Die Augen von Ana Marta von Alice Vieira

Donnerstag 6. März 2008
par  eleonore
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Es geht um Marta, ein zwölfjähriges Mädchen. Sie erzählt die traurige Geschichte ihrer Kindheit: Eltern, die sie nicht mehr lieben und sich kühl und abweisend verhalten. Sie wohnt in einem Haus mit geheimnisvollen verschlossenen Zimmern. Ihrer Mutter, die Flavia heißt, will nicht Mama genannt werden. Ihr Vater verschanzt sich hinter seiner Arbeit. Ihr einziger Trost ist eine alte Haushälterin, die sie Leonor nennt. Leonor singt ihr Lieder vor und erzählt ihr auch schöne Feen-und Prinzengeschichten. Eines Tages, als Marta krank wird, verrät Leonor ihr ein wichtiges Geheimnis... Dieses Buch hat mir ziemlich gut gefallen. Das war ein spannendes Buch. Ich fand es aber traurig. Dieses Mädchen wird von ihren Eltern vernachlässigt. Der Leser vermutet, dass sich ein Geheimnis hinter diesem verschlossenen Zimmer versteckt. Er muss aber auf die letzten Zeilen warten und erfährt am Ende des Buches, dass diese Familie ein großes Unglück erlebt hat. Ihre erste Tochter ist an einem Autounfall gestorben. Der Leser versteht besser warum die Eltern so kalt und zurückhaltend sind: Sie haben nämlich wegen Ana Marta Todes gelitten. Sie haben jetzt Angst Marta zu lieben. Das Verhalten der Eltern ist aber grausam und ungerecht. Dieses Mädchen ist unschuldig, denkt aber, dass sie etwas falsch gemacht hat. Marta hat die gleichen Augen und fast den gleichen Namen, wie ihre verstorbene Schwester. Ich finde es traurig, dass dieses Mädchen kein eigenes Leben hat. Sie wird ständig mit ihrer Schwester verglichen. Dieses Buch zeigt wie schwer es ist, ein Familiengeheimnis zu tragen.