle lassen und der Mann solle sie doch nachher mit dem Zug nachbringen. Am Anfang hält Hanna nichts davon, doch dann lässt sie sich dazu überreden. Die Gruppe gibt dem Mann das nötige Geld für die Zugfahrt und läuft weiter. Malka bleibt lange bei der Familie und findet es langweilig, weil sie nicht aus ihrem Zimmer darf. Sie darf sich nicht zeigen, weil die Deutschen sie sonst holen. An einem Tag erzählt jemand von einer kommenden Aktion der Deutschen. Daraufhin schmeist der Mann Malka raus und sie läuft in die Stadt. Dort geht sie in ein Gasthaus herein und schaut sich eine Hochzeitsfeier an. Als eine eingeladene Frau sie sieht, schenkt sie ihr sehr viel zu essen. Nach dem Tee bringen sie zwei Männer zu der Gendarmerie. Dort fragen sie sie nach ihrem Namen, nach ihren Eltern und ob sie Jüdin wäre und woher sie komme. Dann stecken sie sie in eine nach Urin stinkende Kammer wo auch andere Menschen sind. Darunter auch zwei von ihren Bekannten aus Lawoczne. Während dieser ganzen Zeit laufen Minna und Hanna Richtung Budapest. Am vierten Tag werden Malka und die zwei anderen in eine andere Gendarmerie gebracht. Dort wird sie wieder viel gefragt. In der Nacht sagt einer der Bekannten zu dem anderen, dass sie fliehen werden. Malka will natürlich mit ,doch am nächsten Morgen sind sie weg. Einer der Gendarmen erzählt Malka, dass er ihre Mutter kennt und dass er sie rausbringen wird. Kurz danach macht er es auch : er nimmt sie zu sich nach Hause. Bei seiner Frau Theresa gefällt es ihr sehr gut und sie hilft auch bei allem. Mehrere Tage später erzählt Zygmunt, der Gendarm, dass die anderen etwas davon mitbekommen haben, dass Malka bei ihnen sei. Er sagt, dass er sie in ein Ghetto bringen wird, zu seinen Bekannten, der Familie Goldfaden. Diese Familie gefällt ihr nicht, doch sie bekommt zu Essen und eine dünne Matratze zum Schlafen. Ein paar Tage später gibt es wieder eine Aktion und Malka wird rausgeschmissen, weil die Familie in ihrem Versteck nicht genug Platz für Malka hat. Draußen findet sie ein Kellerfenster und versteckt sich drinnen. Als sie wieder herauskommt sieht sie weiter weg Juden, die umgebracht werden. Sie geht in eine Kirche, wo eine Frau sie mit zu sich nach Hause nimmt. Als mehrere Tage später wieder Ruhe im Ghetto herrscht, bringt sie Malka heraus und sagt ihr, sie solle jetzt draußen bleiben. Malka läuft wieder zur Familie Goldfaden doch sogar im Versteck findet sie niemanden. Während dieser Zeit laufen Hanna und Minna in die andere Richtung und wissen gar nicht was Malka zur selben Zeit macht. Malka bleibt sehr lange im Ghetto. Sie bettelt oft und schläft in einem Keller oder in der Wohnung der Goldfadens. Sie stellt sich vor Leute hin und sagt, sie habe Hunger. Dann sieht sie ein totes Kind auf der Straße und bekommt dadurch noch mehr Angst. Währenddessen sucht Hanna alle möglichen Hilfsorganisationen auf, die ihr helfen könnten, ihre Tochter zu finden. In den nächsten Tagen bekommt Malka Fieber und es gibt noch einmal eine Aktion. Sie läuft aus versehen zum Bahnhof und als sie einen Zug sieht, steigt sie ein. Sie fährt lange mit dem Zug und als sie aussteigt, schläft sie ein. Als sie wieder aufwacht, liegt sie im Krankenhaus und kann sich nicht bewegen. Währenddessen behauptet jemand, Malka sei bei einem gewissen Sigmunt aufgenommen worden, das erleichtert Hanna sehr. Auf einmal sag Hanna sie würde sie holen, sie selbst. Am nächsten Morgen werden Malka wegen der Läuse die Haare abgeschnitten. Als sie sich daran gewöhnt hat, zeigt ihr jemand wo sie bei der nächsten Aktion hin kann. Bei der nächsten Aktion tut sie es auch. Als sie am Morgen wieder ins Krankenhaus kommt, sind alle Patienten weg, nur das Personal ist noch da. Drei Tage später fährt Hanna zu Sygmunt in der Hoffnung, dass Malka da ist.

Am selben Abend entsteht der Plan. Agneta, Teresas Mutter soll ins Krankenhaus fahren, um Malka abzuholen. Sygmunt hat nähmlich erfahren, dass sie dort ist. Als Malka sie sieht , reisst sie sich los und rennt weg. In der nächsten Woche kommt die Frau wieder. Doch diesesMmal, mit dem Ball den Malka Theresas Sohn genäht hat. Sie erkennt ihn sofort und beschließt doch mitzufahren. Als sie nach einem Fluchtversuch von Malka mit dem Schlitten nach Hause kommen, sieht Malka ihre Mutter. Dann sagt sie, dass sie zu Theresa möchte. Hanna weint.

Meine Kritik

Ich habe dieses Buch sehr interessant gefunden, weil es auf einer wahren Geschichte beruht. Alles ist so ausfürlich erklärt , dass man denken könnte ,dass man selbst in der Situation steckt, in der Malka und ihre Mutter sich befinden. Alle Kapitel sind lange und schreckliche Monate die die kleine Familie durchgehen muss. Es hat mir auch gut gefallen, weil es sich bei jedem Abschnitt ändert : einmal ist es bei Malka und einmal ist es bei ihrer Mutter und ihrer Schwester. Auch wenn dieses Buch nicht sehr dünn ist (321 Seiten) liest man es schnell durch weil man immer wissen will, ob sie ihre Mutter letztlich finden wird oder immer im Krankenhaus leben wird oder sogar rausgeschmissen wird. Das einzige was ich an diesem Buch nicht so gut gefunden habe ist das Ende : ,, Als Malka die Frau oben auf dem Ofen weinen hörte, hob sie verwundert den Kopf." Denn ich finde, dass man erzählen sollte wie es weiter geht und ob Malka wieder in ihr Heimatdorf zieht.